Selbstwahrnehmung: Klarer als früher, anders als früher

Nach einer Hirnverletzung verändert sich nicht nur der Körper – auch die Art, wie man sich selbst wahrnimmt und über sich nachdenkt, verschiebt sich. Selbstwahrnehmung wird genauer, direkter, manchmal schonungslos ehrlich. Dinge, die früher im Hintergrund liefen, stehen plötzlich im Vordergrund: Energie, Reize, Grenzen, Stabilität. Selbstreflexion bekommt dadurch eine neue Bedeutung. Sie ist nicht mehr … Weiterlesen

Reizüberflutung verstehen, nicht bekämpfen

Reizüberflutung bedeutet, dass die Welt schneller, lauter und intensiver auf dich einwirkt, als dein Gehirn es in diesem Moment verarbeiten kann. Nach einer Hirnverletzung passiert das häufiger und oft unerwartet. Dinge, die früher selbstverständlich waren, werden plötzlich zu viel: Stimmen, Licht, Bewegungen, Gespräche, Orte, selbst kleine Aufgaben. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist … Weiterlesen

Wenn der Schlaf anders klingt

Nach einer Hirnerkrankung verändert sich nicht nur Denken, Wahrnehmen oder Bewegung – auch der Körper selbst reagiert anders. Schnarchen kann plötzlich auftreten oder stärker werden, und das fühlt sich oft irritierend an: ein Geräusch, das man früher nicht kannte, ein Zeichen, dass der Körper anders arbeitet als vorher. Wichtig ist: Schnarchen bedeutet nicht, dass du … Weiterlesen

Neurologisches Schicksal – Klare Identität

Ein neurologisches Schicksal verändert, wie man sich selbst erlebt – nicht wer man ist. Vieles braucht heute mehr Energie, mehr Struktur und mehr Bewusstsein, und genau das verschiebt die eigene Wahrnehmung. Man spürt Grenzen früher, Reize stärker und Tempo anders. Gleichzeitig prallen gesellschaftliche Erwartungen auf diese neue Realität und verzerren oft das Fremdbild. Selbstwahrnehmung bedeutet … Weiterlesen

Weniger Kopfschmerzen nach Hirnverletzung – neurobiologisch erklärt

Viele Betroffene erwarten nach einer Hirnverletzung automatisch mehr Schmerzen. Dass es bei manchen genau umgekehrt ist, wirkt irritierend – ist aber medizinisch absolut plausibel. Der Grund: Eine Hirnverletzung verändert nicht nur das Gewebe, sondern das gesamte neurobiologische System, den Alltag, die Reizverarbeitung und oft auch die Medikation. Vorbestehende Kopfschmerzformen verschwinden oder verändern sich Viele Betroffene … Weiterlesen

Blutdruck schwankt – Orientierung bleibt

Blutdruckschwankungen sind kein persönliches Versagen, sondern ein Signal. Der Körper zeigt, dass etwas gerade mehr Energie zieht als geplant. Hier geht es nicht um Panik, sondern um Klarheit: Was passiert, warum passiert es, und wie kannst du deinen Alltag trotzdem stabil steuern. Kurz gesagt: Blutdruckschwankungen sind häufig normal, entstehen aber oft durch äußere Reize wie … Weiterlesen

Das Ereignis war gross. Aber mein Ich ist grösser!

“Mein Ich bleibt – auch wenn mein Gehirn sich verändert.“ Ein neurologisches Schicksal verändert nicht dein Ich, sondern deine Bedingungen – dein Tempo, deine Energie, deine Ausdrucksweise, deine Routinen. Das „Ich“ bleibt der Kern, der durch alles hindurch spürbar bleibt: deine Werte, dein Humor, dein Stil, deine Art zu lieben, zu denken, zu zweifeln. Warum … Weiterlesen

Warum Austausch mit anderen Betroffenen so wichtig ist

Der Austausch mit anderen Betroffenen ist kein „Nice to have“, sondern ein zentraler Teil der neurologischen Rehabilitation. Er wirkt auf Bereiche, die kein Arzt, keine Therapie und kein Angehöriger in dieser Form erreichen kann: Identität, Selbstwert, Orientierung, Entlastung und Zugehörigkeit. „Betroffene geben einander das, was das System nicht geben kann: echtes Verstehen.“ 1) Erkennen: „Ich … Weiterlesen

Mein Nein schützt mein Nervensystem

Nach einer neurologischen Erkrankung verändert sich nicht nur der Körper – auch die Art, wie man Grenzen setzt, wird neu. Viele Betroffene sagen „Ja“, obwohl sie innerlich längst am Limit sind: aus Höflichkeit, aus Angst vor Missverständnissen, aus dem alten Reflex, funktionieren zu müssen. Doch das Nervensystem arbeitet jetzt anders. Energie ist begrenzt. Reize wirken … Weiterlesen

Selbstvertrauen zurückgewinnen nach einer Hirnverletzung

Wie du Selbstvertrauen wirklich zurückgewinnst Mikro-Erfolge statt grosse Ziele Das Gehirn baut Vertrauen über kleine, wiederholte Erfolgserlebnisse auf. Beispiele: Jeder Mini-Erfolg ist ein Beweis, kein Gefühl. Selbstvertrauen entkoppeln vom „alten Ich“ Vergleiche mit früher zerstören Vertrauen. Stattdessen: Das stärkt Identität statt sie zu bedrohen. Stärken sichtbar machen Nach neurologischen Einschnitten sind Stärken oft verdeckt, aber … Weiterlesen

Neurofatigue (kognitive Erschöpfung)

Neurofatigue (kognitive Erschöpfung) ist ein intensiver, nicht durch Schlaf behebbarer Erschöpfungszustand, der typischerweise nach Hirnverletzungen, Schlaganfällen oder bei Long-COVID auftritt. Es äußert sich durch extreme mentale Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und “Brain Fog” (Gehirnnebel). Anders als normale Müdigkeit ist sie Folge einer gestörten EnergieRegulation im Gehirn.  Kernmerkmale und Symptome von Neurofatigue: Ursachen und Hintergründe: Umgang und Management: Neurofatigue … Weiterlesen

Reizempfindlichkeit nach einer neurologischen Erkrankung

Reizempfindlichkeit nach einer neurologischen Erkrankung ist kein „Sensibel-Sein“, sondern eine neurobiologische Überlastungsreaktion eines verletzten oder erschöpften Gehirns. Sie ist real, messbar und folgt klaren Mustern. Und: Man kann sie steuern, wenn man versteht, wie sie entsteht. Was Reizempfindlichkeit wirklich ist Nach einer neurologischen Erkrankung (SHT, Schlaganfall, Entzündung, Hypoxie, Long Covid, Epilepsie, MS usw.) arbeitet das … Weiterlesen

Akku leer? Zeit für Energie‑Reload!

Manchmal ist der Akku nicht leer, sondern einfach überlastet. Das Gehirn sendet Signale, dass es eine Pause braucht, bevor es weiterarbeiten kann. Ein Energie‑Refresh ist kein Luxus, sondern ein notwendiger Reset, damit dein System wieder stabil läuft. Energie tanken beginnt dort, wo du kurz innehältst. Ein Atemzug. Ein Moment Ruhe. Ein kleiner Schritt zurück, damit … Weiterlesen

Neurologisch anders: von Anfang an oder plötzlich?

Neurologische Einschränkungen können sehr unterschiedlich entstehen – manche Menschen kommen bereits damit zur Welt, andere erwerben sie erst im Laufe ihres Lebens durch Unfall, Krankheit oder eine Hirnverletzung. Dieser Unterschied ist wichtig, weil er bestimmt, wie das Gehirn sich entwickelt, wie der Alltag erlebt wird und welche Art von Unterstützung hilfreich ist. Während angeborene Einschränkungen … Weiterlesen

Tickende Gefahr nach neurologischem Schicksalsschlag

„Tickende Gefahr nach neurologischem Schicksalsschlag“ beschreibt die unsichtbare, fortbestehende Risikodynamik nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma: körperlich stabilisiert, aber innerlich bleibt das System fragil – metabolisch, vaskulär, psychisch. „Tickende Zeitbombe?” Nur, wenn du sie ignorierst.“ „Nach dem Schlaganfall tickt etwas weiter – aber nicht die Gefahr, sondern dein Wille.“ Medizinisch-physiologische Bedeutung Nach einem neurologischen Ereignis bleibt … Weiterlesen

Selbstschutz gegen äußere Einflüsse

Selbstschutz gegen äußere Einflüsse bedeutet, die eigene Energie, Identität und innere Stabilität zu bewahren – körperlich, emotional, sozial und kognitiv. Für Menschen mit neurologischen Herausforderungen ist das besonders wichtig, weil Reizüberflutung, Fremderwartungen und unklare Grenzen schnell zu Erschöpfung führen. Was Selbstschutz wirklich umfasst 1. Körperliche Ebene — Reize filtern, Energie schützen 2. Emotionale Ebene — … Weiterlesen

Therapie-Konzepte (Rota‑, Bobath‑ und Vojta‑Therapie)

Rota‑, Bobath‑ und Vojta‑Therapie sind drei etablierte neurophysiologische Konzepte, die sich in ihrem Zugang zur Bewegungssteuerung deutlich unterscheiden: Rota nutzt Rotation zur Tonusregulation, Bobath fördert alltagsbezogene Bewegungsmuster, und Vojta aktiviert angeborene Reflexbewegungen über Druckpunkte. Eine Kombination kann je nach neurologischem Befund sinnvoll sein. Vergleichstabelle: Rota‑Therapie vs. Bobath vs. Vojta Merkmal Rota‑Therapie Bobath‑Konzept Vojta‑Therapie Grundprinzip Spiralige … Weiterlesen

Zeckenrisiko bei neurologischen Erkrankungen

Zecken können mehrere ernsthafte neurologische Erkrankungen auslösen – am häufigsten die Neuroborreliose und die FSME (Frühsommer‑Meningoenzephalitis). Beide treten auch in der Schweiz auf und sollten früh erkannt und behandelt werden. Welche neurologischen Erkrankungen können Zecken auslösen? Neuroborreliose (Lyme-Borreliose mit Beteiligung des Nervensystems) Typische neurologische Symptome: Zeitlicher Verlauf: Symptome treten meist Wochen bis Monate nach dem … Weiterlesen

Master-Frage : Warum gerade ich?

Wenn jemand „Warum gerade ich“ sagt, hört man darin oft Schmerz, Erschöpfung, vielleicht auch ein Gefühl von Ungerechtigkeit oder Überforderung. Und das ist absolut menschlich. Nach einem neurologischen Ereignis, nach Behördenkämpfen, nach all den Anpassungen, die du stemmen musst: Es wäre fast seltsam, nicht irgendwann an diesen Punkt zu kommen. Menschen neigen dazu, Sinn zu … Weiterlesen