Gangbild im Sitzen verbessern

Um das Gangbild im Sitzen nach einem Schlaganfall zu verbessern, konzentriert man sich auf Übungen wie sitzendes Marschieren, Kniestreckung und Fersen- sowie Zehenheben, um Koordination, Rumpfstabilität und Fuß-Heben-Fähigkeit zu trainieren, idealerweise ergänzt durch gezielte Physiotherapie und Hilfsmittel wie Orthesen für mehr Sicherheit. Die Übungen fördern die neuronale Plastizität, um die Kontrolle über das betroffene Bein wiederherzustellen und den gefürchteten Fallfuß zu minimieren. 

Sitzende Übungen zur Gangverbesserung

  • Sitzendes Marschieren: Heben Sie abwechselnd das betroffene und das gesunde Bein an die Brust, als würden Sie im Sitzen marschieren, um die Beinbewegung zu reaktivieren.
  • Kniestreckung: Strecken Sie das betroffene Bein im Sitzen parallel zum Boden aus und ziehen Sie es langsam wieder an.
  • Fersen- und Zehenheben: Führen Sie diese Übungen sitzend durch, um die Fußmuskulatur zu stärken (z.B. Fersen heben, während die Zehen am Boden bleiben) und den Fallfuß zu bekämpfen.
  • Gewichtsverlagerung: Verlagern Sie Ihr Gewicht langsam von einer Seite zur anderen, um das Gleichgewicht zu schulen, während Sie aufrecht sitzen. 

Wichtige ergänzende Maßnahmen

  • Physiotherapie: Ein Therapeut kann Ihnen individuelle Übungen zeigen und sicherstellen, dass Sie die Bewegungen korrekt ausführen.
  • Rumpfstabilität: Übungen zur Rumpfmuskulatur (z.B. Beinrotation im Liegen) verbessern die allgemeine Balance.
  • Orthesen: Eine Fußheberorthese (AFO) kann helfen, den Fuß beim Gehen anzuheben und das Gangbild zu stabilisieren, was das Selbstvertrauen stärkt.
  • Frühes Training: Je früher Sie mit dem Gehen beginnen und üben, desto besser sind die Chancen, das Gangbild zu verbessern.
  • Robotik: Moderne Gangroboter können gezielt das Gangmuster analysieren und verbessern, was besonders bei fortgeschrittener Rehabilitation hilft. 

Tipps für den Alltag

  • Sicherheitsaspekte: Achten Sie auf eine sichere Umgebung (rutschfeste Matten) und nutzen Sie Hilfsmittel, um Stürze zu vermeiden.
  • Einbeziehung der gelähmten Seite: Versuchen Sie, die betroffene Seite in alltägliche Aufgaben einzubeziehen, um sie zu stimulieren. 

Wichtig: Besprechen Sie Ihr Übungsprogramm immer mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten, um sicherzustellen, dass es für Ihre spezifische Situation geeignet ist. 

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