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Stroop-Effekt

Der Stroop-Effekt beschreibt ein psychologisches Phänomen, bei dem das Benennen einer Farbe langsamer und fehleranfälliger wird, wenn das Wort für die Farbe selbst in einer inkongruenten (abweichenden) Farbe gedruckt ist (z. B. das Wort „Blau“ in roter Schrift), weil das automatisierte Lesen dem geforderten Benennen der Farbe entgegenwirkt. Diese Interferenz entsteht, weil Lesen eine so starke, automatisierte Tätigkeit ist, dass es schwer ist, sie zu unterdrücken und stattdessen nur die Farbtinte zu benennen, was mehr Konzentration erfordert.
Definition im Detail:
  • Phänomen: Ein Konflikt zwischen automatischen und kontrollierten Verarbeitungsprozessen im Gehirn.
  • Beispiel: Das Wort “Grün” in blauer Tinte. Die meisten Menschen werden zögern und Schwierigkeiten haben, “Blau” zu sagen, weil das Wort “Grün” automatisch gelesen wird.
  • Grund: Das Gehirn verarbeitet das Wort schneller als die Farbe der Tinte, da Lesen eine hochtrainierte Fähigkeit ist.
  • Anwendung: Der Effekt wird im Stroop-Test verwendet, um selektive Aufmerksamkeit und kognitive Kontrolle zu messen.