5 Wege, deine Spastik zu beruhigen

Spastik ist kein Gegner. Sie ist ein Alarm. Und du lernst, den Alarm zu steuern.“

Definition : Spastik

Spastik (Spastizität) ist eine krankhafte, nicht kontrollierbare Erhöhung der Muskelspannung (Muskeltonus), die durch Schädigungen des zentralen Nervensystems – Gehirn oder Rückenmark – entsteht. Sie führt zu Muskelsteifheit, Krämpfen und Bewegungseinschränkungen, oft als Folge von Schlaganfällen, Multipler Sklerose oder Hirnverletzungen. Es ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit.

5 Wege, deine Spastik zu beruhigen – in 60 Sekunden

1. Ausatmen verlängern (10 Sekunden)

„Langer Ausatem = weniger Alarm.“

  • 4 Sekunden einatmen
  • 6–8 Sekunden ausatmen
  • Zwei Wiederholungen reichen oft schon, um den Tonus zu senken.

2. Langsame, rhythmische Bewegung (10 Sekunden)

Spastik hasst Überraschungen.

  • Eine kleine, vorhersehbare Bewegung wählen (z. B. Hand öffnen–schließen, Fuß vor–zurück).
  • Im gleichen Tempo bleiben.
  • Nicht ziehen, nicht drücken – führen.

3. Wärme drauf (10 Sekunden)

  • Hand, Unterarm oder Wade kurz wärmen (Tuch, warme Hand, Kleidung).
  • Wärme signalisiert Sicherheit → Muskeltonus sinkt.

4. Gegenspieler aktivieren (15 Sekunden)

Nicht kämpfen – umlenken.

  • Bei gebeugtem Arm: Schulter leicht nach hinten ziehen.
  • Bei Zehenkrallen: Ferse sanft in den Boden drücken.
  • Mini-Aktivierung, kein Krafttraining.

5. Trigger stoppen (15 Sekunden)

Ein Mini-Check:

  • Bin ich kalt?
  • Bin ich gestresst?
  • Bewege ich zu schnell?
  • Bin ich müde?

Wenn ja: kurz stoppen, atmen, Tempo rausnehmen.

Was ist Spastik einfach erklärt?
Der Begriff Spastik ist abgeleitet aus dem Griechischen (Spasmos = Krampf) und meint eine erhöhte Eigenspannung der Muskulatur. Sie entsteht durch eine Schädigung des Gehirns, ein Defekt auf dem Weg von der Entstehung des Bewegungsimpulses bis zur Ausführung im Muskel.

Was sind spastische Symptome?
Abnorme Körperhaltung. Muskelspannung während einer Aktivität. Anormale Winkel der Schultern, Arme, Handgelenke und Finger. Muskelkontraktionen, die das Ausmaß der Bewegung reduzieren und/oder die Gelenke ruhigstellen.

Was löst Spastik aus?
Spastik kann sich im Tagesverlauf verändern und sich bei Stress verschlimmern. Häufige Auslöser sind: Schmerzen (Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen) und Infektionen, insbesondere Harnwegsinfekte.

Wie löst man eine Spastik?
Die Behandlung von Spastik (gesteigerter Muskelspannung) erfolgt meist durch eine Kombination aus Physiotherapie, Dehnübungen und Medikamenten, um Muskeln zu entspannen und die Beweglichkeit zu verbessern. Effektive Ansätze umfassen regelmäßiges Dehnen, gezielte Bewegungsübungen (z. B. Bobath-Methode), Medikamente wie Baclofen oder Tizanidin sowie lokale Injektionen mit Botulinumtoxin.

Was passiert, wenn Spastik unbehandelt bleibt?
Unbehandelt kann Spastik dazu führen, dass Gelenke in Armen und Beinen in einer unnatürlichen und möglicherweise schmerzhaften Position verharren oder einfrieren . Dies wird als Kontraktur bezeichnet. Zu den häufigsten Symptomen gehören schmerzhafte Muskelkrämpfe.

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