Mentale “Motor Imagery” Therapie

Motor Imagery (MI) ist ein kognitiver Prozess, bei dem Bewegungen ohne physische Ausführung mental simuliert werden, um Leistung zu steigern oder Rehabilitation zu fördern. Es aktiviert ähnliche Gehirnareale wie tatsächliche Bewegungen, verbessert die neuronale Plastizität und hilft, Bewegungsabläufe zu lernen. Es wird häufig in Sport (Visualisierung) und Neurologie (Schlaganfall) eingesetzt.

Kernaspekte des Mentales Trainings

  • Definition: Mentale Vorstellung von Bewegungen (visuell oder kinästhetisch), ohne dass Muskelaktivität stattfindet.
  • Anwendungsgebiete:
    • Sport: Verbesserung von Technik, Motivation und Selbstvertrauen.
    • Rehabilitation: Behandlung nach Schlaganfällen, bei CRPS (komplexes regionales Schmerzsyndrom) oder Phantomschmerz.
  • Arten der Vorstellung:
    • Internal (1st-person): Man “fühlt” die Bewegung aus der eigenen Perspektive.
    • External (3rd-person): Man sieht sich selbst von außen (wie im Film).
  • Wirksamkeit: Am effektivsten in Kombination mit physischem Training. 

Anwendung (Graded Motor Imagery – GMI)

In der Therapie wird oft ein gestufter Ansatz genutzt, um das Gehirn neu zu programmieren: 

  1. Lateralisierung: Erkennen, ob ein gezeigtes Körperteil links oder rechts ist.
  2. Explizite Vorstellung: Mentales Vorstellen von Bewegungen ohne Ausführung.
  3. Spiegeltherapie: Nutzung eines Spiegels, um dem Gehirn Bewegung des betroffenen Körperteils vorzugaukeln.

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