Tipps zum Evakuieren von mobil eingeschränkten Personen

Gezielte Evakuierung

    Zuerst evakuiert man die Leute, die sich in dem Raum befinden, in dem es brennt. Personen in den angrenzenden Räumen sollten ihre Türen geschlossen halten. Eine feuerfeste Tür hält das Feuer normalerweise für 30 Minuten zurück. Einige Brandschutztüren – die sich normalerweise zwischen den Fluren befinden- halten das Feuer sogar 60 Minuten zurrück.

    Mobil eingeschränkte Personen evakuieren

      Ältere und Krankenhauspatienten sind oft in ihrer Mobilität teilweise oder ganz eingeschränkt. Sie benötigen Hilfe vom Pflegepersonal oder anderen Helfern des Evakuierungsteams, um in eine Sicherheitszone gebracht zu werden.

      Sie können eine Matratze oder ein Betttuch verwenden, um nicht mobile Personen aus dem Bett herauszuholen. Es ist oft leichter, sie über den Boden zu ziehen, als sie in einen Rollstuhl zu legen.

      Sie dürfen die Aufzüge im Falle eines Feueralarms nicht benutzen. Vermeiden Sie Treppen so weit wie möglich. Verwenden Sie bei Bedarf einen Evakuierungsstuhl.

      Räumliche Unterteilung bietet Zeit

        Weniger mobile Menschen sollten in erster Linie in ein benachbartes Gebäudeteil (auf der gleichen Etage), welches mit Brandschutztüren versehen ist, gebracht werden. Sie müssen sie nicht sofort evakuieren. Dank der feuerfesten Türen sind sie vorübergehend sicher.

        Hilfsmittel für Menschen mit Behinderungen

          Um die Evakuierung von Menschen mit Behinderungen (z. B. motorischer, visueller, auditiver, kognitiver usw.) zu vereinfachen, können Sie viele Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Einige Beispiele sind:

          • Gut zugängliche Tasten und Schalter
          • Visuelle Alarme
          • Klare und präzise Signalisierung
          • Taktile Markierungen
          • Einfache Fluchtwege mit durchgehenden Handläufen
          • Evakuierungsstühle

          Mit dem Training können Sie die Zeit für die Evakuierung von Personen mit eingeschränkter Mobilität drastisch reduzieren. Organisieren Sie Evakuierungsübungen jährlich und wiederholen Sie die Verfahren regelmäßig (z. B. monatlich) in begrenztem Umfang.

          Dies macht es zu einer Routine für die Mitarbeiter und Sie werden in der Lage sein, effizient und korrekt zu reagieren, wenn ein Feuer ausbricht.bilität drastisch reduzieren. Organisieren Sie Evakuierungsübungen jährlich und wiederholen Sie die Verfahren regelmäßig (z. B. monatlich) in begrenztem Umfang. Dies macht es zu einer Routine für die Mitarbeiter und Sie werden in der Lage sein, effizient und korrekt zu reagieren, wenn ein Feuer ausbricht.

          Weitere generelle Tipps für Pflegende und Angehörige

          Evakuierung mit eingeschränkter Mobilität erfordert spezielle Hilfsmittel (wie Evakuierungsstühle, Matratzen) und gut durchdachte Pläne (z. B. Patensysteme, Evakuierungszonen), da Aufzüge oft nicht nutzbar sind und Betroffene (Rollstuhlfahrer, Kranke, ältere Menschen) nicht selbstständig flüchten können, weshalb eine frühzeitige Planung und geschultes Personal unerlässlich sind. 

          Herausforderungen und Lösungen

          • Treppen: Evakuierungsstühle (z.B. “Evac Chairs”) ermöglichen den sicheren Transport über Treppen, oft mit Gleitsystemen.
          • Horizontale Evakuierung: Matratzen oder Tücher sind für den Transport über ebene Flächen geeignet.
          • Aufzugsnutzung: In der Regel verboten, da sie im Brandfall ausfallen können. Brandgesicherte Bereiche (Evakuierungs- und Rettungszonen) sind wichtig, um auf Rettung zu warten.
          • Visuelle/Akustische Alarme: Bei Hör- oder Sehbehinderung müssen sowohl akustische als auch visuelle Warnsignale (z.B. Lichtblitze) vorhanden sein. 

          Spezifische Hilfsmittel

          • Evakuierungsstühle: Gebremste Stühle für eine Person, auch für steilere Treppen (bis 40 Grad).
          • Evakuierungsmatratzen/Tücher: Für horizontalen Transport oder als rutschfeste Unterlage.
          • Aufblasbare Modelle: Bieten mehr Komfort für medizinische Evakuierungen. 

          Planung und Organisation (besonders in Betrieben/Pflegeheimen)

          • Gefährdungsbeurteilung: Berücksichtigt spezielle Bedürfnisse aller Mitarbeiter und Bewohner.
          • Patensystem: Zuweisung von festen Helfern (Paten/Evakuierungshelfer) für Personen mit Behinderung.
          • Frühe Planung: Integration in die Gebäudestruktur und Notfallkonzepte, bevor Probleme auftreten. 

          Verhalten im Notfall

          • Ruhe bewahren: Menschen suchen reflexartig den Eingang, aber der Ausgang ist sicherer.
          • Auf Anweisungen warten: Bei Bedarf auf spezielle Rettungskräfte warten, die Hilfsmittel nutzen.