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Oligodendrozyten

Oligodendrozyten sind spezialisierte Gliazellen im zentralen Nervensystem (ZNS), die für die Bildung der elektrisch isolierenden Myelinscheide um die Axone von Nervenzellen verantwortlich sind. Diese Isolationsschicht ermöglicht eine schnelle und effiziente Weiterleitung von Nervenimpulsen. Der Name “Oligodendrozyt” leitet sich vom griechischen “oligos” (wenig), “dendron” (Baum) und “kytos” (Zelle) ab, was sich auf ihre baumähnliche, aber mit wenigen Verzweigungen versehene Struktur … Weiterlesen

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Sie sind lebensnotwendig für den menschlichen Organismus und entscheidend für wichtige Körperfunktionen wie die Gesundheit von Herz und Gehirn sowie für den Stoffwechsel. Chemisch sind sie durch eine Doppelbindung gekennzeichnet, die sich vom methyl-Ende der Molekülkette aus am … Weiterlesen

Orthese

Eine Orthese ist ein medizinisches Hilfsmittel, das von außen an einem Körperteil angebracht wird, um es zu stabilisieren, entlasten, ruhigzustellen oder Fehlstellungen zu korrigieren, oft nach Verletzungen, Operationen oder bei Erkrankungen wie Arthrose, indem sie Gelenke, Knochen oder Muskeln stützt und die Funktion des Bewegungsapparates unterstützt. Sie ist ein äußeres Stützgerät, das anders als eine Prothese kein … Weiterlesen

Östrogen

Östrogen wird in den Eierstöcken und im Fettgewebe gebildet. Es steuert u.a. den Ablauf des Zyklus, die Reifung der Eizelle und die Fruchtbarkeit. Östrogene und Gestagene sind verantwortlich für das weibliche Erscheinungsbild.

Oxytocin

Oxytocin ist ein Hormon, das im Gehirn produziert und als Botenstoff freigesetzt wird. Es wird oft als „Kuschel-“ oder „Liebeshormon“ bezeichnet und fördert soziale Bindungen, Vertrauen und Geborgenheit, indem es durch Berührungen und körperlichen Kontakt ausgeschüttet wird. Medizinisch wird es zur Einleitung von Wehen, zur Geburtsüberwachung und zur Milchbildung eingesetzt.   Biologische und psychologische Funktionen Soziale Bindung:  Oxytocin stärkt … Weiterlesen

Pädiatrisch

“Pädiatrischen” ist die dekliniert Form des Adjektivs zu Pädiatrie (Kinderheilkunde), welches sich mit der Lehre, Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Krankheiten sowie Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen beschäftigt; es beschreibt also etwas, das kinderärztlich oder kinderheilkundlich ist, wie z. B. pädiatrische Notfälle, die Pädiatrische Intensivstation oder pädiatrische Erkrankungen. Was bedeutet es? Wortursprung: Vom Altgriechischen paidiatriké téchne („kinderärztliche Kunst“), von pais (Kind) und iatros (Arzt). Fachgebiet: Es … Weiterlesen

Palmarflexion

Palmarflexion (oder Beugung der Handfläche) ist die anatomische Bewegung, bei der die Hand in Richtung der Handinnenfläche (der volaren oder ventralen Seite) gebeugt wird, wodurch der Winkel zwischen Handfläche und Unterarm verringert wird, ähnlich dem “nach unten Beugen” des Handgelenks, um die Handfläche dem Unterarm anzunähern.  Was es ist: Eine Beugung (Flexion) der Hand in Richtung der … Weiterlesen

Pankreas

Das Pankreas ist die Bauchspeicheldrüse, ein keilförmiges Drüsenorgan im oberen Bauchbereich, das sowohl für die Verdauung als auch für die Hormonproduktion zuständig ist. Es produziert Verdauungsenzyme (exokrine Funktion) für die Spaltung von Nährstoffen und Hormone wie Insulin (endokrine Funktion) zur Regulation des Blutzuckerspiegels.  Definition: Das Pankreas (Bauchspeicheldrüse) ist eine wichtige Drüse, die hinter dem Magen liegt und … Weiterlesen

Paraparese

Eine Paraparese ist eine inkomplette Lähmung, die zwei parallele Körperteile betrifft, meistens die Beine. Sie führt zu einer Schwäche in beiden Beinen, aber im Gegensatz zur Paraplegie ist die Lähmung nicht vollständig. Ursachen können eine Schädigung des Rückenmarks durch Verletzungen, Entzündungen oder degenerative Erkrankungen sein.  Was ist eine Paraparese? Definition:  Eine inkomplette Lähmung zweier paralleler Extremitäten, in der … Weiterlesen

Paraspastik

Paraspastik ist eine spastische Lähmung, die durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems entsteht und die beidseitige Muskulatur der Beine betrifft. Sie äußert sich durch eine erhöhte Muskelspannung (Spastik), die zu Steifheit und verkrampften Bewegungen führt und die Beine in ihrer Funktion beeinträchtigt. Eine Paraspastik ist eine Form der sogenannten Paraparese, bei der eine Schädigung der Pyramidenbahn vorliegt.   Definition und Ursachen … Weiterlesen