Mineralstoff- & Vitaminmängel nach neurologischer Erkrankung

Nach neurologischen Erkrankungen (z.B. Schlaganfall, Demenz, Polyneuropathie) besteht häufig ein erhöhtes Risiko für Mineralstoff- und Vitaminmängel, die Nervenschäden fördern. Besonders Magnesium- und Vitamin-B-Mangel (B1, B12) sind kritisch, da sie Müdigkeit, Nervenschmerzen und Koordinationsstörungen verursachen. Eine gezielte Supplementierung kann die Regeneration unterstützen. 

Wichtige Mineralstoffe & Vitamine bei neurologischen Erkrankungen:

  • Magnesium: Niedrige Spiegel (Magnesiummangel) korrelieren mit stärkeren neurologischen Ausfällen nach einem Schlaganfall. Es ist essenziell für den Schutz vor Demenz.
  • Vitamin B12 (Cobalamin): Ein Mangel ist weit verbreitet (jeder Vierte über 65 Jahre) und führt zu Nervenschäden, Parästhesien (Kribbeln), Lähmungen und kognitiven Störungen.
  • Vitamin B1 (Thiamin): Essenziell bei Polyneuropathien und Wernicke-Enzephalopathie; Benfotiamin wird besser aufgenommen als herkömmliches B1.
  • Vitamin B6: Mangel verursacht Muskelschmerzen, Müdigkeit und Sensibilitätsstörungen.
  • Folsäure (Vitamin B9): Wichtig für die Nervenerneuerung.
  • Vitamin D: Beeinflusst den Verlauf vieler neurologischer Erkrankungen.
  • Aminosäuren (Arginin, Cystein, Glutamin): Spielen eine Rolle im zerebralen Stoffwechsel. 

Ursachen und Folgen:
Neurologische Schäden entstehen oft durch eine gestörte Reizweiterleitung, wenn Myelinscheiden durch Nährstoffmangel nicht aufgebaut werden. Chronische Erkrankungen, veränderte Ernährung oder Malabsorption können diese Mängel verursachen. 

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Nährstoffkombinationen: Uridinmonophosphat (UMP), Vitamin B12 und Folsäure unterstützen die Nervenregeneration.
  • Benfotiamin: Wird zur Behandlung von B1-Mangel-bedingter Neuropathie eingesetzt.
  • Diagnose: Eine Blutuntersuchung (bei Hausarzt oder Neurologe) ist vor der Einnahme von Präparaten ratsam. 

Unser Hirn ist – was es isst!

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