Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS)

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) umfasst Verfahren, die das Gehirn von aussen, also ohne Operation, stimulieren. Beispiele sind die transkranielle Magnetstimulation (TMS), die Magnetfelder nutzt, um Nervenzellen zu aktivieren oder zu hemmen, und die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), die schwache elektrische Ströme durch Elektroden an der Kopfhaut sendet. Diese Methoden werden in der Forschung und zur Behandlung verschiedener neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen eingesetzt. 

Hauptmethoden

  • Transkranielle Magnetstimulation (TMS):
    • Eine Magnetspule wird auf die Kopfhaut gesetzt.
    • Diese erzeugt Magnetfelder, die elektrische Impulse in bestimmten Gehirnregionen auslösen.
    • Kann Nervenzellen entweder anregen oder hemmen.
  • Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS):
    • Elektroden werden auf der Kopfhaut befestigt.
    • Ein schwacher Gleichstrom wird durch die Elektroden geleitet, um die Aktivität der Gehirnareale darunter zu beeinflussen.
    • Kann kurzfristige Effekte auf Gedächtnis, Aufmerksamkeit und andere kognitive Leistungen haben. 

Anwendungsbereiche und Forschung

  • Forschung: NIBS ist ein wichtiges Werkzeug in der Grundlagenforschung, um die Gehirnfunktion in motorischen und nicht-motorischen Bereichen zu untersuchen.
  • Therapie: Die Verfahren werden zur Behandlung von neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen wie Depressionen oder zur Rehabilitation nach Schlaganfällen erforscht und eingesetzt.
  • Forschung zu neuen Methoden: Es wird an neuen Methoden gearbeitet, wie der Temporalen Interferenzstimulation (TIS), um tiefere Gehirnstrukturen nicht-invasiv stimulieren zu können.