Bluthochdruck “tickende Zeitbombe” für das Gehirn

Bluthochdruck gilt als “tickende Zeitbombe” für das Gehirn, da er langfristig feine Gefäße schädigt, das Risiko für Schlaganfälle erhöht und die Bildung von Hirnaneurysmen fördert. Chronische Hypertonie kann zu Demenz, kognitiven Beeinträchtigungen und lebensgefährlichen Hirnblutungen führen, oft ohne vorherige Symptome.  Die Gefahren im Überblick: Empfehlungen: Hinweis: Aneurysmen werden oft zufällig entdeckt und 90-95% bleiben über Jahre … Weiterlesen

Vernichtungskopfschmerz

Vernichtungskopfschmerz (Donnerschlagkopfschmerz) ist ein medizinischer Notfall, gekennzeichnet durch plötzlich einsetzende, extremste Schmerzen, die ihr Maximum innerhalb von 60 Sekunden erreichen. Häufigste Ursache ist eine Subarachnoidalblutung (SAB), weshalb sofort ein CT/MRT erfolgen muss. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, z.B. Aneurysmaclipping oder Blutdruckmanagement.  Wichtige Informationen: Notfallmaßnahmen: Bei Verdacht sofort den Notarzt (112) rufen. Wie fühlen sich Vernichtungskopfschmerzen … Weiterlesen

Atmung & Psyche – dein direkter Draht zum Nervensystem

Die Atmung ist die einzige autonome Körperfunktion, die wir bewusst steuern können. Damit gibt sie uns direkten Zugriff auf unser vegetatives Nervensystem. Das bedeutet: Über die Atmung können wir Angst dämpfen, Panikattacken abbremsen und Stress reduzieren. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass ihre Gedanken ruhiger werden, sobald die Atmung ruhiger wird. Atmung ist praktisch der Not-Aus-Schalter für Chaos im Kopf. Wie … Weiterlesen

Reha-Bericht bescheinigt arbeitsfähig – Was nun?

Ein Reha-Bericht, der “arbeitsfähig” bescheinigt, ist oft nur eine Prognose, die behandelnde Ärzte durch eigene Krankschreibungen überstimmen können. Betroffene sollten den Bericht genau prüfen, da er Auswirkungen auf Krankengeld oder Rente hat. Bei Diskrepanzen zwischen Reha-Urteil und eigenem Befinden ist zeitnahes Handeln (Widerspruch, Arztbesuch) wichtig.  Wichtige Aspekte bei arbeitsfähiger Entlassung: Reha-Bericht umgehend prüfen. Bei abweichendem Befinden … Weiterlesen

Atemübungen bei neurologischen Erkrankungen

Atemübungen bei neurologischen Erkrankungen (z.B. Parkinson, MS, Schlaganfall) verbessern die Sauerstoffversorgung, mobilisieren den Brustkorb, lösen Verspannungen und beruhigen das vegetative Nervensystem. Effektive Techniken umfassen die Lippenbremse, Bauchatmung, gezieltes Atemmuskeltraining (3-5x/Woche) und beruhigende Methoden wie die 4-7-8-Technik, die Stress und Ängste reduzieren.  Wichtige Übungen und Techniken: Wichtige Hinweise: Die Atmung – Verbindung von Körper und Geist Die … Weiterlesen

Schlaganfälle sind behandelbar, aber Mythen gefährden Leben

Schlaganfälle sind behandelbar, aber Mythen gefährden Leben. Die wichtigsten Fakten: Ein Schlaganfall ist keine reine Alterskrankheit, kann jeden treffen, und bei Symptomen zählt jede Minute (Notruf 112/144). “Leichte” Schlaganfälle (TIAs) sind ernste Warnsignale. Schnelles Handeln rettet Gehirnzellen und ermöglicht oft eine gute Genesung.  Hier sind die gängigsten Mythen und Fakten: Anmerkung: Bei Verdacht immer sofort den … Weiterlesen

Ständige Alarmbereitschaft nach neurologischen Erkrankung

Ständige Alarmbereitschaft nach einer neurologischen Erkrankung (Hyperarousal) ist ein Zustand chronischer Überreizung, bei dem das Nervensystem auch in Ruhe “Kampf-oder-Flucht”-Signale sendet. Dies kann durch traumatische Erfahrungen, Schmerzen oder das Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems entstehen. Es ist essenziell, dies neurologisch abzuklären und durch Entspannungstechniken, Schlafhygiene sowie psychologische Unterstützung zu behandeln.  Ursachen und Mechanismen Symptome der ständigen Alarmbereitschaft  … Weiterlesen

Sensibilität nach einem Schlaganfall

Sensibilität (emotional oder körperlich) nach einem Schlaganfall ist häufig und umfasst Wesensveränderungen (Reizbarkeit, Trauer, Enthemmung), Affektinkontinenz (unwillkürliches Lachen/Weinen) sowie körperliche Empfindungsstörungen (Kribbeln, Brennen, Taubheit, Schmerzen). Ursachen sind hirnorganische Schäden, biochemische Veränderungen oder die psychische Krankheitsverarbeitung.  Häufige emotionale und körperliche Veränderungen: Unterstützung und Behandlung: Auch Schreckhaftigkeit nach einem Schlaganfall ist eine häufige Folge, die oft auf ein erhöhtes … Weiterlesen

“Leises-” & “Lautes-” Aneurysma

Ein Aneurysma ist eine krankhafte, dauerhafte Ausbuchtung einer Arterienwand. Ein “leises” Aneurysma verursacht über Jahre keine Symptome und wird meist zufällig entdeckt. Ein “lautes” Aneurysma äußert sich durch Schmerzen oder Druck auf Nachbarorgane und ist durch ein hohes Rupturrisiko (Einreißen) gekennzeichnet. Wichtige Fakten im Überblick: Aneurysmen treten am häufigsten an der Bauchschlagader (Bauchaortenaneurysma) auf. Welches Aneurysma ist am gefährlichsten? Aneurysmen … Weiterlesen

Egoshooter zur Rehabilitation nach Schlaganfall

Counter‑Strike als Metapher für neurologische Rehabilitation ist ein überraschend kraftvolles Werkzeug – nicht, weil man das Spiel selbst spielt, sondern weil seine Mechaniken, Perspektive und Struktur perfekt zu motorischem Lernen, Motor Imagery und repetitiven Reha‑Prozessen passen. First Person‑Perspektive = Körper‑Ich‑Aktivierung Die Ego‑Perspektive ist ein Geschenk für die Reha: Sie stärkt das Gefühl „Ich steuere meinen … Weiterlesen

Den Schock nach einer neurologischen Erkrankung verarbeiten.

Ein neurologisches Ereignis – egal ob Schlaganfall, Hirnblutung, Unfall oder etwas anderes – trifft Menschen oft wie ein Erdbeben. Der Körper verändert sich plötzlich, das Selbstbild wankt, und das Nervensystem selbst ist überfordert. Dass sich das wie ein Schock anfühlt, ist nicht nur normal, sondern biologisch nachvollziehbar. Was im Schock passiert Das ist kein Zeichen … Weiterlesen

Wie reagiert unser Gehirn auf Gefahr und Bedrohung?

Das Gehirn reagiert auf Gefahren mit einem blitzschnellen Notprogramm (Kampf-oder-Flucht-Reaktion), primär gesteuert durch die Amygdala (Angstzentrum). Sie löst die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol aus, was Herzfrequenz, Atmung und Muskelspannung erhöht. Der präfrontale Kortex (Denken) wird gedrosselt, der Hippocampus (Bewertung) überbrückt.  Die wichtigsten Mechanismen bei Gefahr: Langfristige Folgen:Chronischer Stress kann die Amygdala vergrößern und … Weiterlesen

Blutdruck Management

Der Blutdruck ist ein bedeutender Faktor für den Gesundheitszustand des Herz-Kreislauf-Systems. Erhöhte Werte können auf ernsthafte Erkrankungen wie Herzkrankheiten oder ein Risiko für Schlaganfall hinweisen. Die regelmässige Überwachung des Blutdrucks ist daher entscheidend für die Prävention und Früherkennung von kardiovaskulären Gesundheitsproblemen. Blutdruck Definition Damit das Blut durch die Blutgefässe zu den Organen und den Geweben … Weiterlesen

Geruchstraining nach einem Schlaganfall

Ein gezieltes Geruchstraining nach einem Schlaganfall kann helfen, den beeinträchtigten Geruchssinn durch Stimulation der Riechrezeptoren wiederherzustellen. Es wird empfohlen, über 6–9 Monate hinweg zweimal täglich intensiv an vier verschiedenen, starken Düften (z. B. Rose, Nelke, Eukalyptus, Zitrone) für je 10 Sekunden zu riechen.  Wichtige Informationen zum Geruchstraining: Hintergrund:Ein Schlaganfall kann die Riechbahnen im Gehirn schädigen. … Weiterlesen

Riechstörungen nach einem Schlaganfall

Riechstörungen nach einem Schlaganfall, wie vermindertes Riechvermögen (Hyposmie) oder völliger Verlust (Anosmie), betreffen bis zu ein Drittel der Patienten und beruhen auf Schädigungen in den Verarbeitungsbereichen des Gehirns. Auch Geruchshalluzinationen (Phantosmie) sind häufiger. Eine Rehabilitation kann die Funktion oft verbessern, wobei Heilungschancen variieren.  Wichtige Aspekte der Riechstörung nach Schlaganfall: Empfehlungen:Es ist ratsam, einen HNO-Arzt aufzusuchen, um … Weiterlesen

Tagesgestaltung nach neurologischen Erkrankung

Die Tagesgestaltung nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall, MS, Hirnverletzung) erfordert eine feste Struktur, ausgewogene Ruhepausen, gezielte (Ergo-)Therapien und aktivierende Maßnahmen zur Förderung der Selbstständigkeit. Ein strukturierter Alltag mit Einbezug betroffener Körperseiten, bewusster Ernährung und Reizminimierung (Lärm, Licht) hilft, Überforderung zu vermeiden und die Rehabilitation zu unterstützen.  Grundpfeiler der Tagesstruktur: Tagesablauf gestalten: Unterstützungsangebote: Die individuelle … Weiterlesen

Kann das Gehirn Schmerzen empfinden?

Bei Kopfschmerzen scheint der Schmerz direkt in meinem Gehirn zu pochen. Aber es werden doch auch Operationen am Gehirn bei vollem Bewusstsein durchgeführt. Kann das Gehirn also überhaupt Schmerzen empfinden? Das Gehirn selbst empfindet keinen Schmerz. Was es generell für eine Schmerzweiterleitung braucht, ist ein in den schmerzempfindlichen Geweben befindlicher Rezeptor. Dabei handelt es sich um … Weiterlesen

Agoraphobie (Angststörung) nach neurologischen Erkrankung

Agoraphobie nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall, MS, Epilepsie) entsteht oft durch Panikattacken, die aus Angst vor Kontrollverlust oder Schwindel an bestimmten Orten (Menschenmengen, Alleinsein) resultieren. Betroffene meiden Situationen, in denen Flucht schwierig erscheint, was den Aktionsradius stark einschränkt. Eine frühzeitige, kombinierte Behandlung aus Psychotherapie und ggf. Medikation ist entscheidend.  Wichtige Aspekte bei Agoraphobie nach neurologischen … Weiterlesen

Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind Schmerzempfindungen im Kopf-, Nacken- oder Gesichtsbereich, oft verursacht durch Stress, Verspannungen oder Flüssigkeitsmangel. Die häufigsten Arten sind Spannungskopfschmerzen (drückend) und Migräne (pulsierend, oft mit Übelkeit). Hilfe bieten Ruhe, viel Trinken, Pfefferminzöl oder Schmerzmittel, während Entspannung und Sport vorbeugen.  Hier sind die wichtigsten Aspekte zu Kopfschmerzen: Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei häufigen … Weiterlesen

Arten von Schwindel

Schwindel wird hauptsächlich in Drehschwindel (Umgebung dreht sich), Schwankschwindel (Boden schwankt), Liftschwindel (Aufzuggefühl) und Benommenheitsschwindel unterschieden. Er entsteht oft durch Störungen im Gleichgewichtsorgan (vestibulär), psychischen Stress, Herz-Kreislauf-Probleme oder Halswirbelsäulen-Verspannungen (HWS-Schwindel). Häufige Formen sind der gutartige Lagerungsschwindel, Morbus Menière und psychogener Schwindel.  Die wichtigsten Schwindelarten im Überblick: Die Diagnose erfolgt oft durch Augenbewegungsanalysen (Nystagmus) und die Art des … Weiterlesen