Treppensteigen mit Spastik nach einem Schlaganfall ist schwierig, weil die überhöhte Muskelspannung (Spastik) die Bewegung einschränkt und verkrampft, was zu Steifigkeit, Kontrollverlust und Schmerzen führen kann, aber durch intensive Physiotherapie, Dehnübungen, gezielte Kräftigung und manchmal Medikamente gut behandelbar ist, um natürliche Bewegungsabläufe zu fördern und Folgeschäden zu minimieren.
Wichtig sind Bewegung, die richtige Lagerung, Dehnübungen (z. B. für die Wade), angepasste Hilfsmittel und das Erlernen sicherer Techniken (z. B. Anlehnen ans Geländer).
Was ist Spastik nach Schlaganfall?
- Ursache: Eine Hirnschädigung unterbricht die Signalübertragung zwischen Gehirn und Muskeln, was zu einer unkontrollierten, erhöhten Muskelspannung führt.
- Symptome: Muskelsteifigkeit, unkontrollierte Kontraktionen, Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Fehlhaltungen (Kontrakturen).
- Häufigkeit: Bis zu 40 % der Schlaganfall-Überlebenden entwickeln eine Spastik.
Herausforderungen beim Treppensteigen
- Muskelverkrampfung: Der betroffene Arm oder das Bein kann sich unkontrolliert anspannen und die Bewegung blockieren.
- Schwäche & Gleichgewicht: Zusätzlich zur Spastik können Lähmungserscheinungen und Schwindel das Gleichgewicht beeinträchtigen.
- Kontrakturen: Langfristig können Muskelverkürzungen (Kontrakturen) entstehen, die das Beugen oder Strecken erschweren.
Was Sie tun können (Behandlung & Übungen)
- Physiotherapie: Der wichtigste Baustein für das Training natürlicher Bewegungsabläufe und die Reduzierung der Spastik.
- Dehnübungen: Regelmäßiges, sanftes Dehnen der betroffenen Muskeln (z. B. Wade mit dem Fuß auf einer Treppenstufe) verhindert Verschlimmerung.
- Kräftigungsübungen: Gezielte Kräftigung der Rumpf- und Beinmuskulatur stärkt die Stabilität.
- Hilfsmittel: Handläufe, Gehstöcke oder Orthesen können Sicherheit geben.
- Medikamente: Können helfen, die Muskelspannung zu senken.
- Physikalische Maßnahmen: Kälte, Wärme oder Massagen können die Muskeln lockern.
Sicherer Umgang mit Treppen
- Geländer nutzen: Lehnen Sie die betroffene Seite an das Geländer, um Stürze zu vermeiden.
- Langsam bewegen: Ändern Sie die Körperhaltung langsam, besonders beim Aufstehen und Gehen.
- Richtige Schuhe: Bequeme, gut sitzende Schuhe mit rutschfester Sohle sind wichtig.
Wichtig: Suchen Sie frühzeitig ärztliche Hilfe und arbeiten Sie eng mit Physiotherapeuten zusammen, um ein individuelles Therapiekonzept zu entwickeln und die Lebensqualität zu verbessern.
Herausforderungen bei Hemiparese
- Schwäche und Lähmung: Die betroffene Körperseite ist geschwächt, was das Heben und Bewegen des Beins erschwert.
- Spastik: Erhöhte Muskelspannung, oft Wochen nach dem Schlaganfall, kann zu unkontrollierten Bewegungen und Steifigkeit führen, was Treppensteigen noch schwieriger macht.
- Gleichgewichtsstörungen: Schwindel und Unsicherheit sind häufige Begleiterscheinungen, besonders beim Aufstehen.
Strategien und Hilfsmittel
- Physiotherapie & Training:
- Gezielte Übungen: Kräftigung der Rumpf- und Beinmuskulatur.
- Forced Use-Therapie: Gezieltes Training der gelähmten Seite, um Funktionen wiederzuerlangen.
- Orthesen: Schienen (z.B. Fußheberorthesen), die den Fuß stabilisieren und ein Herabhängen verhindern.
- Hilfsmittel für die Treppe:
- Treppenlift/Treppensteiger: Elektrische Hilfen, die den Nutzer auf einem Sitz oder mit dem Rollstuhl die Treppe hoch- und runterfahren.
- Handlauf/Geländer: Sich festhalten an der betroffenen Seite kann Sicherheit geben.
- Technik beim Treppensteigen:
- Langsamkeit: Körperhaltung langsam ändern, Pausen einlegen.
- Vorgehen: Oft wird der gesunde Fuß zuerst auf die Stufe gesetzt, dann das betroffene Bein nachgezogen, oder umgekehrt, je nach individuellem Schweregrad.
Und merken, um eine Treppe zu bewältigen:
Das Gute Bein in den Himmel(zuerst rauf)
Das schwacge Bein in die Hölle(zuerst runter)