
Die Stroop-Methode ist eine bewährte Übung, um Aufmerksamkeit und kognitive Flexibilität gezielt zu trainieren.
Dabei wird das Gehirn mit widersprüchlichen Informationen konfrontiert, die bewusst verarbeitet werden müssen. Statt automatisch zu reagieren, lernen
Betroffene, sich auf die relevante Information zu konzentrieren und störende Reize auszublenden.
Durch regelmäßiges Üben wird die Fähigkeit verbessert, flexibel zwischen Aufgaben zu wechseln, Impulse zu kontrollieren und die Konzentration auch in herausfordernden Situationen aufrechtzuerhalten.
Gerade in der neuropsychologischen Rehabilitation stellt diese Methode eine einfache, aber sehr wirksame Trainingsform dar.
Selektive Aufmerksamkeit trainieren – Stroop-Methode (einfach erklärt)
Die Stroop-Übung ist eine sehr effektive Methode, um die selektive Aufmerksamkeit zu trainieren – also die Fähigkeit, sich auf das Wichtige zu konzentrieren und Ablenkungen auszublenden.
So funktioniert die Übung Du siehst ein Wort, zum Beispiel: „BLAU“ – aber in roter Farbe geschrieben
Aufgabe: Nur die Farbe sagen (rot). Das Wort ignorieren (nicht „blau“ lesen)
Warum das so schwierig ist
- Lesen ist eine automatische Gewohnheit
- Das Gehirn will sofort das Wort lesen
- Gleichzeitig sollst du aber die Farbe erkennen und benennen
Es entsteht ein Konflikt im Gehirn (sogenannter „Stroop-Effekt“)
Was wird trainiert? Mit dieser Übung trainierst du gezielt:
- Selektive Aufmerksamkeit → auf die Farbe fokussieren
- Impulskontrolle → das automatische Lesen unterdrücken
- Konzentration → trotz Ablenkung richtig reagieren
- Kognitive Flexibilität → zwischen Reizen wechseln
Einfache Durchführung (Frühphase geeignet)
- Beginnen mit wenigen Farben (z. B. rot, blau, grün)
- Langsam und ohne Zeitdruck arbeiten
- Kurze Einheiten (2–5 Minuten)
- Pausen machen

Ermutigender Tipp
Diese Übung wirkt simpel – ist aber hochwirksam für das Gehirn.
Sie hilft, wichtige Steuerungsprozesse im Denken neu aufzubauen.
„Nicht die schwierigsten, sondern die richtigen Übungen bringen den Fortschritt.“