Ist eine “Streifung” gleich Schlaganfall?

Ja, eine «Streifung» (in der Schweiz auch «Schlägli» genannt) ist ein medizinischer Notfall und ein ernstes Warnsignal für einen drohenden, oft schweren Schlaganfall. Fachlich handelt es sich um eine sogenannte transitorische ischämische Attacke (TIA), bei der die Symptome – wie bei einem Schlaganfall – auftreten, aber innerhalb von 24 Stunden, meist sogar nach wenigen Minuten, wieder vollständig … Weiterlesen

ESTREL – Studie zur Regeneration nach Schlaganfall der Universität Basel

Das Parkinson-Medikament «Levodopa» könnte die motorische Erholung nach einem Schlaganfall verbessern. Diese Frage wird nun in einem randomisierten Ansatz getestet. Bei der Akutbehandlung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt. Hierzu gehören die konsequente Behandlung in zertifizierten Stroke Units und Stroke Centers wie auch der Einsatz von akut revaskularisierenden Therapien. … Weiterlesen

Tipps wie Sie Ihre Fähigkeiten verbessern können

Die Reha nach einem Schlaganfall ist keine einfache Sache. Trotzdem ist sie für viele Patienten der Weg zurück in das altbekannte Leben. Diese Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Heilungschancen nach einem Schlaganfall maximieren können: 1. Finden Sie die beste Schlaganfall-Reha für sich Jedem Betroffenen helfen andere Methoden. Um Ihre Heilungschancen zu maximieren, ist es … Weiterlesen

Selbstmotivierung nach Schlaganfall

Selbstmotivierung nach einem Schlaganfall ist entscheidend für den Reha-Erfolg, da Konsequenz die Neuroplastizität fördert. Setzen Sie kleine, erreichbare Ziele, integrieren Sie Übungen als Routine in den Alltag und nutzen Sie mentale Bilder. Positive Verstärkung durch Lob, Training in der Gruppe oder mit therapeutischen Hilfsmitteln steigert die Motivation.  Hier sind bewährte Strategien zur Förderung der Eigenmotivation: Die … Weiterlesen

Beeindruckende Fähigkeit des Gehirns

Nach einem Schlaganfall sind viele Patientinnen und Patienten von Einschränkungen betroffen. Das können zum Beispiel Lähmungen, Seh- oder Sprachstörungen sein. Doch mithilfe geeigneter Therapien haben Betroffene die Chance, verlorene Fähigkeiten neu zu erlernen. Die sogenannte Neuroplastizität des Gehirns macht es möglich. Bei einem Schlaganfall kommt es, ausgelöst durch einen Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung, zu einer Mangeldurchblutung … Weiterlesen

Konfabulationen nach einem Schlaganfall

Konfabulationen nach einem Schlaganfall sind unbewusste Gedächtnislückenfüller, bei denen Betroffene erfundene oder verwechselte Geschichten als Wahrheit erzählen, ohne bewusst zu lügen. Sie treten häufig bei Schädigungen im Frontallappen oder basalen Vorderhirn auf, oft in Verbindung mit Verwirrtheit, Desorientierung oder der Anosognosie.  Wichtige Aspekte zu Konfabulationen: Umgang mit Betroffenen: Konfabulationen können besonders bei spezifischen Syndromen wie dem Anton-Syndrom … Weiterlesen

Alkohol nach einem neurologischen Ereignis

Alkohol nach einem neurologischen Ereignis (z.B. Schlaganfall, Hirnblutung, Schädel-Hirn-Trauma) ist generell zu vermeiden, da er die Regeneration des Gehirns massiv stört, Entzündungen fördert und Nervenzellen direkt schädigt. Konsum kann das Risiko für Folgeschäden, epileptische Anfälle und chronische Störungen, wie die alkoholbedingte Demenz, deutlich erhöhen.  Wichtige Aspekte zu Alkohol und neurologischen Ereignissen: Disclaimer: Dies ersetzt keine ärztliche Beratung. … Weiterlesen

ADHS-ähnliche Symptome nach Schlaganfall

ADHS-ähnliche Symptome wie Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Unruhe sind häufige neurologische Folgen eines Schlaganfalls, da das geschädigte Gehirn Aufgaben nur noch eingeschränkt verarbeiten kann. Etwa 80 % der Betroffenen leiden unter Aufmerksamkeitsdefiziten. Dies ist oft eine direkte Folge der Hirnverletzung, insbesondere bei Schädigungen des Frontalhirns, und kann auch langfristig bestehen bleiben.  Es ist wichtig, diese Symptome … Weiterlesen

Modulation der Neuroplastizität

Die Modulation der Neuroplastizität bezeichnet die gezielte Beeinflussung der strukturellen und funktionellen Anpassungsfähigkeit des Gehirns, um neuronale Netzwerke zu reorganisieren und Heilungsprozesse, wie nach Schlaganfällen, zu fördern. Dies geschieht durch intensives Training (Physio-, Ergo-, Logopädie), kognitive Herausforderungen, neurowissenschaftliche Ansätze wie Hirnstimulation (TMS, tDCS) oder pharmakologische Interventionen.  Wichtige Ansätze zur Modulation der Neuroplastizität: Die Modulation der Neuroplastizität … Weiterlesen

Mobilisation einer Person mit Halbseitenlähmung (Hemiparese/-plegie)

Die Mobilisation einer Person mit Halbseitenlähmung (Hemiparese/-plegie) zielt darauf ab, die Selbstständigkeit durch frühe Aktivierung, oft nach dem Bobath-Konzept, zu fördern. Schlüsselelemente sind die Einbindung der betroffenen Seite, Sitzübungen an der Bettkante, korrektes Aufstehen über die betroffene Seite und die Nutzung von Hilfsmitteln. Sicherheitsaspekte (festes Schuhwerk, Sturzprophylaxe) stehen im Vordergrund.  Grundprinzipien der Mobilisation  Schritt-für-Schritt: Aufsetzen … Weiterlesen

Repetitive periphere Magnetstimulation

Die repetitive periphere Magnetstimulation (rPMS) ist ein nicht-invasives Verfahren, das durch starke Magnetfelder periphere Muskeln und Nerven stimuliert, um motorische Funktionen nach einem Schlaganfall zu verbessern. Sie wird zur Reduzierung von Spastik und Förderung der Arm-/Handfunktion eingesetzt, wobei Studien jedoch noch begrenzte Evidenz zur generellen Wirksamkeit zeigen.  Wichtige Aspekte der rPMS nach Schlaganfall: Unterschied zur rTMS (Transkranielle Magnetstimulation):Während … Weiterlesen

Neuroathletik

Klingt nach Science-Fiction, ist aber Trainingsrealität: mit gezielten Übungen dein Gehirn so trainieren, dass sich deine Beweglichkeit verbessert, Schmerzen nachlassen, deine Reaktionszeit kürzer wird – und sogar deine Augen fitter werden. Doch genau das verspricht Neuroathletik. Was als Geheimtipp im Leistungssport begann, wird inzwischen auch im Alltag, in der Therapie und im Gesundheitstraining genutzt. Erfahre … Weiterlesen

Neuropsychologie

Die Neuropsychologie ist ein interdisziplinäres Teilgebiet der Psychologie und Neurowissenschaften, das den Zusammenhang zwischen Hirnfunktionen (Struktur/Physiologie) und menschlichem Erleben, Denken und Verhalten erforscht. Sie diagnostiziert und behandelt kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Störungen, die durch Hirnschädigungen (Schlaganfall, Unfall, Tumor, Demenz) verursacht werden.  Kernbereiche der Neuropsychologie: Neuropsychologen sind spezialisierte Psychologen oder Ärzte, die mit Disziplinen wie Neurologie, … Weiterlesen

Antriebslosigkeit nach Schlaganfall

Antriebslosigkeit, oft in Form von Post-Stroke Fatigue (PSF) oder Depression, ist eine häufige Folge nach einem Schlaganfall. Sie resultiert aus erhöhtem Energiebedarf des Gehirns zur Reparatur, körperlichen/kognitiven Schäden oder psychischer Überlastung. Etwa jeder Dritte ist betroffen, wobei Symptome wie tiefe Erschöpfung, Interessensverlust und Müdigkeit oft monatelang anhalten.  Ursachen und Hintergründe Symptome der Antriebslosigkeit Umgang und Hilfsmöglichkeiten … Weiterlesen

Mentale Stärke nach Schlaganfall aufbauen

Mentale Stärke nach einem Schlaganfall aufzubauen erfordert Geduld, da Depressionen (bei ca. 1/3 der Betroffenen), Ängste, Antriebslosigkeit und Wesensveränderungen häufige Folgen sind. Professionelle Hilfe durch Neurologen und Psychologen ist essenziell, um durch Therapien wie kognitive Verhaltenstherapie, Achtsamkeit oder Medikamente die psychische Gesundheit zu stabilisieren.  Wichtige Schritte zur mentalen Stärkung: Der Prozess der mentalen Bewältigung ist oft langwierig, aber viele Persönlichkeitsveränderungen … Weiterlesen

Spitzfuß (Pes equinus) nach Schlaganfall

Ein Spitzfuß (Pes equinus) nach Schlaganfall ist eine häufige, meist spastikbedingte Fehlstellung, bei der der Fuß durch erhöhte Wadenmuskelspannung dauerhaft nach unten gestreckt ist. Er führt zu Gangstörungen, Stolpergefahr, Schmerzen und kann zu Kontrakturen (irreversible Verkürzung) führen. Die Therapie umfasst Physiotherapie, Botox-Injektionen, Orthesen und ggf. Operationen.  Ursachen und Erscheinungsbild Behandlungsmöglichkeiten Frühzeitige therapeutische Maßnahmen sind entscheidend, um … Weiterlesen

Angst vor Stürzen nach einem Schlaganfall

Angst vor Stürzen nach einem Schlaganfall ist weit verbreitet, kann aber durch schrittweises Training, gezielte Physiotherapie und psychologische Unterstützung überwunden werden. Wichtig sind der Wiederaufbau von Selbstvertrauen durch kleine Erfolge, der Einsatz von Hilfsmitteln und das schrittweise Wiederaufnehmen von Alltagsaktivitäten.  Strategien zur Überwindung der Angst vor Stürzen: Es ist wichtig, trotz Angst aktiv zu bleiben und den … Weiterlesen

Neuropathie nach dem Schlaganfall

Schmerzen verstehen und behandeln. Eine nach einem Schlaganfall auftretende Neuropathie kann schwierig zu diagnostizieren sein, glücklicherweise gibt es jedoch Möglichkeiten zur Behandlung. Bevor Sie eine Behandlung in Betracht ziehen, ist es wichtig, die verschiedenen Arten einer schlaganfallbedingten Neuropathie zu verstehen. Kann ein Schlaganfall zu einer Neuropathie führen? Viele Patienten fragen sich, ob ihr Schlaganfall eine … Weiterlesen

Epilepsie-Anfallsformen

Man unterscheidet zwei Hauptformen epileptischer Anfälle, den generalisierten und den fokalen Anfall. Ein generalisierter Anfall liegt vor, wenn von Anfang an das ganze Gehirn von Entladungen der Nervenzellen erfasst wird. Finden die Entladungen nur an einem Ort im Gehirn statt, dem so genannten Herd oder Fokus, so spricht man von einem fokalen Anfall. Breiten sich die … Weiterlesen

Thalamusinfarkt

Ein Thalamusinfarkt ist ein seltener ischämischer Schlaganfall (3–4 % aller Fälle), bei dem ein Verschluss der Blutversorgung (meist Arteria basilaris oder cerebri posterior) zum Absterben von Gewebe im Thalamus führt. Der Thalamus, als „Tor zum Bewusstsein“, führt zu schweren sensorischen Störungen, Taubheitsgefühlen, Lähmungen, Gedächtnisverlust oder dem chronischen Thalamusschmerzsyndrom.  Wichtige Fakten zum Thalamusinfarkt: Spezielle Syndrome: Die Diagnose erfolgt … Weiterlesen