Basale Stimulation

Basale Stimulation ist eine Pflegemethode, die bei Schlaganfallpatienten eingesetzt wird, um deren gestörte Wahrnehmung, Körperorientierung und Kommunikation zu fördern. Durch gezielte Berührungen, Geräusche, Gerüche und andere taktile oder visuelle Reize werden die Sinne angeregt, was zu einer besseren Körperwahrnehmung, Orientierung und Lebensqualität führen kann. Beispiele sind das sanfte Ausstreichen des Körpers, das Verwenden von Gegenständen mit bestimmten Texturen oder das Einsetzen von Vibrationen. 

Anwendungsbereiche nach einem Schlaganfall

  • Förderung der Körperwahrnehmung: Durch Berührungen (z.B. mit Kosmetikpinseln oder einem warmen Waschlappen) wird dem Patienten geholfen, seinen Körper wieder deutlicher wahrzunehmen, besonders bei Taubheitsgefühlen.
  • Orientierungshilfe: Beruhigende Stimmen und das Ansprechen des Patienten über vertraute Gegenstände können ihn in der Realität verankern.
  • Reduzierung von Unruhe und Ängsten: Sanfte Berührungen und Umarmungen können innere Unruhezustände abbauen und zu mehr Ausgeglichenheit führen.
  • Unterstützung bei der Rehabilitation: Die Methode kann unterstützend bei der Rehabilitation eingesetzt werden, um die Reizverarbeitung im Gehirn anzuregen.
  • Verbesserung des Wohlbefindens: Gezielte Reize, wie der Duft von Lavendel oder das Spüren einer vibrierenden Matte, können positive Effekte auf das Wohlbefinden haben und bewusste Momente hervorrufen. 

Wichtige Hinweise

  • Die Anwendung sollte professionell angeleitet werden, insbesondere nach einem Schlaganfall, um die richtigen Reize zu setzen.
  • Eine wichtige Grundlage ist die genaue Beobachtung der Reaktionen des Patienten, um die Stimulation darauf abzustimmen.
  • Es geht darum, eine nonverbale Kommunikation aufzubauen und eine vertrauensvolle Beziehung zu schaffen.