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Abduktion

Abduktion bedeutet entweder das seitliche Abspreizen eines Körperteils von der Körpermitte in der Medizin, oder in der Erkenntnistheorie das logische Schließen von einer Beobachtung auf die wahrscheinlichste Erklärung. In der Medizin wird die Bewegung, bei der ein Arm oder Bein seitlich vom Körper weggeführt wird, als Abduktion bezeichnet (Gegenteil der Adduktion). In der Logik ist die Abduktion … Weiterlesen

ACE-Hemmer

ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer) sind weit verbreitete, gefäßerweiternde Medikamente zur Behandlung von Bluthochdruck, chronischer Herzinsuffizienz und nach Herzinfarkten. Sie blockieren die Bildung des gefäßverengenden Hormons Angiotensin II, was den Blutdruck senkt, das Herz entlastet und vor Strukturveränderungen schützt. Typische Wirkstoffe sind Ramipril, Enalapril und Lisinopril. Wichtige Informationen zu ACE-Hemmern: Anwendungsgebiete: Bluthochdruck (Hypertonie), Herzschwäche, nach Herzinfarkt, diabetische Nephropathie (Nierenschäden). Wirkmechanismus: Sie … Weiterlesen

Acetylcholin

Acetylcholin ist ein wichtiger Neurotransmitter, der Funktionen in Gehirn und Körper steuert, darunter die Skelettmuskelkontraktion, Herzschlag, Atmung, Verdauung sowie Aufmerksamkeit und Lernen. Es ist ein Botenstoff, der über nikotinische und muskarinische Rezeptoren wirkt und dabei hilft, Signale zwischen Nervenzellen und Muskeln zu übertragen. Die Wirkung kann durch den Abbau des Enzyms Acetylcholin-Esterase beendet werden.  Funktionen im Körper … Weiterlesen

Adduktion

Adduktion ist die Bewegung, bei der ein Körperteil zur Körpermitte oder zur Längsachse einer Extremität herangeführt wird. Sie ist das Gegenteil der Abduktion (Wegspreizen) und findet in der Frontalebene statt. Beispiele hierfür sind das Heranziehen des Arms zum Körper oder das Zusammenführen der Beine. Was Adduktion bedeutet Definition: Adduktion ist das Heranführen eines Körperteils an die Körpermitte. … Weiterlesen

Adduktor

Adduktoren sind eine Muskelgruppe an der Oberschenkelinnenseite, die hauptsächlich dazu dient, das Bein zur Körpermitte heranzuführen (Adduktion) und das Hüftgelenk zu stabilisieren. Sie sind essenziell für Gehen, Laufen und schnelle Richtungswechsel. Typische Verletzungen sind Zerrungen, oft durch Überlastung beim Sport. Wichtige Fakten zu den Adduktoren: Muskelgruppe: Umfasst primär den Musculus adductor longus (langer Adduktor), brevis (kurzer), magnus (großer), gracilis (schlanker) und pectineus (Kamm-Muskel). Funktion: Heranziehen des Beins, Innenrotation, … Weiterlesen

ADHS

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität gekennzeichnet ist. Sie betrifft Kinder und Erwachsene (oft als innere Unruhe). Die Behandlung erfolgt meist multimodal durch Psychoedukation, Verhaltenstherapie und Medikamente. Behandlungen für ADHS Multimodaler Ansatz: Die effektivste Therapie kombiniert meist mehrere Säulen. Verhaltenstherapie: Speziell zugeschnitten auf Kinder oder Erwachsene, um Alltagsstrukturen zu verbessern. Medikamentöse Therapie: Einsatz … Weiterlesen

Adipositas

Adipositas (lat. adeps  für ‚Fett’) oder Fettleibigkeit ist eine Ernährungs- und Stoffwechselerkrankung mit starkem Übergewicht, die sich in einer übermässige Zunahme des Körperfettes mit krankhaften Auswirkungen zeigt. Umgangssprachlich nennt man sie deshalb auch ‚Fettsucht’.

Adrenalin

Adrenalin wird auch als Stresshormon bezeichnet. Es ist unter anderem dafür verantwortlich, dass sich der Herzschlag beschleunigt und der Blutdruck steigt. Das macht den Körper leistungsfähiger. Zu viel Adrenalin kann auf einen meist gutartigen Tumor hinweisen.

Aerob

Aerob bedeutet mit Sauerstoff und anaerob ohne Sauerstoff. Der aerobe Energiestoffwechsel setzt bei geringer Trainingsbelastung ein, zum Beispiel wenn Sie langsam schwimmen, laufen, walken oder radeln.

Affektinkontinenz

Affektinkontinenz (auch pseudobulbäre Affektstörung, PBA) ist eine neurologische Störung, bei der Gefühlsäußerungen (Weinen, Lachen) unkontrollierbar, übertrieben stark und oft unangemessen auf geringe Auslöser folgen, ohne dass die Person dies willentlich steuern kann, was zu Scham führt. Sie unterscheidet sich von der Affektlabilität durch das fehlende Übereinstimmen von Gefühl und Ausdruck, oft verursacht durch Hirnschäden (z.B. nach Schlaganfall, Demenz, … Weiterlesen

Affolter

Was ist Affolter? Die Affolter Methode ist eine innovative Therapieform, die von der Schweizer Ergotherapeutin Dr. Felicie Affolter entwickelt wurde. Diese Methode zielt darauf ab, Menschen mit Wahrnehmungseinschränkungen oder motorischen Einschränkungen zu helfen, ihre Umwelt besser zu begreifen und sich sicher im Alltag zu bewegen. Durch gezielte, handgeführte Bewegungen fördern wir das Wahrnehmungsvermögen und unterstützen … Weiterlesen

Agilik-Orthese

Eine Agilik-Orthese ist eine intelligente, robotische Knieorthese, die für Personen mit Gehschwierigkeiten entwickelt wurde, um die Mobilität zu verbessern. Sie analysiert in Echtzeit den Gang und unterstützt die Kniebeugung und -streckung aktiv, was zu einer verbesserten Haltung, erhöhten Gehfähigkeit und weniger Ermüdung führt.  Funktionen und Anwendungsbereiche: Unterstützung des Gangbildes:  Agilik ist darauf ausgelegt, den Gang zu … Weiterlesen

Agoraphobie

Agoraphobie (oft fälschlich nur als Platzangst bezeichnet) ist eine Angststörung, bei der Betroffene Situationen meiden, in denen Flucht schwierig oder Hilfe bei Panik nicht erreichbar scheint. Typische Auslöser sind Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel oder das Verlassen des Hauses. Sie tritt häufig zusammen mit Panikstörungen auf. Symptome, Ursachen und Behandlung: Symptome: Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Schweißausbrüche und Angst vor Kontrollverlust. … Weiterlesen

Allodynie

Allodynie ist eine schmerzhafte Wahrnehmung, bei der Reize, die normalerweise harmlos sind, Schmerzen verursachen, wie etwa leichte Berührungen. Dieses Phänomen beruht auf einer Fehlfunktion der Nerven und kann bei verschiedenen Erkrankungen wie Sonnenbrand, Nervenschädigungen (z.B. Polyneuropathie) oder Migräne auftreten. Beispiele sind die Empfindung von Schmerz durch die Bettdecke auf der Haut oder durch das Streichen über … Weiterlesen

Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine für Proteine und sind für den Körper in vielerlei Hinsicht essenziell: Sie sind notwendig für den Aufbau und die Reparatur von Muskeln, Haut, Haaren und Organen, spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und Immunsystem und sind an der Produktion von Hormonen und Neurotransmittern beteiligt. Sie dienen zudem als Energielieferanten. 

Amygdala

Die Amygdala (Mandelkern) ist ein paariges Kerngebiet im Temporallappen des Gehirns und Teil des limbischen Systems. Sie fungiert als zentrales emotionales Bewertungszentrum, insbesondere für Angst, Furcht, Wut sowie die “Kampf-oder-Flucht”-Reaktion. Zudem ist sie entscheidend für das emotionale Gedächtnis und die Verarbeitung sensorischer Reize.

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)

  Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an ALS. Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, nur selten sind jüngere Erwachsene betroffen. Männer erkranken etwas öfter als Frauen (1,6:1). Die Häufigkeit der ALS scheint weltweit etwas zuzunehmen. Das Krankheitstempo ist bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich, die Lebenserwartung … Weiterlesen

Aneurysma

Ein Aneurysma ist eine lokale Aussackung eines Blutgefäßes, die sich aufgrund einer Schwächung oder Schädigung der Gefäßwand entwickelt. Aneurysmen können überall im Körper auftreten. Neben der Hauptschlagader (Aorta) sind besonders häufig die Blutgefäße des Gehirns betroffen.

Anopsie

Anopsie (wörtlich für “Unkenntnis” oder “Erkenntnislosigkeit”) bezeichnet den Verlust der Sehkraft, der entweder vollständig oder partiell sein kann. Der Begriff wird meist als Bestandteil komplexerer Fachbegriffe wie Hemianopsie (halbseitiger Ausfall des Gesichtsfeldes) oder Quadrantenanopsie (Ausfall eines Viertels des Gesichtsfeldes) verwendet. Ursachen können Schädigungen des Sehnervs, des Gehirns (z. B. nach einem Schlaganfall) oder des Sehnervenzentrums sein. Arten von Anopsien … Weiterlesen

Anosmie

Anosmie ist der vollständige Verlust des Geruchssinns, oft begleitet von Geschmacksstörungen. Ursachen sind meist virale Infekte (COVID-19), chronische Nebenhöhlenentzündungen oder Polypen. Behandelt wird ursächlich, oft mit kortisonhaltigen Nasensprays/Tabletten, Operationen oder intensivem Riechtraining über Monate.