Parosmie ist eine qualitative Geruchsstörung, bei der vertraute Gerüche verzerrt, falsch oder unangenehm wahrgenommen werden. Düfte werden oft als faulig, verbrannt oder chemisch verfälscht, selbst wenn die Quelle neutral ist. Sie tritt häufig nach Virusinfektionen (z.B. COVID-19) auf, wenn sich der Riechnerv erholt.
Hauptmerkmale und Fakten:
- Formen: Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Kakosmie (Gerüche werden unangenehm wahrgenommen) und Euosmie (Gerüche werden fälschlicherweise als angenehm empfunden).
- Ursachen: Neben Viren können auch Verletzungen, Tumore oder Schwangerschaft (im ersten Drittel) Auslöser sein.
- Auswirkungen: Die Störung kann den Alltag stark beeinträchtigen, da Essen oft nicht mehr schmeckt oder als stinkend empfunden wird.
- Prognose: Bei vielen Betroffenen bessert sich der Geruchssinn innerhalb einiger Monate wieder, oft im Rahmen eines Riechtrainings.
Die Parosmie ist von der Anosmie (vollständiger Geruchsverlust) oder Phantosmie (Geruchswahrnehmung ohne Reiz) abzugrenzen.