Mein Leben – Meine Regeln – Love it, or leave it

PFLEGEHEIM? NEIN DANKE.

  • Ich lasse mich nicht verwalten. Ich lebe. Ich entscheide. Ich gehöre nicht ins System.
  • Ich bin kein Fall. Ich bin kein Bettplatz. Ich bin Selbstbestimmend!
  • Ich bestehe auf meine Menschenwürde
  • Ich gehöre mir – niemand schreibt meine Zukunft für mich.

Je nach Schwere der neurologischen Erkrankung ist selbständiges Wohnen nicht möglich. So sagt man. Wir sagen: Selbstbestimmung hat mehr Formen als eure Schubladen. Und Freiheit endet nicht dort, wo eure Fantasie aufhört.

Deshalb stellen wir das System in Frage und fordern sowohl die Gesellschaft wie auch die Politik zu einem Umdenken auf!

Unser Forderungskatalog:

1. Recht auf selbstbestimmtes Wohnen
  • Gesetzliche Verankerung eines Anspruchs auf selbstbestimmte Wohnformen für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedarf.
  • Abschaffung von Regelungen, die Menschen aus Kostengründen in stationäre Einrichtungen drängen.
  • Priorisierung ambulanter und gemeinwesenorientierter Wohnmodelle in allen kantonalen und nationalen Förderprogrammen.
2. Persönliche Assistenz als Grundrecht
  • Bundesweit garantierter Zugang zu Persönlicher Assistenz, unabhängig von Einkommen, Vermögen oder Wohnort.
  • Ausreichende Finanzierung, die tatsächliche Lebensrealitäten abbildet – inklusive Nachtassistenz, Sozialteilhabe und beruflicher Teilhabe.
  • Unabhängige Beratungsstellen, die nicht von Heimbetreibern oder Kostenträgern beeinflusst sind.
3. Umbau der Finanzierungssysteme
  • Einführung eines „Selbstbestimmungsbudgets“, das Menschen ermöglicht, Assistenz, Wohnen und Teilhabe frei zu organisieren.
  • Abschaffung von Fehlanreizen, die stationäre Verwahrung finanziell begünstigen.
  • Transparente Kostenstrukturen und jährliche Berichte über Mittelverwendung im Bereich Pflege und Behindertenhilfe.
4. Abbau institutioneller Pflegeheime
  • Keine Neu- oder Erweiterungsbauten von großen stationären Einrichtungen.
  • Schrittweiser Rückbau bestehender Heime zugunsten kleiner, dezentraler, inklusiver Wohnformen.
  • Verpflichtende Beteiligung von Betroffenen an allen Strukturreformen.
5. Faire Arbeitsbedingungen in Pflege und Assistenz
  • Deutliche Verbesserung der Löhne, Arbeitszeiten und Ausbildungsmöglichkeiten für Pflege- und Assistenzkräfte.
  • Förderung von Assistenz als eigenständiges Berufsbild mit klaren Standards.
  • Schutz vor Überlastung durch verbindliche Personalschlüssel.
6. Barrierefreiheit als gesetzlicher Standard
  • Verbindliche Umsetzung von baulicher, digitaler und kommunikativer Barrierefreiheit in allen öffentlichen und privaten Einrichtungen.
  • Sanktionen bei Nichteinhaltung und Förderprogramme für barrierefreie Modernisierung.
  • Verpflichtende Barrierefreiheitskonzepte für Gemeinden und Kantone.
7. Stärkung von Peer-Strukturen
  • Finanzierung von Peer-Beratungsstellen, Selbstvertretungsorganisationen und Betroffenenräten.
  • Gesetzliche Verankerung von „Nothing about us without us“ in allen Entscheidungsprozessen.
  • Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in politischen Gremien, Aufsichtsräten und Qualitätskommissionen.
8. Transparenz, Kontrolle und Menschenrechte
  • Unabhängige Kontrollinstanzen für Pflegeeinrichtungen mit unangekündigten Prüfungen.
  • Verpflichtende Veröffentlichung von Qualitätsberichten.
  • Klare Menschenrechtsstandards, die Zwang, Fixierung und Entmündigung ausschließen.
9. Öffentliche Aufklärung und Bewusstseinswandel
  • Nationale Kampagnen zu Rechten, Alternativen und Selbstbestimmung.
  • Aufklärung über diskriminierende Strukturen in traditionellen Heimsystemen.
  • Förderung inklusiver Nachbarschaften, Vereine und Kulturangebote.
10. Gesellschaftliche Verantwortung statt Auslagerung

Förderung von Co-Housing, inklusiven Wohngemeinschaften und gemeinschaftlichen Wohnprojekten.ungskatalog

Kommunen und Kantone müssen Verantwortung übernehmen, statt Menschen in Institutionen abzuschieben.

Aufbau lokaler Unterstützungsnetzwerke, die Teilhabe ermöglichen.

Negative Stimmen von Bewohnern

  • “Ich hatte ein Zimmer. Kein Leben.“
  • „Man sprach über mich. Nicht mit mir.“
  • „Ich war verwahrt, nicht begleitet.“
  • „Mein Alltag war ein Ablaufplan, kein Zuhause.“
  • „Ich wurde versorgt – aber nicht gesehen.“
  • „Ich war ein Bettplatz mit Kostenstelle.“
  • „Freiheit war ein Ausnahmezustand.“
  • „Ich musste funktionieren, damit das System funktioniert.“
Negative Stimmen von Pflegekräften
  • „Wir pflegen nicht zu wenig – wir haben zu wenig Zeit zum Pflegen.“
  • „Ich will Menschen begleiten, nicht Akkordarbeit leisten.“
  • „Wir wissen, was gut wäre – aber das System lässt es nicht zu.“
  • „Ich sehe die Bewohner. Aber ich darf mir keine Zeit für sie nehmen.“
  • „Wir verwalten Mangel, nicht Bedürfnisse.“
  • „Ich gehe jeden Tag mit schlechtem Gewissen nach Hause.“
  • „Wir brennen aus, bevor wir helfen können.“
  • „Das Problem sind nicht die Menschen – es ist die Struktur.“

Weiterführende Informationen

Berichte uns über deine eigenen Erfahrungen, Ängsten oder Fragen in unserem Forum oder in unserer Facebook-Gruppe.

„Wir tragen einander – nicht Heime! „Gemeinsam statt abgeschoben.“

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