Bewegung fördert die Neuroplastizität

In unserer schnelllebigen Welt ist es einfach, im Trubel des Alltagslebens gefangen zu sein. Dennoch sollten wir niemals zu beschäftigt sein für unsere tägliche Dosis Bewegung! Du magst denken: “Sicher, ich weiß, es ist wichtig für einen gesunden Körper und ein gutes Körpergewicht.” Aber hast du jemals die Bedeutung von körperlicher Aktivität für deine Stimmung und mentale Fitness und generelle langfristige Hirngesundheit in Betracht gezogen? In der Tat unterschätzen viele Menschen die Stärke der Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und mentaler Fitness. Körperliche Aktivität hat nicht nur zum Ziel, fit zu bleiben oder gut auszusehen. Sie spielt eine entscheidende Rolle bei der Pflege unseres Geistes und unserer Seele!

Bewegung ist ein starker Motor für die Neuroplastizität, indem sie die Durchblutung fördert, den Wachstumsfaktor (BDNF) ausschüttet und die Neubildung von Nervenzellen im Hippocampus anregt. Regelmäßige körperliche Aktivität – schon 3x 30 Min./Woche – stärkt synaptische Verbindungen, verbessert kognitive Funktionen wie Gedächtnis und Lernfähigkeit und hält das Gehirn bis ins hohe Alter flexibel.

Kernaspekte der bewegungsfördernden Neuroplastizität:

  • BDNF-Produktion: Bewegung steigert die Produktion von „Brain-Derived Neurotrophic Factor“ (BDNF), einem Protein, das das Wachstum und Überleben von Neuronen fördert.
  • Neurogenese im Hippocampus: Besonders Ausdauersport regt die Bildung neuer Nervenzellen in der für Gedächtnis und Lernen zuständigen Gehirnregion an.
  • Verbesserte Durchblutung: Eine erhöhte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung steigert die Konzentration und kognitive Leistung.
  • Stärkung neuronaler Netzwerke: Körperliche Aktivität führt zu strukturellen Anpassungen, die das Gehirn effizienter vernetzen.
  • Stressabbau: Sport senkt das Stresshormon Cortisol, was die Lernfähigkeit verbessert.
  • Empfohlene Aktivitäten: Aerobe Aktivitäten (Joggen, Schwimmen, Radfahren) sowie koordinativ anspruchsvolle Übungen (Tanzen, Yoga, Balancieren) sind ideal. 

Bereits kleine Veränderungen im Alltag, wie Treppensteigen statt Aufzug, unterstützen diese positiven Gehirnanpassungen.

Körperliche Aktivität ist aus drei Hauptgründe entscheidend für die Hirngesundheit:

  1. Bewegung erhöht den Blutfluss im gesamten Körper, einschließlich des Gehirns. Dieser verbesserte Blutfluss stellt sicher, dass das Gehirn kontinuierlich mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Die verbesserte Zirkulation trägt zur Gesundheit der Gehirnzellen bei und unterstützt deren optimale Funktion.
  2. Körperliche Aktivität löst die Freisetzung von Neurotransmittern wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin aus. Diese Transmitter spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulation der Stimmung, Motivation und der allgemeinen kognitiven Funktion. Regelmässige Bewegung kann die Spiegel dieser Neurotransmitter erhöhen und so zu einer Reduzierung von Stress und gesteigertem mentalen Wohlbefinden beitragen.
  3. Es wurde gezeigt, dass Bewegung die Neuroplastizität fördert, d.h. die Fähigkeit des Gehirns, sich neu zu organisieren und frische neuronale Verbindungen zu bilden. Sie erhöht die Produktion von neurotrophen Faktoren wie dem “Brain-Derived Neurotrophic Factor” (BDNF), der das Wachstum von Neuronen und synaptischen Verbindungen fördert. Das heisst, dass Bewegung das Wachstum neuer Neuronen im Hippocampus anregt und die Stärkung bestehender neuronaler Verbindungen fördert, was die kognitiven Fähigkeiten verbessern kann.

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