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Post-Stroke-Delir

Das Post-Stroke-Delir (PSD) ist eine häufige, akute Funktionsstörung des Gehirns nach einem Schlaganfall, gekennzeichnet durch Verwirrtheit, Aufmerksamkeits- und Bewusstseinsstörungen. Etwa 15–25 % der Patienten sind betroffen, meist in den ersten Tagen. Es erhöht Mortalität und Pflegebedarf. Vorrangig sind nicht-medikamentöse Maßnahmen, wie Orientierungshilfen und frühe Mobilisierung.
  • Symptome: Plötzlicher Beginn, schwankender Verlauf, Desorientierung, Wahrnehmungsstörungen, Unruhe (hyperaktiv) oder Teilnahmslosigkeit (hypoaktiv).
  • Risikofaktoren: Höheres Alter (>70 J.), vorbestehende Demenz, Infektionen, Schlaganfallschwere und spezifische Hirnregionen.
  • Prognose: Das Delir ist oft reversibel, führt aber zu längeren Krankenhausaufenthalten und erhöhtem Risiko für eine Pflegeheimeinweisung.
  • Diagnose & Behandlung: Screening mittels validierter Tests (z.B. 4AT) ist essenziell. Therapie erfolgt primär durch Behandlung der Ursachen (z.B. Infekt), Reorientierung, Schlaf-Wach-Rhythmus-Förderung und ggf. niedrig dosierte Medikamente.
  • Pathophysiologie: Vermutlich ein Ungleichgewicht von Neurotransmittern (weniger Acetylcholin, zu viel Dopamin/Noradrenalin).
Die neuen Leitlinien zur Schlaganfallbehandlung fordern ein standardisiertes, regelmäßiges Screening auf Delirsymptome bei allen Patienten.

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