Betrugsprävention für Menschen mit Einschränkungen

Betrugsprävention für Menschen mit Einschränkungen fokussiert sich auf Sensibilisierung für spezifische Risiken (z.B. Online-Betrug, falsche Spendensammler, Tricks durch falsche Polizisten/Handwerker), Stärkung der digitalen Sicherheit (starke Passwörter, 2FA, Vorsicht bei Links/Anhängen) und Förderung von sozialer Unterstützung (nachbarschaftliche Kontakte), um die oft gezielt ausgenutzte Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft zu schützen.

Wichtig ist es, bei Verdacht sofort aufzulegen oder sich an die Polizei zu wenden, da Betrüger gezielt Schwachstellen in Mobilität und sozialer Isolation ausnutzen. 

Online-Sicherheit

  • Vorsicht vor Phishing: Öffnen Sie keine Anhänge und klicken Sie nicht auf Links in verdächtigen E-Mails, SMS oder WhatsApp-Nachrichten.
  • Sichere Passwörter & 2FA: Nutzen Sie starke Passwörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo möglich.
  • Software-Updates: Halten Sie Ihre Geräte immer auf dem neuesten Stand.
  • Persönliche Daten: Geben Sie sensible medizinische oder finanzielle Daten nie an Unbekannte weiter. 

Alltag und direkte Ansprache

  • Falsche Polizisten/Handwerker: Die Polizei fragt nie nach Geld. Bei Anrufen über die Notrufnummer 110: Legen Sie auf und wählen Sie die Nummer selbst neu.
  • Ablenkung stoppen: Lassen Sie sich am Geldautomaten oder beim Bezahlen nicht ablenken; fordern Sie Abstand ein.
  • Bauchgefühl nutzen: Brechen Sie Transaktionen ab, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.
  • Fake-Spendensammler: Seien Sie skeptisch bei Personen, die auf der Strasse (oft mit angeblichen Behinderungen oder Kindern) um Spenden bitten; dies ist oft Betrug. 

Soziale und strukturelle Unterstützung

  • Nachbarschaftliche Hilfe: Pflegen Sie Kontakte zu Nachbarn, die bei Unsicherheiten unterstützen können.
  • Polizeiliche Beratung: Nutzen Sie Angebote der Polizei zur Prävention, wie Broschüren oder Beratungen.
  • Informationsquellen: Nutzen Sie seriöse Informationsportale wie die Schweizerische Kriminalprävention oder die Antidiskriminierungsstelle

Fazit

Menschen mit Einschränkungen sind oft gezielt von Betrügern ins Visier genommen. Aufklärung, das Erkennen typischer Betrugsmaschen und das Stärken sozialer Netzwerke sind entscheidend, um Opfer zu vermeiden und die Selbstbestimmung zu wahren. 

Aktuelle Betrugsversuche

Portal der Schweizerischen Kriminalprävention

Vitalibera Tip :

Bei einem Schockanruf werden Sie mit einer erfundenen, dringenden Nachricht konfrontiert, meistens über ein Familienmitglied in Gefahr. Die Betrüger fordern Sie auf, schnell Geld oder Wertsachen zu übergeben.

Vereinbaren Sie ein “Code-Wort” welches die Betrüger niemals erraten könnten und teilen Sie dieses nur innerhalb Ihrem engsten Familienkreis!

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