Der “Wernicke-Gang” (genauer: Wernicke-Mann-Gangbild) beschreibt ein pathologisches Gangmuster, bei dem das betroffene Bein nach einer Hirnschädigung (oft Schlaganfall) nicht normal nach vorne gezogen werden kann, sondern seitlich im Halbkreis (Zirkumduktion) geführt wird, weil die Kniebeugung (Flexion) fehlt und das Bein nachgeschleift wird. Es ist ein Zeichen einer spastischen Lähmung (Hemiparese) auf der dem Schlaganfall gegenüberliegenden Seite, verbunden mit einer spastischen Armbeugung, und wird durch eine Läsion der extrapyramidalmotorischen Zentren verursacht.
Merkmale des Wernicke-Mann-Gangbilds:
- Zirkumduktion (Halbkreisbewegung): Das Bein wird seitlich im Bogen nach vorne geführt, um nicht über den Boden zu schleifen.
- Spastische Haltung: Arme sind oft gebeugt (Flexion), Beine gestreckt (Extension).
- Gewichtsverlagerung: Das Gewicht wird auf das gesunde Bein verlagert, oft mit Gehstock.
- Ursache: Eine Hirnschädigung (z.B. Schlaganfall), die das Gehirn bei der Steuerung der Bewegung stört.
Zusammenfassend: Der Wernicke-Mann-Gang ist eine Folge einer Lähmung, bei der das Bein aufgrund fehlender Flexion nicht normal bewegt werden kann und stattdessen in einem seitlichen Halbkreis nach vorne “gefegt” wird.