Hinken beim Gehen nach einem Schlaganfall

Hinken nach einem Schlaganfall entsteht oft durch Spastik (erhöhte Muskelspannung) oder Lähmungen/Schwäche (Schlaffe Lähmung) auf der betroffenen Körperseite, was zu einem veränderten Gangbild führt, wie dem Wernicke-Gang (seitliches Ausholen mit dem Bein) oder einem Spitzfuß. Die gestörte Muskelkontrolle kann das Bein nach vorneziehen erschweren und zu Verkürzungen und Schmerzen führen, was die Rehabilitation beeinträchtigt. Physiotherapie, Dehnübungen und ggf. Orthesen können helfen, das Gangbild zu verbessern. 

Ursachen und Mechanismen

  • Schädigung des Gehirns: Der Schlaganfall unterbricht die Signalübertragung vom Gehirn zu den Muskeln.
  • Spastik: Oft entwickelt sich aus einer anfänglichen schlaffen Lähmung eine überhöhte Muskelspannung (Spastik), die die Bewegung blockiert und Schmerzen verursacht.
  • Fußheberschwäche / Fallfuß: Das Anheben des Fußes ist erschwert, was zu Stolpern führen kann.
  • Muskelverkürzungen und Kontrakturen: Muskeln können sich verkürzen, was die Beweglichkeit stark einschränkt. 

Typische Erscheinungsformen des Hinkens

  • Wernicke-Mann-Gangbild: Das betroffene Bein wird seitlich im Halbkreis nach vorne geführt, da es nicht einfach gebeugt und angehoben werden kann.
  • Spitzfuß: Der Fuß wird nach unten gezogen (Spitzfuß), sodass der Patient zuerst mit der Fußspitze aufsetzt.
  • Seitliches Ausweichen: Der Körper weicht zur gesunden Seite aus, um das betroffene Bein zu entlasten. 

Was man tun kann (Rehabilitation)

  • Physiotherapie: Gezielte Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kraft.
  • Dehnübungen und Bewegung: Sanfte Bewegung zur Förderung der Durchblutung und Entspannung der Muskulatur.
  • Orthesen: Spezielle Schienen, z.B. für den Fuß (Fallfußorthese), können das Gangbild stabilisieren.
  • Schmerzmanagement: Da Schmerzen die Rehabilitation behindern, ist auch ihre Behandlung wichtig.
  • Geduld: Eine vollständige Heilung ist oft nicht möglich, aber eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität ist erreichbar.