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Vagusnerv

Der Vagusnerv ist der zehnten Hirnnerv (Nervus vagus) und der längste der Hirnnerven. Er ist der Hauptnerv des Parasympathikus und verbindet das Gehirn mit vielen inneren Organen wie Herz, Lunge, Magen und Darm. Seine Hauptfunktion besteht darin, die Erholung, Ruhe und Verdauung zu regulieren und die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper herzustellen.  Funktionen des Vagusnervs Regulation der … Weiterlesen

vaskulär

Der Begriff „vaskulär“ leitet sich vom lateinischen Wort „vas“ für „Gefäß“ ab und bedeutet „die Blutgefäße betreffend“.

Vaskuläre Demenz

Vaskuläre Demenz ist eine Form der Demenz, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn verursacht wird, oft nach Schlaganfällen oder durch chronische Arterienverkalkung, was zu Gedächtnis-, Denk- und Bewegungsstörungen führt. Risikofaktoren sind Bluthochdruck, Diabetes und Rauchen. Die Behandlung zielt darauf ab, die Durchblutung zu verbessern, Risikofaktoren zu kontrollieren und die Symptome zu lindern, da die Schäden oft nicht rückgängig … Weiterlesen

Vegetativ

“Vegetativ” bedeutet je nach Kontext entweder unbewusste, automatische Körperfunktionen, Pflanzenwachstum oder eine medizinische Zustandsbeschreibung. Im medizinischen Kontext bezieht es sich auf das autonome Nervensystem, das unwillkürliche Prozesse wie Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel steuert. In der Biologie bezieht sich “vegetativ” auf ungeschlechtliche Fortpflanzung, Pflanzenwachstum und die Ernährung von Pflanzen. In der Medizin gibt es auch den Begriff des vegetativen Zustands (Wachkoma), eine schwere Gehirnschädigung, … Weiterlesen

venöses Frakturhämatom

Ein venöses Frakturhämatom ist eine Blutansammlung (Hämatom) im Bereich einer Fraktur (Knochenbruch), die aus dem venösen System stammt, oft durch die Verletzung einer Vene durch den Knochenbruch selbst, insbesondere im Schädelbereich (venöses Epiduralhämatom) oder bei tiefen Venen. Im Gegensatz zu arteriellen Blutungen sind venöse Hämatome meist langsamer in der Entwicklung, aber dennoch eine ernsthafte Komplikation, da sie Raum einnehmen … Weiterlesen

Ventrikel

Hirnventrikel sind mit Gehirnwasser (Liquor cerebrospinalis) gefüllte Hohlräume im Gehirn, die ein miteinander verbundenes System aus vier Ventrikeln bilden: die zwei Seitenventrikel, der dritte Ventrikel im Diencephalon und der vierte Ventrikel im Rhombencephalon. Sie dienen der Unterstützung und dem Schutz des Gehirns, indem sie als Puffer fungieren, die Ernährung und Entgiftung fördern und den Transport von … Weiterlesen

Vestibulär

“Vestibulär” (vom Lateinischen vestibulum, „Vorhof“) beschreibt etwas, das sich auf einen Vorraum oder eine Außenseite bezieht, meist im Kontext des  Gleichgewichtssinns (Vestibularorgan im Innenohr) oder in der Zahnmedizin (die Außenseite von Zähnen, zum Mundvorhof hin). Es kann also sowohl das Gleichgewichtsorgan und damit verbundene Störungen (Schwindel) als auch die Richtung von Zähnen oder Zahnteilen bezeichnen. In der Medizin (Gleichgewicht) Definition: Bezieht … Weiterlesen

Vestibulär

Vestibulär (von lat. vestibulum „Vorhof“) bezeichnet in der Medizin Strukturen, die zum Mundvorhof (Lippen-/Wangeninnenseite) gehören, oder bezieht sich auf den Gleichgewichtssinn (Vestibularapparat im Innenohr). In der Zahnmedizin meint es die Außenseite der Zähne, während es in der Neurologie vestibuläre Schwindelstörungen umfasst. Hauptbedeutungen von “vestibulär”: Zahnmedizin: Die Zahnfläche, die zum Mundvorhof (Wangen- oder Lippeninnenseite) weist. Bei Backenzähnen wird dies oft … Weiterlesen

Vestibulariskern

Die Vestibulariskerne (Nuclei vestibulares) sind vier Hirnnervenkerne im Rhombencephalon (Brücke/verlängertes Mark), die entscheidend für das Gleichgewicht, die Körperhaltung und Augenbewegungen sind. Sie verarbeiten Signale vom Innenohr und Kleinhirn, um über vestibulospinale Bahnen den Streckertonus zu regulieren und über den vestibulo-okulären Reflex (VOR) Augenbewegungen an Kopfbewegungen anzupassen.

Vitamin B1

Vitamin B1, auch Thiamin genannt, ist ein essenzielles, wasserlösliches Vitamin, das als Coenzym eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel (insbesondere bei der Kohlenhydratverwertung) sowie für die Funktion des Nervensystems und der Herzmuskulatur spielt. Da es vom Körper nicht selbst hergestellt und nur begrenzt gespeichert werden kann, ist eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung notwendig. 

Vitamin B12

Vitamin B12, auch Cobalamin genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin, das für die Gesundheit des Nervensystems, die Bildung von roten Blutkörperchen und den Energiestoffwechsel wichtig ist. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, einschließlich der DNA-Bildung und Zellteilung, und kommt hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vor. Da der Körper es nicht selbst herstellen kann, muss es über die … Weiterlesen

Vitamin B12

Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein essenzielles, wasserlösliches Vitamin, das für die Blutbildung, Nervenfunktion, DNA-Synthese und Zellteilung entscheidend ist. Es enthält Kobalt, wird primär über tierische Lebensmittel aufgenommen und im Körper (vor allem in der Leber) gespeichert. 

Vitamin K

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Blutgerinnung und den Knochenstoffwechsel entscheidend ist. Es kommt in zwei Hauptformen vor: Vitamin K1 (Phyllochinon), das in pflanzlichen Lebensmitteln wie grünem Gemüse zu finden ist, und Vitamin K2 (Menachinone), das in tierischen und fermentierten Produkten vorkommt. Ein Mangel kann zu Blutungsstörungen führen, weshalb Neugeborenen prophylaktisch Vitamin K verabreicht … Weiterlesen

Vitamine

Vitamine sind lebenswichtige organische Verbindungen, die der Körper in kleinen Mengen benötigt, um zu funktionieren, aber nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann. Sie müssen daher über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden und sind für viele Stoffwechselprozesse, wie Zellaufbau, Energiegewinnung und Schutz vor Schäden, unerlässlich. Man unterscheidet sie in fettlösliche (A, D, E, K) … Weiterlesen

Vojota

Die Vojta-Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmethode für Säuglinge, Kinder und Erwachsene, die durch Druck auf bestimmte Körperzonen in Reflexzonen (Reflexfortbewegung) angeborene Bewegungsmuster im Gehirn aktiviert. Sie wird bei neurologischen Schädigungen, Bewegungsstörungen, Skoliose oder Hüftdysplasien eingesetzt, um die Aufrichtung, Mobilität und Atmung zu verbessern.

Vojta‑Therapie

Vojta‑Therapie ist eine neurophysiologische Behandlungsmethode, die über gezielte Druckpunkte angeborene Bewegungsmuster wie Rollen, Krabbeln oder Aufrichten reaktiviert. Sie wird häufig bei neurologischen Erkrankungen, Entwicklungsstörungen oder Bewegungsblockaden eingesetzt und kann auch Erwachsenen helfen, verlorene Bewegungsfunktionen wieder zugänglich zu machen.