Es ist toll, dass du deiner Mama oder Papa nach dem Schlaganfall helfen willst. Wichtig ist, geduldig zu sein, sie bei Übungen zu unterstützen und ihnen Zuversicht zu schenken. Einfache Handgriffe, aufmunternde Gespräche und das Übernehmen kleiner Aufgaben im Alltag sind wertvolle Hilfe.
Hier sind konkrete Möglichkeiten, wie du unterstützen kannst:
- Kommunikation & Trost: Sprich ruhig und deutlich. Nimm ihnenWörter nicht vorweg und gib ihnen Zeit. Wenn Sprechen schwerfällt, stelle einfache Fragen, die sie mit Nicken oder Kopfschütteln beantworten kann.
- Alltagshilfe: Übernimm kleine Aufgaben, wie Post holen, Blumen gießen oder beim Tischdecken helfen.
- Aktivierung: Ermutige sie zu den Übungen, die Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten ihnen zeigen, z.B. Laufen oder Greifen.
- Sicherheit: Achte darauf, dass keine Stolperfallen im Weg liegen. Hilf ihnen beim Aufstehen oder Setzen, wenn sie unsicher sind.
- Zuversicht: Erzähle ihr von schönen Dingen, lies ihnen vor oder halte einfach ihre Hände.
Wichtig für dich:
- Du musst nicht alles alleine machen. Sprich mit anderen Verwandten oder Freunden, die helfen können.
- Es ist okay, wenn du traurig oder gestresst bist. Hole dir Hilfe bei Erwachsenen (Telefonseelsorge: 0800 111 0 111).
- Wichtig! – Du trägst keine Schuld fafür, das es Mami oder Papi nicht gut geht! Es ist nicht dein Verschulden. Nach einem Schlaganfall sind Betroffene oft mit sich selber beschäftigt und gestresst – sie sind in einer Ausnahmesituation. Nimm es ihnen daher nicht übel sollten sie “anders” zu dir sein als du es von ihnen gewohnt bist.
Hinweis: Wenn du merkst, dass es Mama oder Papa schlechter geht, hole sofort einen Erwachsenen oder rufe den Notruf 112.