
Nach einer Hirnverletzung oder bei Hemiparese kann die
Hand in einer festen
Fauststellung verharren. Gezielte elektrische Impulse über TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) oder FES (funktionelle
Elektrostimulation) helfen, die Streckmuskeln zu aktivieren und die Beuger zu beruhigen.
So wird die Handöffnung und Fingerbeweglichkeit wieder angebahnt – Schritt für Schritt, mit klarer Elektrodenplatzierung und bewusster Bewegungsvorstellung.
Die Illustration zeigt, wie TENS‑Elektroden zur Aktivierung der Streckmuskeln und Beruhigung der Beuger platziert werden, um die Handöffnung zu fördern. (Du kannst das dazugehörige PDF am Ende des Beitrages herunterladen)
Elektrodenpositionen
| Elektrode | Ort | Polarität | Wirkung |
|---|---|---|---|
| Handrücken | über den Fingerstreckern | + | Aktivierung der Öffnung |
| Unterarmstreckseite | ca. 5–7 cm unterhalb des Handgelenks | – | Impulsleitung zur Streckung |
| Unterarmbeugeseite | mittig über dem Flexor digitorum | + | Spastikdämpfung |
| Nähe Handinnenfläche | unterhalb des Handgelenks | – | Entspannung der Beuger |
Triggerpunkte
- Unterarmbeuger → häufig überaktiv
- Handinnenfläche → Spastikzentrum
- Seitlich am Handgelenk → sensorische Engstelle → Im Bild als rote Punkte markieren
Therapeutischer Hinweis
Kombiniere die Stimulation mit der Vorstellung: „Ich öffne meine Hand.“ Das Gehirn reagiert stärker, wenn elektrische Impulse und mentale Aktivierung zusammenlaufen.
Hinweis
vitalibera informiert und orientiert – wir sind keine Ärzt:innen. Bei individuellen Fragen ist ärztlicher Rat einzuholen.
