Wiedereingliederung nach längerer Krankheit

Die Wiedereingliederung ist die stufenweise Rückführung von Arbeitnehmern an ihren Arbeitsplatz nach längerer Krankheit (oft „Hamburger Modell“), um die volle Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Sie erfolgt trotz fortdauernder Arbeitsunfähigkeit, basiert auf ärztlicher Empfehlung, ist meist befristet und zielt auf eine schonende Gewöhnung ab. Zur Checkliste für eine Wiedereingliederung in Deutschland. Wichtige Aspekte der Wiedereingliederung: In der Schweiz beinhaltet die berufliche … Weiterlesen

Behörden‑Dschungel nach neurologischer Erkrankung

Der nachfolgende Artikel bezieht sich primär auf die Situation in der Schweiz. Unsere in Deutschland ansässigen Mitglieder, klicken bitte hier um zur Situation in Deutschland zu gelangen. Nach einer neurologischen Erkrankung geraten viele Menschen in der Schweiz in einen regelrechten Behörden‑Dschungel. Das liegt nicht an dir – das System ist komplex, fragmentiert und oft schlecht … Weiterlesen

Kopfschmerzen nach einer neurologischen Erkrankung

Kopfschmerzen nach einer neurologischen Erkrankung (sekundäre Kopfschmerzen) sind ein ernstzunehmendes Symptom, das auf Schäden, Entzündungen oder Blutungen im Gehirn hinweisen kann. Sie treten häufig nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata (SHT), Hirnhautentzündungen oder Hirnblutungen auf. Eine sofortige ärztliche Abklärung ist bei neuen, plötzlichen oder starken Schmerzen dringend erforderlich, besonders wenn sie von Fieber, Lähmungen oder Sprachstörungen begleitet werden. Häufige … Weiterlesen

Der Drahtseilakt nach der Reha – Wie geht es weiter?

Dieses Gefühl, zwischen zwei Welten zu balancieren: der geschützten, strukturierten Reha-Klinik und dem echten Leben, das plötzlich wieder auf dich wartet, aber sich gleichzeitig fremd anfühlen kann. Die Rückkehr nach Hause nach einer neurologischen Reha fühlt sich für viele wie ein Drahtseilakt an. In der Reha gab es Struktur, Unterstützung und Menschen, die verstanden haben, … Weiterlesen

Tinnitus nach neurologischen Erkrankungen

Tinnitus nach neurologischen Erkrankungen tritt häufig (10–20 % der Fälle) auf und ist meist ein subjektives Symptom. Ursachen sind oft Multiple Sklerose, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Traumata, Tumore, Gefäßmissbildungen (pulsatiler Tinnitus) oder neurodegenerative Prozesse. Auch Entzündungen des ZNS können Tinnitus verursachen. Diagnostisch sind HNO-Untersuchungen sowie MRT und Doppler-Sonografie nötig.  Häufige neurologische Zusammenhänge: Diagnose und Behandlung: Bei plötzlichem Auftreten oder pulssynchronem Tinnitus … Weiterlesen

Warum Flüssigkeit bei neurologischen Erkrankungen so entscheidend ist

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für Menschen mit neurologischen Erkrankungen besonders wichtig, weil selbst leichte Dehydrierung die Gehirnleistung, Stimmung, Konzentration und körperliche Belastbarkeit messbar verschlechtert. Studien zeigen, dass bereits ein Flüssigkeitsmangel von rund 2 % die neuronale Funktion beeinträchtigt und Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder kognitive Einbrüche verstärken kann. Warum Flüssigkeit bei neurologischen Erkrankungen so entscheidend ist Das … Weiterlesen

Wiederbelebungsmaßnahmen (Reanimation)

Wiederbelebungsmaßnahmen (Reanimation) sind bei Herzstillstand lebensrettend. Die Kernschritte sind: Prüfen (Bewusstsein/Atmung), Rufen (Notruf 112) und Drücken (Herzdruckmassage). Nachfolgend 30-mal fest (5-6 cm) und schnell (100-120/Min) auf die Mitte des Brustkorbs drücken, gefolgt von 2 Beatmungen. Nicht zögern – sofort starten!.  Schritt-für-Schritt-Anleitung der Wiederbelebung (Erwachsene): Wichtig: Führen Sie die Maßnahmen ununterbrochen durch, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Person wieder normale Anzeichen von … Weiterlesen

Einen Notruf korrekt absetzen

Ein Notruf (112) wird korrekt abgesetzt, indem man Ruhe bewahrt und die 5 W-Fragen beantwortet: Wo, Was, Wie viele, Welche Art von Verletzungen und Warten auf Rückfragen. Wichtig ist, den Standort präzise zu nennen (Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk) und das Gespräch erst zu beenden, wenn die Leitstelle auflegt. Die 5 W-Fragen im Detail: Wichtige Hinweise Warten auf Rückfragen: Legen Sie nicht auf! … Weiterlesen

Atypische Hirnblutung (Lobärblutung)

Eine atypische Hirnblutung, oft als Lobärblutung bezeichnet, ist eine Blutung im Gehirngewebe außerhalb der typischen Stammganglienregionen, meist in den Hirnlappen. Sie tritt häufig bei älteren Patienten auf, oft durch zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) verursacht, und äußert sich schlagartig durch Kopfschmerzen, Lähmungen oder Krampfanfälle.  Wichtige Fakten zur atypischen Hirnblutung: Atypische Hirnblutungen unterscheiden sich von typischen Blutungen durch ihre … Weiterlesen

Einfluss des Wetters auf das Schlaganfall-Risiko

Besonders im Frühling und im Herbst verändert sich das Wetter schlagartig und die Temperaturen schwanken zwischen sommerlich warmen Tagen und Minusgraden. Viele Menschen reagieren sensibel auf diese Wetterveränderungen und klagen über Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit. Auch Schlaganfall-SpezialistInnen stellen einen Zusammenhang zwischen Wetterveränderungen und dem Auftreten von Schlaganfällen fest. Diese Beobachtungen veranlasste mehrere Forschungsgruppen in den letzten Jahren … Weiterlesen

Neuroregeneration 

Die Neuroregeneration umfasst die Reparatur, das Wachstum und die funktionelle Wiederherstellung von Nervenzellen, Axonen und Synapsen nach Verletzungen oder bei Erkrankungen. Sie ist hochgradig vom Nervensystemtyp abhängig: Während sie im peripheren Nervensystem (PNS) durch Schwann-Zellen möglich ist, ist sie im zentralen Nervensystem (ZNS) durch hemmende Faktoren stark begrenzt. Wichtige Aspekte der Neuroregeneration: Die Forschung konzentriert sich darauf, die … Weiterlesen

Plötzliche starke Nackenschmerzen

Plötzliche, sehr starke Nackenschmerzen, oft begleitet von Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen oder Horner-Syndrom, können auf eine gefährliche Arterienissektion (Riss der Halsgefäße) als Ursache eines Schlaganfalls hindeuten. Besonders bei jungen Menschen ist dies ein Warnsignal, das sofortige notärztliche Hilfe (112) erfordert. Wichtige Anzeichen für Nackenschmerzen in Verbindung mit einem Schlaganfall: Wann sofort der Notarzt gerufen werden muss:Bei Kombination von Nackenschmerzen … Weiterlesen

Großbaustelle Gehirn

  ​Baustelle Gehirn: Warum Neuroregeneration wie der Straßenbau funktioniert ​Das menschliche Gehirn ist das komplexeste Infrastrukturnetzwerk der Welt. Milliarden von Nervenzellen (Neuronen) sind durch „Datenautobahnen“, die Axone, miteinander verbunden. Doch was passiert, wenn ein schweres Ereignis – sei es ein Schlaganfall oder eine traumatische Verletzung – dieses Netzwerk unterbricht? ​Die Wissenschaft der Neuroregeneration zeigt uns, … Weiterlesen

Schlaganfall im Schlaf

Ein Schlaganfall im Schlaf, oft als “Wake-Up Stroke” bezeichnet, tritt auf, wenn Symptome wie Lähmungen, Sprachstörungen oder Schwindel direkt beim Aufwachen bemerkt werden. Etwa 20-25 % der Schlaganfälle ereignen sich nachts. Das Hauptproblem ist der unbekannte Zeitpunkt des Auftretens, was die Akuttherapie (wie Thrombolyse oder mechanische Thrombektomie) erschwert. Spezialisierte MRT-Untersuchungen helfen jedoch, den Zeitpunkt einzugrenzen.  Wichtige Fakten zum Schlaganfall … Weiterlesen

Wie entsteht eine Spastik?

Eine Spastik ist keine eigenständige Krankheit, sondern ein Symptom, das durch eine Schädigung des zentralen Nervensystems (ZNS) – also des Gehirns oder des Rückenmarks – entsteht.  Der Entstehungsprozess im Detail Normalerweise stehen Muskeln und Nervensystem in einem ständigen Austausch. Das Gehirn sendet Signale, um Muskeln anzuspannen oder zu entspannen, und das Rückenmark verarbeitet Reflexe. Bei einer Spastik ist dieser … Weiterlesen

Schlafphasen

Schlafphasen sind wiederkehrende Zyklen (ca. 90-120 Min.), bestehend aus Einschlafen, Leichtschlaf, Tiefschlaf und REM-Schlaf (Traumphase). Ein Erwachsener durchläuft diese Phasen 4-5 Mal pro Nacht. Tiefschlaf regeneriert den Körper, während der REM-Schlaf wichtig für die mentale Verarbeitung ist.  Die vier Phasen im Detail: Wichtige Erkenntnisse: Hat Schlaf Einfluss auf den Blutdruck? Der Körper regeneriert sich im Schlaf, … Weiterlesen

Gesunder Schlaf nach neurologischen Erkrankung

Gesunder Schlaf ist nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall, Parkinson) essenziell für die Neurorehabilitation, da er die Neuroplastizität fördert, kognitive Funktionen verbessert und die Regeneration geschädigter Nervennetzwerke unterstützt. Feste Schlafenszeiten, ein abgedunkeltes Schlafzimmer, Verzicht auf Alkohol/Koffein und tägliches Tageslicht sind entscheidend.  Warum Schlaf nach neurologischen Schäden so wichtig ist Tipps für einen gesunden Schlaf (Schlafhygiene) Umgang … Weiterlesen

Farblichttherapie

Die Farbtherapie (Farblichttherapie) nach einem Schlaganfall kann unterstützend wirken, um Stimmung, Schlaf und motorische Unruhe zu verbessern. Sie nutzt farbiges Licht (z.B. durch Lampen oder Brillen), um Nervensystem und Psyche positiv zu beeinflussen, etwa durch beruhigendes Blau oder aktivierendes Rot.  Wirkungen von Farben nach einem Schlaganfall: Anwendungsmöglichkeiten: Wichtige Hinweise:Die Farbtherapie ist eine unterstützende Maßnahme und ersetzt … Weiterlesen

COVID-19 kann das Schlaganfall Risiko erhöhen

Corona (COVID-19) kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Studien zeigen, dass insbesondere in den ersten zwei Wochen nach einer Infektion das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte deutlich ansteigt, bedingt durch entzündliche Prozesse und eine erhöhte Thromboseneigung. Wichtige Fakten zum Zusammenhang: Hinweis: Dies ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei Symptomen wie einseitiger Lähmung, Sprachstörungen oder plötzlicher … Weiterlesen

Sialorrhoe (Speichelfluss/Sabbern) nach Schlaganfall

Sialorrhoe (übermäßiger Speichelfluss/Sabbern) nach einem Schlaganfall ist meist Folge einer neurogenen Dysphagie (Schluckstörung) und Muskelschwäche im Mund-Gesichts-Bereich, nicht unbedingt einer Überproduktion. Sie ist gut behandelbar, z.B. durch Logopädie, Botulinumtoxin-Injektionen oder Medikamente, und sollte frühzeitig therapiert werden, um soziale Isolation und Komplikationen wie Hautentzündungen zu vermeiden.  Ursachen und Folgen Therapiemöglichkeiten AnsprechpartnerErste Ansprechpartner sind Hausärzte, Neurologen sowie Hals-Nasen-Ohren-Ärzte … Weiterlesen