Kopfschmerzen nach einer neurologischen Erkrankung

Kopfschmerzen nach einer neurologischen Erkrankung (sekundäre Kopfschmerzen) sind ein ernstzunehmendes Symptom, das auf Schäden, Entzündungen oder Blutungen im Gehirn hinweisen kann. Sie treten häufig nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata (SHT), Hirnhautentzündungen oder Hirnblutungen auf. Eine sofortige ärztliche Abklärung ist bei neuen, plötzlichen oder starken Schmerzen dringend erforderlich, besonders wenn sie von Fieber, Lähmungen oder Sprachstörungen begleitet werden.

Häufige Ursachen und Formen

  • Posttraumatisch (nach SHT): Kopfschmerzen können bei bis zu einem Drittel der Betroffenen über Monate oder Jahre anhalten.
  • Vaskulär (nach Schlaganfall/Blutung): Blutungen wie eine Subarachnoidalblutung (SAB) oder Sinus-Venen-Thrombose (SVT) verursachen akute, sehr starke Schmerzen.
  • Entzündlich: Meningitis oder Enzephalitis führen zu Schmerzen mit Fieber und Übelkeit.
  • Postspinal: Nach einer Nervenwasserentnahme (Liquorverlust). 

Wann ist ein Arztbesuch dringend? (Warnsignale)

  • Plötzlich einsetzende, extrem starke Schmerzen (“Donnerschlagkopfschmerz”).
  • Kopfschmerzen mit neurologischen Ausfällen (Taubheit, Lähmung, Sehstörungen).
  • Begleitendes Fieber, Nackensteife oder Verwirrtheit.
  • Veränderung der Intensität oder Häufigkeit bei bekannten Kopfschmerzen. 

Diagnose und Behandlung
Die Abklärung erfolgt durch Neurologen mittels Bildgebung (CT, MRT) und ggf. Lumbalpunktion. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und kann Schmerzmittel, neurologische Therapien oder weitere spezifische Maßnahmen umfassen. 

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung.

Was sind neurologische Kopfschmerzen?

Kopfschmerz ist ein neurologisches Schmerzphänomen im Bereich des Kopfes. Der Begriff “Kopfschmerz” bezeichnet zunächst nur ein Symptom, kann aber durch entsprechende Zusätze auch als Diagnose verwendet werden (z.B. “Spannungskopfschmerz”).

Was sind neuropathische Kopfschmerzen?

Definition. Neuropathische Kopfschmerzen entstehen durch Schädigung oder Reizung der Nerven, die das Gesicht und den Kopf versorgen. Diese Art von Kopfschmerzen unterscheidet sich von anderen Kopfschmerzarten durch ihre spezifischen neurologischen Schmerzmerkmale.

Woran erkennt man, ob Kopfschmerzen ein neurologisches Symptom sind?

Primäre Kopfschmerzen gehen typischerweise nicht mit neurologischen Symptomen einher. Treten neurologische Anzeichen auf, kann dies auf sekundäre Kopfschmerzen hindeuten. Zu diesen Symptomen können Schwäche in einem Arm oder Bein, neu aufgetretene oder ungewöhnliche Taubheitsgefühle oder Sehstörungen gehören.

Wie wird man neurologisch bedingte Kopfschmerzen los?

Warme oder kalte Kompressen für Kopf oder Nacken . Massage und geringe Mengen Koffein. Rezeptfreie Medikamente wie Ibuprofen (Advil, Motrin IB u. a.), Paracetamol (Tylenol u. a.) und Aspirin. Verschreibungspflichtige Medikamente, darunter Triptane wie Sumatriptan (Imitrex) und Zolmitriptan (Zomig).

Welche Symptome sollte man laut Neurologen nicht ignorieren?

Welche neurologischen Symptome sollten niemals ignoriert werden? Zu den wichtigsten Symptomen, auf die man achten sollte, gehören plötzlich auftretende, starke Kopfschmerzen, unerklärliche Taubheitsgefühle oder Kribbeln, Sehstörungen, kognitive Beeinträchtigungen, Muskelschwäche, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Sprachschwierigkeiten und Krampfanfälle.

Wie kann ich meine Kopfnerven beruhigen?

Heiße oder kalte Duschen oder Bäder können bei manchen Menschen Kopfschmerzen lindern. Auch Ruhe in einem ruhigen Raum mit einem kühlen Tuch auf der Stirn kann hilfreich sein. Eine sanfte Massage der Kopf- und Nackenmuskulatur kann ebenfalls Linderung verschaffen.

Woran merke ich, ob mein Nervensystem geschädigt ist?

Zittern und Krampfanfälle. Rückenschmerzen, die in die Füße, Zehen oder andere Körperteile ausstrahlen. Muskelschwund und undeutliche Sprache. Neu aufgetretene Sprachstörungen (Ausdruck oder Verständnis).