Geruchstraining nach einem Schlaganfall

Ein gezieltes Geruchstraining nach einem Schlaganfall kann helfen, den beeinträchtigten Geruchssinn durch Stimulation der Riechrezeptoren wiederherzustellen. Es wird empfohlen, über 6–9 Monate hinweg zweimal täglich intensiv an vier verschiedenen, starken Düften (z. B. Rose, Nelke, Eukalyptus, Zitrone) für je 10 Sekunden zu riechen. 

Wichtige Informationen zum Geruchstraining:

  • Dauer & Frequenz: Das Training erfordert Geduld und sollte idealerweise 6 bis 9 Monate lang zweimal täglich (morgens und abends) durchgeführt werden.
  • Methodik: Es werden vier verschiedene, intensive Düfte (z.B. ätherische Öle) ausgewählt. Man schnuppert jeweils etwa 10 Sekunden lang an jedem Duft.
  • Vielfalt: Es ist wichtig, möglichst unterschiedliche Gerüche zu wählen, um eine breite Palette an Rezeptoren zu stimulieren.
  • Tipps: Das Training kann in den Tagesablauf integriert werden, etwa vor dem Zähneputzen.
  • Anpassung: Nach ca. drei Monaten können die Düfte ausgetauscht werden, um neue Reize zu setzen. 

Hintergrund:
Ein Schlaganfall kann die Riechbahnen im Gehirn schädigen. Neben dem Riechtraining kann auch die bewusste Wahrnehmung von Gerüchen im Alltag (beim Kochen, Spazierengehen) helfen, die Sinne anzuregen. 

Hinweis: Bei anhaltenden Problemen oder plötzlichem Auftreten von Phantomgerüchen sollte ein Arzt aufgesucht werden. 

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