Selbstmotivierung nach einem Schlaganfall ist entscheidend für den Reha-Erfolg, da Konsequenz die Neuroplastizität fördert. Setzen Sie kleine, erreichbare Ziele, integrieren Sie Übungen als Routine in den Alltag und nutzen Sie mentale Bilder. Positive Verstärkung durch Lob, Training in der Gruppe oder mit therapeutischen Hilfsmitteln steigert die Motivation.
Hier sind bewährte Strategien zur Förderung der Eigenmotivation:
- Realistische Zwischenziele setzen: Formulieren Sie konkrete, kleine Ziele, statt nur ein großes Endziel zu verfolgen. Erfolgserlebnisse bei kleinen Schritten stärken das Selbstvertrauen.
- Routine entwickeln: Bauen Sie Übungen fest in den Tagesablauf ein, um weniger Energie für die Entscheidung „Soll ich üben?“ aufbringen zu müssen.
- Mentale Vorstellungskraft: Stellen Sie sich die gewünschte Bewegung detailliert vor. Mentale Bilder unterstützen das motorische Lernen.
- Kleine Erfolge feiern: Erlauben Sie sich, stolz zu sein, und teilen Sie Fortschritte mit Angehörigen.
- Soziale Unterstützung nutzen: Training in der Gruppe oder mit Angehörigen steigert die Motivation und nutzt den Effekt der Spiegelneurone.
- Erholung einplanen: Hören Sie auf Ihren Körper. Erschöpfung ist nach einem Schlaganfall normal und Pausen sind wichtig, um Burnout zu vermeiden.
- Positive Selbstgespräche: Konzentrieren Sie sich auf Lösungsstrategien statt auf Misserfolge. Fangen Sie an, FÜR sich selbst zu kämpfen, auch wenn es schwerfällt.
- Therapie-Hilfsmittel nutzen: Interaktive Heimtherapiegeräte (z.B. FitMi) können helfen, die notwendige hohe Wiederholungszahl zu erreichen.
Die Motivation hängt oft nicht vom objektiven Leistungsvermögen ab, sondern vom subjektiven Willen, was besonders für ältere Patienten gilt.
Jeder muss an etwas Glauben – Warum dann nicht an sich selbst?