Riechstörungen nach einem Schlaganfall

Riechstörungen nach einem Schlaganfall, wie vermindertes Riechvermögen (Hyposmie) oder völliger Verlust (Anosmie), betreffen bis zu ein Drittel der Patienten und beruhen auf Schädigungen in den Verarbeitungsbereichen des Gehirns. Auch Geruchshalluzinationen (Phantosmie) sind häufiger. Eine Rehabilitation kann die Funktion oft verbessern, wobei Heilungschancen variieren. 

Wichtige Aspekte der Riechstörung nach Schlaganfall:

  • Symptome: Neben vermindertem Geruchssinn (Hyposmie) oder vollständigem Verlust (Anosmie) können auch verfälschte Geruchswahrnehmungen (Parosmie) oder Phantomgerüche (Phantosmie) auftreten.
  • Häufigkeit & Ursachen: Bis zu 33% der Schlaganfallpatienten berichten von Veränderungen. Diese entstehen durch eine Unterbrechung der Blutversorgung in Gehirnarealen, die für die Verarbeitung von Gerüchen zuständig sind.
  • Rehabilitation: Das Gehirn kann sich durch gezieltes Training regenerieren, indem es neue Verknüpfungen bildet. Ein Riechtraining (täglich ca. 30 Minuten, 3-4 verschiedene Düfte) kann die Regeneration unterstützen.
  • Prognose: Die Erholung hängt stark von der individuellen Situation ab. Während einige Funktionen nach intensiver Rehabilitation wiederkehren, können manche Störungen, besonders bei traumatischen Schädigungen, dauerhaft bleiben. 

Empfehlungen:
Es ist ratsam, einen HNO-Arzt aufzusuchen, um die genaue Ursache der Riechstörung abzuklären, und das Symptom in der neurologischen Rehabilitation anzusprechen, um gezielte Therapiemaßnahmen einzuleiten. 

Siehe auch : Geruchstraining