Die Weißkittelhypertonie (auch Weißkittelsyndrom) beschreibt einen erhöhten Blutdruck in der Arztpraxis (> 140/90 mmHg), während die Werte im entspannten Alltag (zu Hause) normal sind. Verursacht durch Stress oder Angst, ist sie kein harmloses Phänomen, da sie oft mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden ist. Die Diagnose erfolgt primär durch 24-Stunden-Blutdruckmessung.
Wichtige Fakten zur Weißkittelhypertonie:
- Ursache: Psychischer Stress, Aufregung oder Angst vor dem Arztbesuch (“Weißkittel”) führen zu einer kurzfristigen, situationsbedingten Blutdrucksteigerung.
- Diagnose: Die Unterscheidung zwischen echter Hypertonie und Weißkittelhypertonie ist entscheidend, um Fehlbehandlungen zu vermeiden. Standard ist die 24-Stunden-Langzeitblutdruckmessung. Auch regelmäßige Selbstmessungen zu Hause (auf den Oberarm gestützt) helfen.
- Risiko: Studien zeigen, dass Betroffene ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Folgeschäden haben, was engmaschige Kontrollen erforderlich macht.
- Therapie: Eine medikamentöse Behandlung ist oft nicht sofort notwendig, jedoch werden Lebensstiländerungen (Sport, gesunde Ernährung, Stressabbau) empfohlen.
- Häufigkeit: Etwa 15 % der Bevölkerung sind betroffen, bei Senioren ist die Prävalenz höher.
Hinweis: Wenn Sie hohe Werte beim Arzt messen, ist die Dokumentation Ihrer häuslichen Blutdruckwerte sehr hilfreich für die Diagnosefindung
vitalibera Warnung! Aus eigenen Erfahrungen ist hier eine Blutdruck 24h Langzeitmessung angebracht um eine ernsthafte Erkrankung lückenlos ausschliessen zu können.