Spielekonsolen wirksamer als Physiotherapie?

Wii & Playstation sind fünfmal wirksamer als Physiotherapie.

Die Vorteile von Videospielen entdecken nun auch Neurologen für sich. Nach einem Schlaganfall helfen Bewegungsspiele auf Wii und Playstation dem Gehirn, die Motorik umzulernen und verloren gegangene Regionen durch andere zu ersetzen. Das berichten kanadische Forscher in der Fachzeitschrift “Stroke”. Ihrer Analyse nach bringen derartige Spiele teils sogar deutlich bessere Ergebnisse als bisherige Standardbehandlungen wie etwa Physio- oder Bewegungstherapie.

Beispielsweise kann die Sony Playstation in der Therapie von Schlaganfallpatienten eingesetzt werden, da interaktive Videospiele und Virtual-Reality-Anwendungen die Rehabilitation durch spielerische Übungen unterstützen können. Diese Therapieform kann motorische Fähigkeiten, Wahrnehmung und kognitive Funktionen wie Konzentration und Planung verbessern. Der spielerische Ansatz erhöht oft die Motivation, sodass Patienten länger und intensiver trainieren. 

Vorteile der Playstation-Therapie

  • Verbesserung motorischer Fähigkeiten: Durch das Spielen, z. B. bei virtuellen Aufgaben wie dem Abwaschen, können Muskeln und Gelenke trainiert werden, die für die Ausführung benötigt werden. 
  • Steigerung der kognitiven Funktionen: Spiele erfordern die gleichzeitige Aktivierung mehrerer Gehirnbereiche, wie z. B. das Lernen von Regeln, das Verfolgen des Spielverlaufs und die Anwendung von Strategien. Dies stärkt Funktionen wie Gedächtnis, Konzentration und Planung. 
  • Erhöhte Motivation: Der Spaß am Spielen kann die Motivation steigern, was dazu führt, dass Patienten länger und intensiver trainieren. 
  • Behandlung von Depression/Angst: Die Therapie kann auch dazu beitragen, die durch den Schlaganfall verursachte Depression oder Angst zu verringern. 

Wichtiger Hinweis

  • Die Playstation ist eine Ergänzung zu klassischen Therapien und sollte nicht als deren Ersatz betrachtet werden. 
  • Es werden spezielle Spiele und Programme entwickelt, die auf den Rehabilitationsbedarf zugeschnitten sind.
  • Die Nutzung im Rahmen von Studien oder Therapieprogrammen sollte stets mit den behandelnden Ärzten und Therapeuten abgesprochen werden. 

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