Schmerzen nach einem Schlaganfall

Schmerzen nach einem Schlaganfall sind häufig, treten oft wochen- bis monatelang verzögert auf und umfassen zentrale neuropathische Schmerzen (brennend, einschießend, oft gegenüberliegend) sowie spastische Schmerzen (Muskelsteifheit) oder Schulter-Arm-Schmerzen.

Typische Schmerzmittel helfen meist nicht; stattdessen werden oft Antidepressiva (Amitriptylin) oder Antikonvulsiva (Gabapentin) eingesetzt. 

Hier sind die wichtigsten Aspekte zu Schmerzen nach einem Schlaganfall:

  • Zentrales neuropathisches Schmerzsyndrom (CPSP): Diese Schmerzen entstehen durch Schädigungen im Gehirn, die für die Schmerzverarbeitung zuständig sind, und werden als brennend, stechend, elektrisierend oder klopfend empfunden.
  • Spastik und Muskelsteifheit: Durch die Neorganisation des Gehirns können Muskeln verkrampfen, was zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führt (Spastik).
  • Schulter-Arm-Schmerzen: Oft verursacht durch Schultersteife, Fehlstellungen oder schlaffe Lähmung in Kombination mit mangelnder Stabilität.
  • Therapiemöglichkeiten:
    • Medikamente: Antidepressiva (z.B. Amitriptylin) oder Antikonvulsiva (Gabapentin, Pregabalin) sind Mittel der ersten Wahl.
    • Physio- und Ergotherapie: Wichtig zur Linderung von Spastik und Mobilisation.
    • Alternative Therapien: Wärme-, Kälteanwendungen, oder in seltenen Fällen Tiefe Hirnstimulation. 

Es ist wichtig, diese Schmerzen frühzeitig zu erkennen und interdisziplinär (Neurologen, Schmerztherapeuten, Therapeuten) behandeln zu lassen, da sie die Rehabilitation stark beeinträchtigen können. 

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