Telerehabilitation ist die medizinische Rehabilitation, die über digitale Kanäle wie Videoanrufe und spezielle Plattformen zu Hause stattfindet, um Patienten nach stationären Aufenthalten weiter zu betreuen oder die Nachsorge zu verbessern, wobei Therapeuten Ferndiagnosen, Trainingsanleitungen und Motivation über Technologien wie Tablets und Apps bereitstellen, was die Therapietreue erhöht und die Versorgungslücken schließt. Sie umfasst Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und andere Bereiche und ist oft ebenso effektiv wie konventionelle Therapie.
Merkmale und Funktionsweise
- Virtuelle Betreuung: Therapeuten führen Sitzungen per Video durch und leiten Übungen an.
- Häusliche Umgebung: Patienten trainieren in ihrer gewohnten Umgebung, was die Motivation steigern kann.
- Technologie-Einsatz: Nutzung von Tablets (z. B. iPads) mit Kameras zur Bewegungserkennung, Fitness-Trackern und speziellen Apps.
- Umfang: Beinhaltet kognitives Training, Ernährungsberatung, psychologische Unterstützung und mehr.
Vorteile
- Verbesserte Nachsorge: Schließt Versorgungslücken nach dem Klinikaufenthalt und festigt Erfolge.
- Erhöhte Patientenzufriedenheit: Patienten sind oft zufriedener mit der Flexibilität.
- Kosteneffizienz: Reduziert Reisezeiten und -kosten für Patienten.
- Hohe Therapietreue: Virtuelle Sitzungen können die langfristige Teilnahme fördern.
Anwendungsbereiche
- Orthopädie: Häufig bei Verletzungen im Bewegungsapparat.
- Neurologie: Z. B. nach Schlaganfall oder bei Multipler Sklerose.
- Chronische Erkrankungen: Zur Unterstützung im Alltag.
Wichtiger Hinweis
- Telerehabilitation ist nicht für jeden Patienten geeignet und muss individuell abgewogen werden.