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Funktionsstellung

Die Funktionsstellung von Arm und Hand ist eine neutrale, leicht gestreckte Position (ca. 20° Handgelenksextension), bei der Unterarm leicht pronier (Daumen oben), Handgelenk leicht nach außen abgewinkelt (Ulnarabduktion) und Finger leicht gebeugt sind, um optimale Griff- und Greiffunktionen zu ermöglichen, Kontrakturen zu verhindern und Heilung nach Verletzungen zu fördern. Sie wird oft durch Orthesen unterstützt, um Bewegung zu kontrollieren und die Heilung zu optimieren.
Merkmale der Funktionsstellung:
  • Handgelenk: Leichte Streckung (ca. 20–30° Extension) und leichte Abweichung zur Elle (Ulnarabduktion).
  • Finger: Leichte Beugung (Flexion) in allen Gelenken (MCP, PIP, DIP).
  • Daumen: Leicht abgespreizt (Opposition).
  • Unterarm: Leichte Pronation (Handfläche dreht nach medial).
  • Ellbogen: Oft in leichter Beugung (ca. 90°) gehalten, wenn der Arm ruhiggestellt wird.
Zweck und Bedeutung:
  • Optimale Griff-Funktion: Ermöglicht beste Voraussetzungen für kräftiges Greifen und Halten.
  • Vermeidung von Kontrakturen: Verhindert das Verkürzen von Muskeln und Sehnen, was zu Bewegungseinschränkungen führen würde.
  • Unterstützung der Heilung: Reduziert Schmerzen und schützt Gelenke, z. B. nach Frakturen, Verstauchungen oder bei Karpaltunnelsyndrom.
  • Orthesen: Spezielle Schienen stabilisieren diese Position, um die natürliche Funktion wiederherzustellen.
Anwendung:
Man findet die Funktionsstellung bei der Versorgung mit Hand- und Armorthesen, bei der Lagerung nach Verletzungen und in Rehabilitationsübungen, um die bestmögliche Wiederherstellung der Arm- und Handfunktion zu erreichen.