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Natrium

Natrium ist ein wichtiger Elektrolyt, der in der Medizin zur Regulierung des Flüssigkeits-, Nerven- und Muskelhaushaltes eingesetzt wird. Ein Mangel oder Überschuss kann auf verschiedene Krankheiten hinweisen, wie zum Beispiel Nierenerkrankungen, Hormonstörungen, Erbrechen oder starkes Schwitzen. Mediziner messen den Natriumwert im Blut, um Elektrolytstörungen oder Dehydrierung zu diagnostizieren und den Erfolg einer Behandlung zu überprüfen.  Funktionen in der … Weiterlesen

Neglect

Neglect, auch bekannt als Neglect-Syndrom, ist eine neurologische Störung, bei der eine Seite der Umgebung oder des eigenen Körpers nicht mehr wahrgenommen oder beachtet wird, obwohl die Sinnesorgane (wie Augen oder Ohren) selbst intakt sind. Es ist keine Sehstörung (wie eine Hemianopsie), sondern eine Aufmerksamkeitsstörung. Der Begriff leitet sich vom lateinischen “neglegere” ab, was “nicht beachten” oder “vernachlässigen” … Weiterlesen

Nervenleitgeschwindigkeitsmessung

Die Nervenleitgeschwindigkeitsmessung (NLG) ist ein diagnostisches Verfahren, bei dem die Geschwindigkeit gemessen wird, mit der elektrische Signale durch Nerven geleitet werden. Dabei werden Nerven elektrisch gereizt und die Reaktion des Nervs oder des Muskels gemessen, um die Leitfähigkeit, Blockaden und Verzögerungen zu überprüfen. Sie wird häufig zur Diagnose von Krankheiten des peripheren Nervensystems wie der Polyneuropathie … Weiterlesen

Nervenstimulation TENS

TENS in der Neurorehabilitation ist eine nicht-invasive Methode, die elektrische Impulse über die Haut an Nerven abgibt, um Schmerzen zu lindern, die Muskelkraft zu verbessern und die Heilung bei neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfällen zu unterstützen. Die Stimulation kann körpereigene Endorphine freisetzen und Schmerzsignale blockieren, wodurch eine bessere Beweglichkeit ermöglicht und Muskelatrophie verhindert wird. TENS kann mit anderen … Weiterlesen

Nervenzellen

Nervenzellen, auch Neurone genannt, sind die grundlegenden Einheiten des Nervensystems, die elektrische und chemische Signale aufnehmen, verarbeiten und weiterleiten. Sie ermöglichen die Kommunikation zwischen verschiedenen Körperteilen und die Steuerung von Funktionen wie Wahrnehmung, Bewegung und Denken. Typischerweise bestehen sie aus einem Zellkörper, einem langen Fortsatz (Axon) für die Signalabgabe und mehreren kürzeren Fortsätzen (Dendriten) für die Signalaufnahme.   … Weiterlesen

Nervus tibialis

Der Nervus tibialis ist der größere der beiden Hauptäste des Ischiasnervs, der die Muskeln der Wade und des Fußes motorisch versorgt und die Fußsohle sensibel innerviert. Er entspringt in der tiefen Wirbelsäule, verläuft durch die Kniekehle und teilt sich hinter dem inneren Knöchel in die Nerven für die Fußsohle auf. Eine Verletzung oder Kompression kann zu Schmerzen, Gefühlsstörungen … Weiterlesen

Nervus vagus

Der Nervus vagus, auch “der umherschweifende Nerv” genannt, ist der zehnte Hirnnerv und der Hauptnerv des Parasympathikus. Er ist für die unwillkürliche Steuerung von Körperfunktionen wie Herzschlag, Verdauung und Atmung zuständig, indem er das Gehirn mit vielen inneren Organen verbindet. Definition und Merkmale Zehnter Hirnnerv: Der Nervus vagus ist der 10. von 12 Hirnnervenpaaren (auch bekannt als … Weiterlesen

Neuro Swing-System

Das Neuro Swing-System ist ein modulares Gelenksystem von Fior & Gentz, das für den Bau von Orthesen, insbesondere für den Fuß- und Knöchelbereich, verwendet wird. Es dient der dynamischen Stabilisierung und Verbesserung des Gangs, indem es die Gelenkbewegungen in Dorsalextension (Heben des Fußes) und Plantarflexion (Senken des Fußes) unterstützt und kontrolliert. Das Besondere ist die “plug + go”-Modularität, die … Weiterlesen

Neurofeedback

Neurofeedback wird auch als EEG-Feedback oder EEG-Biofeedback bezeichnet. Mit welchem Namen auch immer, die Definition dreht sich um eine Unterkategorie des Biofeedback, in der es um die Rückmeldung und aktive Beeinflussung von Gehirnaktivität geht.

Neurofibromatose

Neurofibromatose ist eine neurologisch-kutanen Erkrankung, die durch genetische Defekte verursacht wird und das Nervensystem und die Haut betrifft. Sie kann zu verschiedenen neurologischen Symptomen wie Schmerzen, motorischen und kognitiven Problemen sowie einem erhöhten Risiko für gut- und bösartige Tumore des zentralen und peripheren Nervensystems führen. Neurologische Symptome können auch Hörverlust (bei NF2) und Sehbehinderungen (bei NF1) umfassen.  Häufige … Weiterlesen

Neuropathie

Eine Neuropathie ist eine Erkrankung der peripheren Nerven (ausserhalb von Gehirn und Rückenmark), bei der Nerven geschädigt werden oder ihre Funktion gestört ist, was zu Symptomen wie Schmerzen, Kribbeln, Taubheit, Missempfindungen und Muskelschwäche führen kann. Sie kann einzelne Nerven (Mononeuropathie) oder mehrere Nerven betreffen (Polyneuropathie), die Reizleitung zwischen Körper und Gehirn beeinträchtigt. Häufige Ursachen sind Diabetes, Alkohol, Vitaminmangel … Weiterlesen

Neuropathische Schmerzen

Neuropathische Schmerzen sind chronische Schmerzen, die durch eine Schädigung oder Fehlfunktion des Nervensystems entstehen. Sie werden oft als brennend, stechend oder kribbelnd beschrieben und können durch Berührung oder Kälte ausgelöst werden. Die Behandlung erfordert oft spezielle Medikamente wie Antiepileptika oder Antidepressiva sowie nicht-medikamentöse Therapien wie Physiotherapie.   Ursachen Nervenschäden: Durch Verletzungen, Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Infektionen wie Gürtelrose.  … Weiterlesen

Neuroplastizität

Neuroplastizität beschreibt die Fähigkeit des Gehirns, sich durch die gesamte Lebensspanne hinweg zu verändern, anzupassen und neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu bilden. Diese ständige Umstrukturierung ermöglicht Lernen und Wachstum, spielt eine entscheidende Rolle bei der Genesung nach Hirnschäden wie Schlaganfällen und ist die Grundlage für die Entwicklung von Fähigkeiten und die Anpassung an die Umwelt. Regelmäßiges Üben und … Weiterlesen

Neurotransmitter

Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die Informationen zwischen Nervenzellen (Neuronen) übertragen. Sie werden an den Kontaktstellen, den Synapsen, freigesetzt und binden an Rezeptoren der nächsten Zelle, um ein Signal weiterzuleiten, zu erregen oder zu hemmen. Beispiele sind Dopamin, Serotonin und Acetylcholin, die Funktionen wie Stimmung, Gedächtnis und Bewegung steuern.   Funktion Signalübertragung:  Sie übermitteln chemische Signale von einem Neuron zum nächsten, um … Weiterlesen

Noradrenalin

Noradrenalin ist ein körpereigener Botenstoff, der als Neurotransmitter im Nervensystem und als Hormon im Nebennierenmark produziert wird. Es gehört zur Gruppe der Katecholamine und ist unter anderem für die “Kampf-oder-Flucht”-Reaktion zuständig, indem es den Blutdruck und die Herzfrequenz erhöht, um den Körper auf Stresssituationen vorzubereiten. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei Aufmerksamkeit, Wachheit und Stimmung.  Funktionen und Wirkungen Stressreaktion: … Weiterlesen

Normaldruckhydrozephalus (NPH)

Der Normaldruckhydrozephalus (NPH), auch Altershirndruck genannt, ist eine Erkrankung, die durch die Erweiterung der Hirnwasser-Kammern bei normalem Hirndruck gekennzeichnet ist. Er äußert sich in der typischen Symptomtrias aus Gangstörungen, kognitiven Defiziten (Demenz) und Harninkontinenz. NPH ist eine behandelbare Ursache für Demenz, da eine Operation zur Ableitung des überschüssigen Hirnwassers (Shunt-Operation) die Symptome verbessern oder aufhalten kann.  Symptome (Die … Weiterlesen

Nucleus subthalamicus

Der Nucleus subthalamicus (STN) ist ein Teil des Gehirns, der funktionell zu den Basalganglien gehört und eine wichtige Rolle in der motorischen Steuerung spielt. Er beeinflusst Bewegungen, indem er den motorisch hemmenden Teil des Globus pallidus erregt, was wiederum zur Hemmung von Bewegungsimpulsen beiträgt. Schädigungen können zu unkontrollierten, wurfartigen Bewegungen wie dem Hemiballismus führen.   Anatomie und Lage Lage:  Der Nucleus subthalamicus … Weiterlesen

Nystagmus

Nystagmus (von altgriechisch νυσταγμός nystagmós, deutsch ‚Nicken, Schlafen‘; zu νυστάζειν nystázein, deutsch ‚nicken‘) bezeichnet die unkontrollierbaren, rhythmischen Bewegungen eines Organs, üblicherweise der Augen (okulärer Nystagmus), so dass unter Nystagmus in der Regel ein sogenanntes Augenzittern verstanden wird. Er kommt physiologisch oder pathologisch vor, z. B. als typisches Symptom des Schwindels oder alkoholinduzierter Lagerungsnystagmus. Grundsätzlich wird ein krankhafter Nystagmus unterschieden in einen „Rucknystagmus“, der eine langsame Initial- und eine schnelle Rückstellbewegung aufweist, sowie einen „Pendelnystagmus“ ohne erkennbare Geschwindigkeitsunterschiede in … Weiterlesen