Eine TIA (Transitorische Ischämische Attacke) ist ein ernsthaftes Vorzeichen für einen drohenden Schlaganfall, auch “Mini-Schlaganfall” genannt, weil die Symptome (z.B. einseitige Lähmung, Sprachstörung, Sehstörung) ähnlich wie bei einem echten Schlaganfall sind, aber innerhalb von Minuten bis zu 24 Stunden vollständig wieder verschwinden.
Da das Risiko für einen “echten” Schlaganfall in den ersten 24-48 Stunden nach einer TIA am höchsten ist, muss bei TIA-Symptomen sofort der Notruf (112) gewählt werden, um eine umgehende Abklärung und Behandlung zu erhalten und einen schweren Schlaganfall zu verhindern.
TIA-Symptome (häufig einseitig)
- Schwäche/Lähmung: Arm oder Bein einer Körperhälfte.
- Sehstörungen: Verschwommenes Sehen, Gesichtsfeldausfall.
- Sprachstörungen: Verwaschene Sprache, Schwierigkeiten, sich auszudrücken.
- Gefühlsstörungen: Taubheit einer Körperhälfte.
- Gleichgewichtsstörungen, Schwindel.
Was ist zu tun?
- Sofort Notruf 112 wählen: Auch wenn die Symptome schnell verschwinden, muss die TIA als medizinischer Notfall behandelt werden, um einen nachfolgenden Schlaganfall zu verhindern.
- Klinische Untersuchung: In einer spezialisierten Schlaganfallstation (Stroke Unit) werden die Ursachen (z.B. verengte Gefäße, Herzrhythmusstörungen) abgeklärt.
- Behandlung: Medikamente wie “Blutverdünner” (ASS) und Blutdrucksenker können das Risiko senken, z.B. durch die Vermeidung von Blutgerinnseln, und Lebensstiländerungen ( Bewegung, gesunde Ernährung) helfen, zukünftige Ereignisse zu verhindern.
Warum ist eine TIA so wichtig?
- Frühwarnsignal: Etwa jeder dritte Schlaganfall wird durch eine vorausgehende TIA angekündigt.
- Hohes Risiko: Das Schlaganfallrisiko ist nach einer TIA besonders hoch, insbesondere in den ersten Tagen danach.
- Vermeidung von Hirnschäden: Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung verhindert, dass die vorübergehende Durchblutungsstörung zu einem bleibenden Hirnschaden führt.
