Der Stroop Test

Der Stroop-Test ist ein psychologisches Verfahren zur Messung der selektiven Aufmerksamkeit und kognitiven Kontrolle, bei dem Probanden die Druckfarbe von Farbwörtern nennen müssen, während die Wörter selbst oft eine andere Farbe beschreiben, was eine Interferenz erzeugt (z.B. das Wort “Rot” in grüner Schrift). Er deckt den “Stroop-Effekt” auf, bei dem das automatische Lesen von Wörtern die Benennung der Druckfarbe verlangsamt und fehleranfälliger macht, da zwischen automatisierten (Lesen) und kontrollierten (Farbe benennen) Prozessen ein Konflikt entsteht.

Der Test besteht meist aus mehreren Phasen, einschließlich dem Lesen von Farbwörtern und dem Benennen von Farbflecken, bevor die inkongruente Phase mit dem Konflikt kommt, und wird in Forschung und Diagnostik eingesetzt. 

So funktioniert der Stroop-Test (Beispiel):

  1. Phase 1 (Kontrollaufgabe): Sie lesen schnell eine Liste von Farbwörtern (z.B. ROT, GRÜN, BLAU), die in ihrer korrekten Farbe gedruckt sind.
  2. Phase 2 (Kontrollaufgabe): Sie benennen schnell eine Liste von Farbflecken (z.B. rote, grüne, blaue Kreise).
  3. Phase 3 (Interferenzaufgabe): Sie nennen die Druckfarbe der Farbwörter, aber nicht das Wort selbst (z.B. das Wort “ROT” in grüner Tinte -> Sie sagen “Grün”). Hier kommt es zu Verzögerungen und Fehlern, weil das Gehirn das Wort automatisch liest und die Information unterdrücken muss. 

Wofür wird er verwendet?

  • Forschung: Untersuchung kognitiver Prozesse, Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung.
  • Diagnostik: Erkennung von Störungen des Frontallappens und Bewertung kognitiver Flexibilität. 

Der Stroop-Effekt:

  • Der Effekt zeigt, dass das Lesen von Wörtern ein stärker automatisierter Prozess ist als das Benennen von Farben, was zu einer Störung führt.
  • Er misst die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und irrelevante Reize auszublenden. 

Online Stroop-Test

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