Musiktherapie

Musiktherapie ist eine wirksame neurologische Reha-Methode nach einem Schlaganfall, die durch Aktivierung des Gehirns die Neuroplastizität fördert und so motorische Defizite (Gang, Arm-/Handfunktion), Sprachstörungen (Aphasie) und Neglect verbessert, indem sie Rhythmus und Melodie nutzt, um Motivation zu steigern und die Rehabilitation effizienter zu gestalten, oft durch individuell angepasstes Musizieren oder rhythmisches Training. 

Anwendungsbereiche und Techniken:

  • Gangtraining (Rhythmisch-Auditive Stimulation – RAS): Metronome oder spezielle Musik steuern den Rhythmus, um das Gehen zu verbessern.
  • Motorische Übungen: Das Spiel auf einfachen Instrumenten (Klavier, Schlaginstrumente) schult Feinmotorik und Koordination.
  • Sprachtherapie: Bei Aphasie hilft Singen oder das Nachahmen von Melodien, die Sprachproduktion neu zu vernetzen.
  • Emotionale und kognitive Unterstützung: Musik verbessert Stimmung, Antrieb und Konzentration, hilft bei der Verarbeitung des Traumas und kann bei Neglect helfen. 

Wirkprinzipien:

  • Neuroplastizität: Musik aktiviert viele Gehirnareale und fördert die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren.
  • Motivation & Emotion: Der musikalische Kontext macht Anstrengung leichter und kann positive Gefühle freisetzen (Endorphine).
  • Personalisierung: Individuell angepasste Musik oder Rhythmen sind effektiver als generelle Musik. 

Warum Musiktherapie?

Ergänzung: Sie kann bestehende Therapien wie Physiotherapie unterstützen und effektiver machen. 

Wissenschaftlich fundiert: Es ist eine evidenzbasierte, medizinisch anerkannte Methode, die naturwissenschaftlich belegt ist.

Ganzheitlich: Sie wirkt auf motorische, kognitive und emotionale Ebenen und wird oft mit Physiotherapie kombiniert.

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