Stigmatisierung neurologischer Erkrankungen

Die Stigmatisierung neurologischer Erkrankungen ist weit verbreitet und führt oft zu einer “zweiten Krankheit” aus Ausgrenzung und Scham. Über 90 % der Betroffenen erleben Stigmatisierung, besonders bei unsichtbaren Symptomen (wie ME/CFS, Schmerz, MS), was zu sozialem Rückzug, Arbeitsplatzproblemen und Misstrauen in der medizinischen Versorgung führt.  Wesentliche Aspekte der Stigmatisierung: Formen der Stigmatisierung: Wege zur Reduzierung: Die … Weiterlesen

Schwindel nach Schlaganfall

Morbus Menière nach einem Schlaganfall (ischämischer Infarkt oder Blutung im Kleinhirn/Hirnstamm) kann als Folgeerscheinung auftreten, da Durchblutungsstörungen das Innenohr schädigen oder neurologische Gleichgewichtsbahnen stören. Typisch sind anfallsartiger Drehschwindel, einseitiger Tinnitus, Hörverlust und Übelkeit.  Wichtige Aspekte bei Menière nach Schlaganfall: Es ist essenziell, die neuen Symptome neurologisch und HNO-ärztlich abzuklären, um die genaue Ursache zu differenzieren Schwindel … Weiterlesen

Das Leben nach einem Schlaganfall zurück erkämpfen

Das Leben nach einem Schlaganfall zurückzukämpfen erfordert enorme Geduld, Motivation und eine intensive, meist langjährige Rehabilitation (Physio-, Ergo-, Logopädie). Dank der Plastizität des Gehirns sind Fortschritte oft auch Jahre später noch möglich. Wichtig sind das Setzen kleiner Ziele, der Rückhalt durch Familie/Selbsthilfegruppen und die Arbeit an der Selbstständigkeit.  Schlüsselaspekte für den Weg zurück ins Leben: … Weiterlesen

Rückgewinnung von Motivation und Lebenswille

Die Rückgewinnung von Motivation und Lebenswille nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall, MS, Parkinson) erfordert einen strukturierten, geduldigen Ansatz, der kleinen Schritten, Selbstfürsorge, sozialer Unterstützung und der Neubewertung persönlicher Ziele Priorität einräumt. Entscheidend sind die Annahme der neuen Lebenssituation, das Feiern kleiner Erfolge und die Nutzung therapeutischer Hilfe zur Überwindung antriebsloser Phasen. Wichtige Maßnahmen zur … Weiterlesen

Hemianopsie (Halbseitenblindheit)

Hemianopsie (Halbseitenblindheit) ist ein meist durch Schlaganfälle oder Hirntumore verursachter, oft senkrecht begrenzter Ausfall einer Gesichtsfeldhälfte. Betroffene sehen auf beiden Augen nur eine Seite (homonym) oder die äußeren Bereiche nicht. Symptome umfassen Leseschwierigkeiten, Hindernisse übersehen und Orientierungsprobleme. Therapiert wird durch Kompensationstraining (Sakkaden) oder spezialisierte Prismenbrillen.  Wichtige Fakten zur Hemianopsie: Die Erkrankung beeinträchtigt die Mobilität und Alltagskompetenz (z.B. beim … Weiterlesen

Warum eine angepasste Therapie für Menschen mit Handicap kein Luxus ist!

Psychotherapie hilft Menschen, wenn es ihnen seelisch schlecht geht. Kurz gesagt: Wer körperlich krank ist, geht zum Arzt – wer psychisch krank ist, geht zum Psychotherapeuten. Psychische Erkrankungen können sehr unterschiedlich aussehen. Sie unterscheiden sich in Art, Dauer und Schwere. Viele kennen Depressionen oder Suchterkrankungen, aber auch Angststörungen, Traumafolgestörungen oder starke Belastungsreaktionen gehören dazu. Was … Weiterlesen

Verwirrtheit nach einer neurologischen Erkrankung

Verwirrtheit nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. Schlaganfall, Hirnblutung) oder Operation ist oft ein Delir (akuter Verwirrtheitszustand), das Stunden bis Tage nach dem Ereignis auftreten kann. Betroffene sind desorientiert, unruhig oder apathisch, zeigen Aufmerksamkeitsstörungen und Halluzinationen. Es ist meist reversibel, erfordert aber schnelle medizinische Behandlung und Zuwendung.  Wichtige Informationen zu Verwirrtheitszuständen (Delir): Tipp für Angehörige:Angehörige können entscheidend helfen, … Weiterlesen

Faszikulationen

Faszikulationen (unwillkürliches Muskelzucken) zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder anderer neurologischer Erkrankung können durch geschädigte Nervenbahnen, Spastik oder als Teil des Regenerationsprozesses (Muskeln „wachen auf“) auftreten. Oft sind sie harmlos, können aber auch Anzeichen von Tremor, Klonus oder neurologischen Störungen sein. Eine neurologische Abklärung zur Diagnose ist wichtig.  Ursachen und Zusammenhänge Wichtige Maßnahmen Hinweis: Diese Informationen … Weiterlesen

Schlaganfall bei Frauen: Warum wir genauer hinsehen müssen

​Ein Schlaganfall trifft nur ältere Männer? Ein gefährlicher Irrtum. Statistisch gesehen erleiden zwar mehr Männer einen Schlaganfall, doch Frauen sterben häufiger an den Folgen und tragen oft schwerere Beeinträchtigungen davon. ​Der Hauptgrund dafür ist so simpel wie erschreckend: Die Symptome bei Frauen werden oft nicht rechtzeitig erkannt – weder von den Betroffenen selbst noch von … Weiterlesen

Meditation nach einem Schlaganfall 

Meditation nach einem Schlaganfall fördert die neurokognitive Regeneration, verbessert die Schlafqualität, reduziert Stress und kann bei der Rehabilitation der Gliedmaßen unterstützen. Geeignet sind Achtsamkeitsübungen, Yoga oder Qigong, die oft im Sitzen oder Liegen praktiziert werden können. Sie helfen, den Geist zu beruhigen und die Konzentration zu steigern.  Vorteile und Ansätze der Meditation nach Schlaganfall: Es ist … Weiterlesen

Schmerzen nach einem Schlaganfall

Schmerzen nach einem Schlaganfall sind häufig, treten oft wochen- bis monatelang verzögert auf und umfassen zentrale neuropathische Schmerzen (brennend, einschießend, oft gegenüberliegend) sowie spastische Schmerzen (Muskelsteifheit) oder Schulter-Arm-Schmerzen. Typische Schmerzmittel helfen meist nicht; stattdessen werden oft Antidepressiva (Amitriptylin) oder Antikonvulsiva (Gabapentin) eingesetzt.  Hier sind die wichtigsten Aspekte zu Schmerzen nach einem Schlaganfall: Es ist wichtig, diese … Weiterlesen

Neuromodulatorische Verfahren

Neuromodulatorische Verfahren sind reversible, meist minimal-invasive neurochirurgische Methoden, die chronische Schmerzen oder Funktionsstörungen durch elektrische Impulse (Neurostimulation) oder Medikamentenpumpen behandeln. Statt Nerven zu zerstören (wie bei läsionellen Methoden), modulieren sie Nervensignale im Gehirn, Rückenmark oder an peripheren Nerven, oft wenn andere Therapien versagen. Hauptformen neuromodulatorischer Verfahren: Vorteile und Ablauf:

Behandlung einer Post-Stroke-Depression (PSD)

Die Behandlung einer Post-Stroke-Depression (PSD) erfordert meist eine Kombination aus medikamentöser Therapie (vor allem SSRI-Antidepressiva) und psychologischer Betreuung (z.B. Verhaltenstherapie), um die Stimmung zu stabilisieren und die Rehabilitation zu unterstützen. Frühe Diagnose, Einbezug von Angehörigen, geduldige Aktivierung im Alltag und neuropsychologische Unterstützung sind entscheidend.  Hier sind die wichtigsten Maßnahmen im Detail: Es ist wichtig zu … Weiterlesen

Weisskittelhypertonie 

Die Weißkittelhypertonie (auch Weißkittelsyndrom) beschreibt einen erhöhten Blutdruck in der Arztpraxis (> 140/90 mmHg), während die Werte im entspannten Alltag (zu Hause) normal sind. Verursacht durch Stress oder Angst, ist sie kein harmloses Phänomen, da sie oft mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden ist. Die Diagnose erfolgt primär durch 24-Stunden-Blutdruckmessung.  Wichtige Fakten zur Weißkittelhypertonie: Hinweis: Wenn Sie hohe … Weiterlesen

«Use it or lose it»

«Use it or lose it», sagt man. Benutze es oder es geht verloren. Indem wir unser Gehirn benutzen, verändern wir es laufend. Das Prinzip „Use it or lose it“ (Benutze es oder verliere es) ist essenziell für das Gehirn nach neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen oder Schädel-Hirn-Traumata. Nicht genutzte Hirnareale verkümmern, während intensives, wiederholtes Training die Neuroplastizität … Weiterlesen

Tinnitus nach neurologischen Erkrankung

Tinnitus nach einer neurologischen Erkrankung (10–20 % der neurologischen Patienten betroffen) tritt häufig als Begleitsymptom oder Folge auf. Ursachen können Schlaganfälle, Multiple Sklerose (MS), Schädel-Hirn-Traumata oder Gefäßmalformationen sein. Eine Abklärung durch Neurologe und HNO-Arzt ist notwendig, da es ein Frühsymptom sein kann. Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen: Diagnose und Behandlung: Bei akut auftretendem Tinnitus, insbesondere in Kombination … Weiterlesen

Unwillkürliche Muskelzuckungen

Myoklonien sind kurze, unwillkürliche Muskelzuckungen (oft arrhythmisch, blitzartig), während ein Tremor eine rhythmische, oszillatorische Bewegung ist. Beide sind Bewegungsstörungen, die durch ZNS-Störungen (kortikal, spinal) entstehen. Ursachen reichen von harmlos (Einschlafmyoklonien) bis zu neurologischen Erkrankungen (Epilepsie, MS, Parkinson, Creutzfeldt-Jakob).  Hauptunterschiede und Merkmale: Ursachen und Abklärung:Myoklonien können metabolisch (Stoffwechselstörungen), hypoxisch (Sauerstoffmangel im Gehirn), toxisch (Medikamente/Drogen) oder idiopathisch (ohne … Weiterlesen

Phasenmodell einer neurologischen Rehabilitation

Eine Erkrankung oder Verletzung des Nervensystems bedeutet für die Betroffenen einen massiven Einschnitt in ihr Leben und oft den Verlust der Selbständigkeit. Die Neurologische Rehabilitation soll Betroffene mit Hilfe modernster Therapien auf ihrem Weg in Alltag, Familie, Gesellschaft und Beruf zurückführen. Die neurologische Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist in ein Phasenmodell (A–F) gegliedert, das von der … Weiterlesen

Zwerchfellstimulation nach einem Schlaganfall

Die Zwerchfellstimulation nach einem Schlaganfall, oft mittels funktioneller Elektrostimulation (FES), zielt darauf ab, die geschwächte Atemmuskulatur zu aktivieren, die Atmung zu verbessern und Spastiken zu reduzieren. Sie unterstützt die Rehabilitation, indem sie die Reorganisation des Gehirns fördert und hilft, verlorene Bewegungsabläufe wiederzuerlernen.  Wichtige Aspekte der Zwerchfellstimulation nach Schlaganfall: Es ist wichtig, die spezifische Therapieform mit dem behandelnden Neurologen … Weiterlesen

Antriebslosigkeit nach neurologischen Erkrankungen

Gegen Antriebslosigkeit nach neurologischen Erkrankungen helfen strukturierter Tagesablauf, sanfte Bewegung (Spaziergänge, Dehnen), viel Tageslicht und soziale Kontakte. Wichtig sind zudem Fatigue-Management, kleine Ziele, Entspannungstechniken (Yoga, Meditation) sowie psychotherapeutische Unterstützung, um seelische Folgen der Erkrankung zu bewältigen. Strategien zur Überwindung der Antriebslosigkeit: Hinweis: Wenn die Antriebslosigkeit länger als 14 Tage anhält, sollte ein Facharzt (Neurologe/Psychiater) aufgesucht werden … Weiterlesen