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Schinkengang 

Der Schinkengang (auch Sitzbeinhöckergehen) ist eine schonende Bewegungstechnik in der Pflege und Physiotherapie, um immobilen Menschen zu helfen, sich im Sitzen zu bewegen oder ihre Position zu verändern, indem das Gewicht abwechselnd von einer Gesäßhälfte auf die andere verlagert wird; dies entlastet eine Seite, die dann verschoben werden kann, und ist rückenschonend für Pflegekräfte, schützt die Haut des Gepflegten und wird auch für Beckenbodentraining genutzt.
Anwendung und Durchführung
  • Ziel: Schonende Positionskorrektur, z. B. wenn jemand im Stuhl nach vorne gerutscht ist oder um ihn an die Bettkante zu positionieren.
  • Technik: Man verlagert das Gewicht gezielt auf eine Gesäßhälfte (Sitzbeinhöcker), entlastet die andere Seite und bewegt diese ein Stück in die gewünschte Richtung (z.B. nach hinten), um dann die Seite zu wechseln.
  • Unterstützung: Die Pflegekraft unterstützt den Betroffenen, indem sie einen leichten Impuls gibt und das Gewicht mit der Hand unter dem Gesäß verlagert.
  • Vorteile: Reduziert Scherkräfte an der Haut, ist rückenfreundlich für Pflegende und kann die Mobilisation fördern.
Weitere Bedeutung
  • Rehabilitation: Wird auch im Rahmen der Physiotherapie eingesetzt, z. B. bei Beckenbodentraining oder nach Prostataoperationen zur Linderung von Inkontinenz.
  • Buch-Titel: “Schinkengang” ist auch der Titel eines Buches, das eine persönliche Geschichte über den Kampf gegen eine schwere Krankheit und die Unterstützung durch Familie und Klinikpersonal erzählt.