Corona (COVID-19) kann das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Studien zeigen, dass insbesondere in den ersten zwei Wochen nach einer Infektion das Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte deutlich ansteigt, bedingt durch entzündliche Prozesse und eine erhöhte Thromboseneigung.
Wichtige Fakten zum Zusammenhang:
- Erhöhtes Risiko: COVID-19-Patienten haben ein signifikant höheres Risiko, einen ischämischen Schlaganfall (durch Blutgerinnsel) zu erleiden.
- Ursachen: Die Infektion kann entzündliche Reaktionen im Körper auslösen und das Blutgerinnungssystem beeinflussen, was zu Thrombosen führen kann.
- Zeitfenster: Das höchste Risiko besteht typischerweise in den ersten zwei Wochen nach der akuten Infektion.
- Impfung als Schutz: Die COVID-19-Impfung kann helfen, das Risiko schwerer Verläufe und damit verbundener Komplikationen wie Schlaganfälle zu senken.
Hinweis: Dies ersetzt keinen ärztlichen Rat. Bei Symptomen wie einseitiger Lähmung, Sprachstörungen oder plötzlicher Verwirrtheit sofort den Notruf wählen.
Im Verlauf der Corona-Pandemie konnten zahlreiche Studien nachweisen, dass die Infektion mit Covid-19 das Risiko für weitere Erkrankungen deutlich erhöht, allen voran Herz-Kreislauferkrankungen wie den Schlaganfall oder Diabetes. Eine große Studie des King´s College London sorgt jetzt teilweise für Entwarnung. Zwar erhöht die Infektion im akuten Stadium das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen um das 6-fache, doch vier bis zwölf Wochen nach der Erkrankung sinkt es wieder ab. Spätestens ein Jahr nach der Infektion ist das Risiko nicht mehr höher als vor der Erkrankung.
Für ihre Studie verglichen die Forscherinnen und Forscher mehr als 400.000 britische Covid-19-Patientinnen mit nicht erkrankten Personen. Die Daten dazu lieferten Hausarztpraxen. Das Londoner Team kommt zu dem Schluss: “Menschen ohne vorbestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes Mellitus, die unter COVID-19 leiden, scheinen keinen langfristigen Anstieg der Inzidenz dieser Erkrankungen zu haben.”

Kann Corona einen Schlaganfall auslösen?
Die Berliner Schlaganfall Allianz e.V. (BSA) weist in einer Stellungnahme unter anderem darauf hin, dass Menschen mit einer Erkrankung an COVID-19 schwerste Schlaganfälle erleiden können. Dabei sind vor allem junge Patienten im Alter zwischen 30 und 50 Jahre betroffen.
Kann COVID Schlaganfälle verursachen?
COVID-19 kann das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall über Jahre hinweg erhöhen . Laut einer neuen Studie haben Menschen, die sich 2020 mit dem COVID-19-Virus infiziert haben, möglicherweise ein doppelt so hohes Risiko für zukünftige Herzinfarkte, Schlaganfälle oder vorzeitigen Tod jeglicher Ursache – und das bis zu drei Jahre später. Dies gilt selbst dann, wenn sie nie Anzeichen einer schweren Erkrankung zeigten.
Kann Corona das Gehirn dauerhaft beeinträchtigen?
Das sogenannte Spike-Protein des Corona-Virus SARS-CoV-2 verbleibt nach einer Infektion im Gehirn. Chronische Entzündungen des zentralen Nervensystems mit entsprechenden anhaltenden Symptomen im Rahmen von Long COVID können die Folge sein.
Kann sich COVID wie ein Schlaganfall anfühlen?
COVID-19-infizierte Patienten können Symptome aufweisen, die einem Schlaganfall ähneln . Aufgrund der hohen Inzidenz muss jedoch bei COVID-19-infizierten Patienten auch ein Schlaganfall in Betracht gezogen werden. Daher ist es wichtig, neurologische Symptome, insbesondere bei Patienten mit einem schweren Verlauf, zu beachten.
Was müssen Schlaganfall-Betroffene bei der Impfung beachten?
Schlaganfall-Betroffene mit einer halbseitigen Lähmung sollten sich in den gesunden Arm impfen lassen. Der Lymphabfluss funktioniert auf der gesunden Seite in der Regel besser.