Canabis-Konsum nach einer neurologischen Erkrankung

THC-Konsum nach einer neurologischen Erkrankung (z.B. MS, Epilepsie) ist individuell. Während medizinisches Cannabis bei Spastik, Schmerzen oder bestimmten Epilepsieformen helfen kann, birgt nicht-medizinischer, starker Konsum Risiken wie kognitive Einbußen, Lern- und Gedächtnisdefizite. Die Wirkung ist oft unvorhersehbar und Nebenwirkungen können zum Abbruch führen. Eine ärztliche Absprache ist zwingend.

  • Medizinische Anwendung: Zugelassen sind Präparate zur Behandlung von Spastik bei Multipler Sklerose (z. B. Sativex) und speziellen Epilepsieformen (z. B. Epidyolex).
  • Risiken: Starker, regelmäßiger Konsum kann die Gehirnstruktur verändern und die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Studien zeigten auch neurotoxische Effekte und den Tod von Hippocampusneuronen.
  • Wirkung: Cannabinoide können neuroprotektiv wirken, helfen aber nicht jedem und können Nebenwirkungen verursachen.
  • Rechtliches in der Schweiz: Das Verbot von Cannabis zu medizinischen Zwecken wurde aufgehoben; eine Ausnahmebewilligung vom BAG ist nicht mehr erforderlich, jedoch müssen Ärzte Behandlungsdaten melden. 

Es wird dringend empfohlen, vor der Anwendung ärztlichen Rat einzuholen, um Nutzen und Risiken abzuwägen

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