Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation

Die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF) nach Kabath ist ein physiotherapeutisches Behandlungskonzept, das von Dr. Herman Kabat und Margaret Knott in den 1940er Jahren entwickelt wurde, um Nerven- und Muskelreaktionen durch Stimulation von Tiefensensibilität (Propriozeptoren) zu erleichtern (fazilitieren) und das Bewegungspotenzial zu verbessern, indem dreidimensionale, diagonale Bewegungsmuster (Pattern) in Synergien genutzt werden, um die Motorik zu optimieren und … Weiterlesen

Kunsttherapie bei Hemiplegie

Kunsttherapie bei Hemiplegie (Halbseitenlähmung) nutzt kreative Methoden wie Malen, Zeichnen, Skulpturieren, um die Rehabilitation zu unterstützen, indem sie einen nonverbalen Ausdruck für Gefühle ermöglicht, das Selbstbild stärkt, neue Handlungswege eröffnet und die Verbindung zwischen Geist und Körper fördert, auch bei hoher Lähmung. Sie ist ressourcenorientiert und passt sich den individuellen Möglichkeiten an, oft kombiniert mit anderen … Weiterlesen

Quiet Eye Training

Quiet Eye Training (QET) bei Schlaganfall zielt auf die Verbesserung der visuellen Suche und Orientierung ab, oft bei Gesichtsfeldausfällen, indem Patienten lernen, ihre Augen gezielt zu bewegen und das Gesichtsfeld zu kompensieren, beispielsweise mit Computerprogrammen (VISIOcoach) oder speziellen Übungen (Sakkaden, Suchaufgaben), die die Augenmuskulatur trainieren, die Aufmerksamkeit auf den blinden Bereich lenken und die kognitive Flexibilität verbessern, … Weiterlesen

Visuelle Rückmeldung trainieren

Visuelle Rückmeldung hilft dem Gehirn nach einem Schlaganfall, indem sie betroffene Hirnregionen gezielt aktiviert, um Funktionen wie Motorik, Wahrnehmung und Aufmerksamkeit zu verbessern,  Beispielsweise durch Spiegeltherapie, digitale Spiele mit Feedback oder gezieltes Sakkadentraining (Augenbewegungen), um Gesichtsfeldausfälle zu kompensieren, was das Gehirn zwingt, neue neuronale Verbindungen zu bilden. Diese Techniken nutzen die Plastizität des Gehirns, um verlorene … Weiterlesen

Neurointensivwochen (NIWo)

(NIWo) sind intensive, spezialisierte Therapieprogramme für Menschen mit neurologischen Ausfällen (z.B. nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma), die auch lange nach dem Ereignis noch große Fortschritte ermöglichen sollen, indem sie hochrepetitives Training (oft 3-4 Stunden täglich) in Einzel- oder Gruppensettings über mehrere Wochen bieten und oft über Heilmittelverordnungen abgerechnet werden können, mit dem Ziel, die Funktion durch gezielte, … Weiterlesen

Gut vorbereitet in die Reha

Sie haben den Entschluss gefasst, eine Rehabilitation zu beginnen? Damit haben Sie schon einen wichtigen Schritt hin zu besserer Gesundheit und mehr Wohlbefinden gemacht. Bevor Sie Ihre Rehabilitation starten, gibt es jedoch einige Dinge, die Sie beachten sollten. Auf dieser Seite geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich optimal auf Ihre Reha vorbereiten können und klären … Weiterlesen

Perfetti-Konzept

Das Perfetti-Konzept ist eine neurokognitive Therapie für Menschen mit Schäden im zentralen Nervensystem (z.B. nach einem Schlaganfall), entwickelt von Professor Carlo Perfetti, die durch gezielte, kognitiv-therapeutische Übungen das Gehirn reorganisiert, um Bewegungsabläufe zu verbessern. Der Kern liegt in der Verbindung von Wahrnehmung, Kognition und Bewegung, oft mit geschlossenen Augen, um die taktil-kinästhetische Wahrnehmung zu fördern und dem Patienten zu helfen, … Weiterlesen

Videospiele sind in der Neurorehabilitation

Videospiele sind in der Neurorehabilitation ein wirksames Werkzeug, um motorische Fähigkeiten, Kognition und Motivation nach Hirnschädigungen (z.B. Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma) zu fördern, indem sie durch spielerische Herausforderungen, Belohnungen (Dopamin), „Flow“-Erlebnisse und immersive Erlebnisse die Neuroplastizität anregen und Patienten motivieren, repetitive Übungen durchzuführen. Spezielle “Exergames” oder VR-Anwendungen wie VirtualRehab trainieren Arm- und Beinfunktionen, Balance und Feinmotorik, oft mit … Weiterlesen

Mit Stille Veränderungen im Gehirn auslösen

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bereits zwei Stunden völliger Stille tiefgreifende Veränderungen im Gehirn auslösen können. In kontrollierten Studien wurde eine gesteigerte Aktivität im Hippocampus beobachtet – dem Bereich, der für Gedächtnis, Lernen und emotionale Regulation verantwortlich ist. Diese Erkenntnisse knüpfen an frühere Forschung der Duke University (2013) an, die belegt, dass Stille bei Mäusen die … Weiterlesen