Muskelzuckungen nach Hirnverletzung

Myoklonien sind in den meisten Fällen durch Störungen im ZNS bedingt, können jedoch auch bei Verletzungen peripherer Nerven auftreten. Die Störungen können im ZNS an mehreren Stellen lokalisiert sein, unter anderem kortikal, subkortikal (zum Beispiel im Hirnstamm) oder spinal. Die Behandlung von Myoklonien richtet sich nach der Ursache und dem Schweregrad und umfasst Medikamente, das Beheben der Grunderkrankung, Verhaltenstherapie, Physiotherapie und in bestimmten Fällen auch … Weiterlesen

Persönlichkeitsveränderung nach Schlaganfall

“Die Persönlichkeit eines Menschen ist die Summe aller seiner psychischen Eigenschaften und Verhaltensmuster, die ihm eine individuelle, wesenseigene Identität verleihen. Die Persönlichkeit umfasst das Gefühlsleben ebenso wie die Wahrnehmung, das Denken und die Beziehung zu anderen Personen. Persönlichkeitszüge unterscheiden Menschen voneinander”. Jeder Mensch unterscheidet sich von anderen durch seine ganz eigene Persönlichkeit, die durch Erbanlagen, Erziehung, … Weiterlesen

Spitzfuß nach Schlaganfall

Therapie: Wie lässt sich ein Spitzfuß behandeln?  Konservative Behandlung (ohne Operation)Eine habituelle Spitzfußstellung im Kindesalter kann sich unter Umständen unter dem steigenden Körpergewicht des wachsenden Kindes von selbst korrigieren. Ist dies nicht der Fall, muss der Spitzfuß behandelt werden. Ob eine Therapie nötig ist, sollten Eltern frühzeitig mit dem Arzt besprechen. Solange die Fußfehlstellung nicht … Weiterlesen

Nackenschmerzen nach Schlaganfall

Wie entstehen Schmerzen nach einem Schlaganfall? Schmerzwahrnehmung ist eine Leistung des Gehirns. Bestimmte Hirnregionen sind an der Schmerzverarbeitung beteiligt und integrieren die sensorischen sowie affektiven Wahrnehmungsinhalte zum Gesamterlebnis «Schmerz». Was Menschen als schmerzhaft empfinden, ist also aus mehreren Komponenten zusammensetzt: Alle diese Komponenten werden in unterschiedlichen Bereichen im Gehirn verarbeitet und zum Erlebnis Schmerz zusammengefügt. … Weiterlesen

Schlafstörung nach neurologischer Erkrankung

Ursachen von Schlafstörungen 1. Psychiatrische Erkrankungen Mehr als die Hälfte aller Schlafstörungen sind Vorboten oder Begleitsymptome psychiatrischer Erkrankungen. Bei fast allen schweren Formen können Ein- und Durchschlafstörungen oder das Gefühl, tagsüber nicht erholt zu sein, auftreten. Ganz besonders häufig betroffen sind Patienten mit Depressionen, bei denen neben Ein- und Durchschlafstörungen ganz typisch ein Erwachen in den … Weiterlesen

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS)

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) umfasst Verfahren, die das Gehirn von aussen, also ohne Operation, stimulieren. Beispiele sind die transkranielle Magnetstimulation (TMS), die Magnetfelder nutzt, um Nervenzellen zu aktivieren oder zu hemmen, und die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), die schwache elektrische Ströme durch Elektroden an der Kopfhaut sendet. Diese Methoden werden in der Forschung und zur Behandlung verschiedener neurologischer und psychiatrischer … Weiterlesen

Was ist ein neurologischer Neglect?

Ein neurologischer Neglect ist eine Aufmerksamkeitsstörung, bei der Betroffene eine Körper- oder Raumhälfte nicht mehr wahrnehmen. Sie wird meist durch einen Schlaganfall verursacht, der zu einer Schädigung des Gehirns führt. Die betroffene Seite ist immer die, die der Hirnschädigung gegenüberliegt; eine Schädigung der rechten Gehirnhälfte führt typischerweise zu einem Vernachlässigen der linken Seite.  Neglect bzw. … Weiterlesen

Was ist Hemiparese?

Die Halbseitenlähmung ist die Lähmung einer Körperhälfte, die vollständig (Hemiplegie) der unvollständig (Hemiparese) ausgeprägt sein kann. Sie ist immer Symptom einer Grunderkrankung wie z. B. eines Schlaganfalls oder einer Schädigung des Gehirns aufgrund anderer Ursachen. Siehe auch :Mit einer Hemiplegie lebenHemiplegie (Glossar)

Basale Stimulation

Basale Stimulation ist eine Pflegemethode, die bei Schlaganfallpatienten eingesetzt wird, um deren gestörte Wahrnehmung, Körperorientierung und Kommunikation zu fördern. Durch gezielte Berührungen, Geräusche, Gerüche und andere taktile oder visuelle Reize werden die Sinne angeregt, was zu einer besseren Körperwahrnehmung, Orientierung und Lebensqualität führen kann. Beispiele sind das sanfte Ausstreichen des Körpers, das Verwenden von Gegenständen … Weiterlesen

Was passiert bei einer Hirnblutung?

Bei einer Hirnblutung reißt ein Blutgefäß im Schädel, wodurch Blut austritt und Hirngewebe schädigt oder durch erhöhten Druck verletzt. Dies ist ein medizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss und zu lebensbedrohlichen Folgen führen kann, wie Schlaganfall, neurologischen Ausfällen, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma. Die Behandlung hängt von der Schwere und Lage der Blutung ab … Weiterlesen

Elektrodenplatzierung TENS/EMS

Elektrodenplatzierung für isolierte Fingerbeugung. Die negative Elektrode wird weiter distal am Unterarm platziert, wo die Fingerbeuger unter den Handgelenksbeugern hervortreten. Die positive Elektrode wird über dem sehnigen Anteil der Beugefläche angebracht. Während der Stimulation beobachten Sie eine Beugung in den Metakarpophalangeal-, distalen Interphalangeal- und proximalen Interphalangealgelenken. Die Kontraktionsstärke wird mit 3 von 5 bewertet. Elektrodenplatzierung … Weiterlesen

Fingerflexion

Fingerbeugung (Flexion) ist die Bewegung der Finger in Richtung der Handfläche, wodurch sich der Winkel zwischen den Fingern und der Hand verringert. Diese Bewegung wird von verschiedenen Muskeln, den sogenannten Fingerbeugern, ausgeführt, die entweder im Unterarm (extrinsisch) oder in der Hand selbst (intrinsisch) liegen. Anwendungsbeispiele sind Greifbewegungen, das Ballen der Faust und andere alltägliche Aktivitäten, bei … Weiterlesen

LiN®Lagerung in Neutralstellung

Die LiN®-Lagerung (Lagerung in Neutralstellung) ist ein neurophysiologisches Positionierungskonzept, bei dem alle Körperabschnitte günstig zueinander positioniert werden, um einen tonusregulierenden Effekt auf die Körpermuskulatur zu erzielen und eine maximale Bequemlichkeit für den Patienten zu erzeugen (LiN-Arge, 2021). LiN® kann auch ergänzend beispielsweise bei Lagerungen nach dem Bobath-Konzept angewendet werden. Der folgende Artikel beschreibt, für welche Patienten die Lagerung in Neutralstellung besonders … Weiterlesen

90-Grad-Lagerung nach Bobath

Die 90-Grad-Lagerung nach dem Bobath-Konzept ist eine angepasste Seitenlage, die darauf abzielt, durch eine große Auflagefläche eine gute Positionierung zu erreichen, die Muskulatur zu stimulieren und den Tonus zu regulieren. Sie wird auf der betroffenen Seite durchgeführt, um durch den Auflagedruck die Eigenwahrnehmung zu fördern und die weniger betroffene Seite zu aktivieren. Wichtig ist die Verwendung … Weiterlesen

Mit einer Hemiplegie leben

Um mit einer Hemiplegie zu leben, konzentrieren Sie sich auf die Wiederherstellung der verlorenen Fähigkeiten durch frühzeitige Therapie und passen Sie den Alltag durch den Einsatz von Hilfsmitteln und Anpassungen an. Wichtige Schritte sind die Physiotherapie zur Kräftigung, Ergotherapie für alltägliche Aufgaben, Sprachtherapie bei Sprech- und Schluckproblemen sowie die Nutzung von Hilfsmitteln wie spezielle Bestecksets oder … Weiterlesen

F.O.T.T.®-Therapie-Konzept

Das F.O.T.T.®-Konzept ist eine Therapie für Menschen mit Störungen des Facio-Oralen Trakts (des Gesichts- und Mundbereichs), die durch neurologische Erkrankungen oder Entwicklungsstörungen verursacht werden. Es integriert Physiologie, neurowissenschaftliche Erkenntnisse und alltagsbezogene Aktivitäten, um Funktionen wie Atmen, Schlucken, Sprechen, Mimik und Nahrungsaufnahme zu verbessern. Die Therapie ist ein interdisziplinärer 24-Stunden-Ansatz, der Pflege, Therapie und Angehörige einbezieht und auf … Weiterlesen

Passive Bewegungsübungen

Passive Bewegungsübungen bieten Schlaganfallpatienten viele Vorteile, darunter die Reduzierung von Spastik und die Verbesserung der Mobilität. Bei diesen Übungen wird eine externe Kraft, beispielsweise durch einen Therapeuten oder die nicht betroffenen Extremitäten, eingesetzt, um die betroffenen Gelenke zu bewegen. Da passive Bewegungsübungen für Schlaganfallpatienten nicht voraussetzen, dass sich der Betroffene selbstständig bewegen kann, sind sie … Weiterlesen