Wellness für die starke, nicht betroffene Seite

Wenn eine Körperhälfte durch Hemiparese oder Spastik eingeschränkt ist, übernimmt die gesunde Seite oft zu viel. „Die gesunde Seite entlasten“ heißt also: weg vom Überkompensieren, hin zu einem ausgewogeneren, schonenderen Bewegungsmuster. Was „die gesunde Seite entlasten“ im Reha‑Alltag bedeutet Allgemeine Strategien, um die gesunde Seite zu entlasten (Alles auf allgemeiner Ebene, ohne individuelle Therapieempfehlungen) Haltung … Weiterlesen

Arten des Schädel‑Hirn‑Trauma

Ein Schädel‑Hirn‑Trauma (SHT) wird medizinisch nach Art der Verletzung (offen/geschlossen) und Schweregrad (GCS 1.–3. Grad) eingeteilt. Hier ist eine klare, kompakte Übersicht der wichtigsten Kategorien – so, wie sie auch in Reha‑Kontexten wie deinem oft verwendet werden. Hauptarten des Schädel‑Hirn‑Traumas 1) Nach Art der Verletzung Diese Einteilung beschreibt, ob die schützenden Strukturen des Gehirns verletzt … Weiterlesen

Sofortmaßnahmen beim “Restless Legs Syndrom”

Restless Legs können einen richtig wahnsinnig machen, besonders abends. Ich kann dir keine medizinische Diagnose geben, aber ich kann dir ein paar allgemeine, oft hilfreiche Maßnahmen nennen, die viele Menschen als beruhigend empfinden. Was ist das Restless-Legs-Syndrom? Das Restless-Legs-Syndrom (RLS) ist eine häufige neurologische Erkrankung, die durch einen unwiderstehlichen Bewegungsdrang der Beine, oft begleitet von … Weiterlesen

5 Wege, deine Spastik zu beruhigen

„Spastik ist kein Gegner. Sie ist ein Alarm. Und du lernst, den Alarm zu steuern.“ Definition : Spastik Spastik (Spastizität) ist eine krankhafte, nicht kontrollierbare Erhöhung der Muskelspannung (Muskeltonus), die durch Schädigungen des zentralen Nervensystems – Gehirn oder Rückenmark – entsteht. Sie führt zu Muskelsteifheit, Krämpfen und Bewegungseinschränkungen, oft als Folge von Schlaganfällen, Multipler Sklerose … Weiterlesen

Dieses Gefühl als wenn die betroffene Seite „nicht da“ wäre

Dieses Gefühl, als wäre die betroffene Seite „nicht da“, ist etwas, das viele Menschen mit Hemiparese oder sensomotorischen Störungen beschreiben. Und es ist nicht nur ein körperliches Phänomen – es trifft auch das Körperbild, die Orientierung, das Vertrauen in den eigenen Körper. Was dieses „nicht da“-Gefühl bedeutet Viele Betroffene beschreiben es so, als würde die … Weiterlesen

Ich will mein Leben zurück!

Dieser Satz trägt so viel Gewicht. Wenn jemand sagt „Ich will mein Leben zurück“, dann steckt darin kein Drama, sondern ein ehrlicher, tiefer Wunsch nach Kontrolle, nach Würde, nach einem Gefühl von „Ich bestimme wieder“. Du bist nicht am Anfang dieser Reise. Du hast schon so viel zurückerobert – Schritt für Schritt, manchmal millimeterweise, manchmal … Weiterlesen

Angst vor einem erneuten Schlaganfall

Die Angst vor einem erneuten Schlaganfall ist nach einem ersten Ereignis völlig verständlich – aber sie kann lähmend wirken, wenn sie nicht begleitet wird. In der Schweiz wie auch international empfehlen Fachleute eine Kombination aus medizinischer Nachsorge, psychologischer Unterstützung und Alltagssicherheit, um Vertrauen zurückzugewinnen. Warum diese Angst entsteht Fehlende Struktur in der Nachsorge: In der … Weiterlesen

„Schutzverhalten“ in der Neurorehabilitation

„Schutzverhalten“ in der Neurorehabilitation beschreibt automatische, oft unbewusste Strategien, mit denen sich Patientinnen nach neurologischen Ereignissen vor Unsicherheit, Überforderung oder Stürzen schützen – etwa durch Vermeidung, Überkontrolle oder Rückzug. Diese Muster sind verständlich, aber können langfristig den Fortschritt behindern. Was ist Schutzverhalten? Typische Beispiele in der Neurorehabilitation Bereich Schutzverhalten Mögliche Folgen Gehen mit Stock Blick … Weiterlesen

Wiedereingliederung nach längerer Krankheit

Die Wiedereingliederung ist die stufenweise Rückführung von Arbeitnehmern an ihren Arbeitsplatz nach längerer Krankheit (oft „Hamburger Modell“), um die volle Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Sie erfolgt trotz fortdauernder Arbeitsunfähigkeit, basiert auf ärztlicher Empfehlung, ist meist befristet und zielt auf eine schonende Gewöhnung ab. Zur Checkliste für eine Wiedereingliederung in Deutschland. Wichtige Aspekte der Wiedereingliederung: In der Schweiz beinhaltet die berufliche … Weiterlesen

Behörden‑Dschungel nach neurologischer Erkrankung

Der nachfolgende Artikel bezieht sich primär auf die Situation in der Schweiz. Unsere in Deutschland ansässigen Mitglieder, klicken bitte hier um zur Situation in Deutschland zu gelangen. Nach einer neurologischen Erkrankung geraten viele Menschen in der Schweiz in einen regelrechten Behörden‑Dschungel. Das liegt nicht an dir – das System ist komplex, fragmentiert und oft schlecht … Weiterlesen

Kopfschmerzen nach einer neurologischen Erkrankung

Kopfschmerzen nach einer neurologischen Erkrankung (sekundäre Kopfschmerzen) sind ein ernstzunehmendes Symptom, das auf Schäden, Entzündungen oder Blutungen im Gehirn hinweisen kann. Sie treten häufig nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata (SHT), Hirnhautentzündungen oder Hirnblutungen auf. Eine sofortige ärztliche Abklärung ist bei neuen, plötzlichen oder starken Schmerzen dringend erforderlich, besonders wenn sie von Fieber, Lähmungen oder Sprachstörungen begleitet werden. Häufige … Weiterlesen

Der Drahtseilakt nach der Reha – Wie geht es weiter?

Dieses Gefühl, zwischen zwei Welten zu balancieren: der geschützten, strukturierten Reha-Klinik und dem echten Leben, das plötzlich wieder auf dich wartet, aber sich gleichzeitig fremd anfühlen kann. Die Rückkehr nach Hause nach einer neurologischen Reha fühlt sich für viele wie ein Drahtseilakt an. In der Reha gab es Struktur, Unterstützung und Menschen, die verstanden haben, … Weiterlesen

Tinnitus nach neurologischen Erkrankungen

Tinnitus nach neurologischen Erkrankungen tritt häufig (10–20 % der Fälle) auf und ist meist ein subjektives Symptom. Ursachen sind oft Multiple Sklerose, Schlaganfall, Schädel-Hirn-Traumata, Tumore, Gefäßmissbildungen (pulsatiler Tinnitus) oder neurodegenerative Prozesse. Auch Entzündungen des ZNS können Tinnitus verursachen. Diagnostisch sind HNO-Untersuchungen sowie MRT und Doppler-Sonografie nötig.  Häufige neurologische Zusammenhänge: Diagnose und Behandlung: Bei plötzlichem Auftreten oder pulssynchronem Tinnitus … Weiterlesen

Warum Flüssigkeit bei neurologischen Erkrankungen so entscheidend ist

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für Menschen mit neurologischen Erkrankungen besonders wichtig, weil selbst leichte Dehydrierung die Gehirnleistung, Stimmung, Konzentration und körperliche Belastbarkeit messbar verschlechtert. Studien zeigen, dass bereits ein Flüssigkeitsmangel von rund 2 % die neuronale Funktion beeinträchtigt und Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder kognitive Einbrüche verstärken kann. Warum Flüssigkeit bei neurologischen Erkrankungen so entscheidend ist Das … Weiterlesen

Wiederbelebungsmaßnahmen (Reanimation)

Wiederbelebungsmaßnahmen (Reanimation) sind bei Herzstillstand lebensrettend. Die Kernschritte sind: Prüfen (Bewusstsein/Atmung), Rufen (Notruf 112) und Drücken (Herzdruckmassage). Nachfolgend 30-mal fest (5-6 cm) und schnell (100-120/Min) auf die Mitte des Brustkorbs drücken, gefolgt von 2 Beatmungen. Nicht zögern – sofort starten!.  Schritt-für-Schritt-Anleitung der Wiederbelebung (Erwachsene): Wichtig: Führen Sie die Maßnahmen ununterbrochen durch, bis der Rettungsdienst eintrifft oder die Person wieder normale Anzeichen von … Weiterlesen

Einen Notruf korrekt absetzen

Ein Notruf (112) wird korrekt abgesetzt, indem man Ruhe bewahrt und die 5 W-Fragen beantwortet: Wo, Was, Wie viele, Welche Art von Verletzungen und Warten auf Rückfragen. Wichtig ist, den Standort präzise zu nennen (Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk) und das Gespräch erst zu beenden, wenn die Leitstelle auflegt. Die 5 W-Fragen im Detail: Wichtige Hinweise Warten auf Rückfragen: Legen Sie nicht auf! … Weiterlesen

Atypische Hirnblutung (Lobärblutung)

Eine atypische Hirnblutung, oft als Lobärblutung bezeichnet, ist eine Blutung im Gehirngewebe außerhalb der typischen Stammganglienregionen, meist in den Hirnlappen. Sie tritt häufig bei älteren Patienten auf, oft durch zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) verursacht, und äußert sich schlagartig durch Kopfschmerzen, Lähmungen oder Krampfanfälle.  Wichtige Fakten zur atypischen Hirnblutung: Atypische Hirnblutungen unterscheiden sich von typischen Blutungen durch ihre … Weiterlesen

Einfluss des Wetters auf das Schlaganfall-Risiko

Besonders im Frühling und im Herbst verändert sich das Wetter schlagartig und die Temperaturen schwanken zwischen sommerlich warmen Tagen und Minusgraden. Viele Menschen reagieren sensibel auf diese Wetterveränderungen und klagen über Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen und Müdigkeit. Auch Schlaganfall-SpezialistInnen stellen einen Zusammenhang zwischen Wetterveränderungen und dem Auftreten von Schlaganfällen fest. Diese Beobachtungen veranlasste mehrere Forschungsgruppen in den letzten Jahren … Weiterlesen

Neuroregeneration 

Die Neuroregeneration umfasst die Reparatur, das Wachstum und die funktionelle Wiederherstellung von Nervenzellen, Axonen und Synapsen nach Verletzungen oder bei Erkrankungen. Sie ist hochgradig vom Nervensystemtyp abhängig: Während sie im peripheren Nervensystem (PNS) durch Schwann-Zellen möglich ist, ist sie im zentralen Nervensystem (ZNS) durch hemmende Faktoren stark begrenzt. Wichtige Aspekte der Neuroregeneration: Die Forschung konzentriert sich darauf, die … Weiterlesen

Plötzliche starke Nackenschmerzen

Plötzliche, sehr starke Nackenschmerzen, oft begleitet von Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen oder Horner-Syndrom, können auf eine gefährliche Arterienissektion (Riss der Halsgefäße) als Ursache eines Schlaganfalls hindeuten. Besonders bei jungen Menschen ist dies ein Warnsignal, das sofortige notärztliche Hilfe (112) erfordert. Wichtige Anzeichen für Nackenschmerzen in Verbindung mit einem Schlaganfall: Wann sofort der Notarzt gerufen werden muss:Bei Kombination von Nackenschmerzen … Weiterlesen