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Dehydrierung

Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel/Dehydratation) ist eine gefährliche Austrocknung des Körpers durch zu geringe Wasseraufnahme oder hohen Flüssigkeitsverlust (Schwitzen, Durchfall). Symptome sind Durst, trockene Schleimhäute, dunkler Urin, Schwindel und Müdigkeit. Im Alltag hilft gezieltes Trinken; schwere Fälle erfordern ärztliche Behandlung. Besonders Kinder und Senioren sind gefährdet.  Wichtige Aspekte der Dehydrierung: Ursachen: Häufige Ursachen sind zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, starkes Schwitzen bei Hitze/Sport, … Weiterlesen

Déjerine-Roussy-Syndrom

Das Déjerine-Roussy-Syndrom (Thalamussyndrom) ist eine seltene Form des zentralen neuropathischen Schmerzes, die meist nach einem ischämischen oder hämorrhagischen Schlaganfall im Thalamus (v.a. Nucleus ventralis posterolateralis, VPL) auftritt. Es ist durch kontralaterale Schmerzen, Missempfindungen (Dysästhesien) und Gefühlsstörungen (Hemihypästhesie) gekennzeichnet. Wichtige Fakten zum Déjerine-Roussy-Syndrom: Ursachen: Häufigste Ursache ist ein Schlaganfall im Bereich des Thalamus. Seltener können Tumore oder traumatische … Weiterlesen

Dekubitus

Der Dekubitus wird in der Umgangssprache auch als Wundliegen bezeichnet und ist ein chronisches Druckgeschwür der Haut. Für Pflegende ist der Dekubitus ein Alptraum des Pflegealltags, für die Betroffenen eine schmerzhafte Angelegenheit. Fachkräfte unterscheiden verschiedene Stufen des Wundliegens.

Delir

Ein Delir ist ein akuter, meist vorübergehender Verwirrtheitszustand, gekennzeichnet durch plötzliche Störungen des Bewusstseins, der Aufmerksamkeit und Wahrnehmung (z.B. Halluzinationen). Es ist eine ernstzunehmende, oft lebensgefährliche Hirnfunktionsstörung, die häufig nach Operationen, bei Infektionen oder Entzug auftritt. Eine rasche medizinische Behandlung der Ursache ist essenziell. Wichtige Aspekte zum Delir: Symptome: Plötzliche Desorientierung, Konzentrationsstörungen, Schwankungen des Bewusstseins, Halluzinationen, Angst, … Weiterlesen

Demenz

Als Demenz bezeichnet man ein neurologisches Krankheitsbild, das durch den progredienten Verlust kognitiver Fähigkeiten gekennzeichnet ist. In späteren Krankheitsstadien kommt es in der Folge zu einem Verlust der Alltagskompetenz und zu einem Persönlichkeitszerfall.

Dendriten

Dendriten sind baumartige, verzweigte Fortsätze von Zellen, hauptsächlich von Nervenzellen (Neuronen), die Signale von anderen Nervenzellen empfangen und zum Zellkörper leiten. Sie fungieren als Empfangsantennen und erhöhen die Oberfläche für den Kontakt mit anderen Neuronen über Synapsen. Der Begriff kann auch für andere Strukturen mit baumartiger Form verwendet werden, wie etwa Ablagerungen in Akkus oder … Weiterlesen

Diabetes

Beim Diabetes mellitus handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung. In Ihrem Blut kursiert permanent zu viel Zucker. Der erhöhte Blutzuckerspiegel schädigt Ihre Gefässe und verschiedene Organe. Fachleute unterscheiden hauptsächlich zwei Formen des Diabetes: den relativ seltenen Typ-1-Diabetes (circa 5 Prozent), den für 90 Prozent der Erkrankungen verantwortlichen Typ-2-Diabetes mellitus Für die Entstehung des Typ-1-Diabetes mellitus ist eine … Weiterlesen

Diastolisch

Diastolisch bezeichnet die Phase der Entspannung und Füllung des Herzens (Diastole), in der der Blutdruck in den Arterien am niedrigsten ist. Als unterer Wert bei der Blutdruckmessung (z.B. 120/80 mmHg) ist er ein wichtiger Indikator für Gefäßwiderstand und Herzgesundheit. Ein normaler diastolischer Wert liegt typischerweise unter 80–85 mmHg.

Diparese

Diparese ist eine unvollständige Lähmung von zwei Gliedmaßen, meist beider Beine (Paraparese) oder eines Arms und eines Beins. Sie kann sich als schlaffe oder spastische Lähmung äußern und ist eine Form der Parese, die durch verschiedene neurologische Ursachen wie Schädel-Hirn-Traumata, Schlaganfälle oder Rückenmarksverletzungen ausgelöst werden kann. Merkmale und Formen Definition: Eine unvollständige Lähmung von zwei Extremitäten … Weiterlesen

Diplopie

Diplopie, bekannt als Doppeltsehen, ist die Wahrnehmung von zwei Bildern eines einzelnen Objekts, entweder monokular (auf einem Auge) oder binokular (verschwindet beim Schließen eines Auges). Es ist ein Symptom, keine Krankheit, oft verursacht durch Augenmuskelstörungen, neurologische Erkrankungen (MS, Schlaganfall) oder Verletzungen. Die Behandlung ist ursachenabhängig und umfasst Augenübungen, Prismenbrillen, Okklusionstherapie oder Operationen. Arten und Symptome Binokulare … Weiterlesen

Dissektion

Eine Dissektion kann verschiedene Bedeutungen haben: Am häufigsten bezieht sie sich auf einen Einriss in der Wand einer Arterie, bei dem sich die innerste Schicht löst und Blut zwischen die Schichten fließt, um ein “falsches Lumen” zu bilden. Sie kann auch eine chirurgische Entfernung von Gewebe oder Lymphknoten (z.B. Lymphknotendissektion) bedeuten, eine anatomische Präparation, oder das Ablösen … Weiterlesen

DNA

DNA steht für Desoxyribonukleinsäure und ist das Molekül, das die genetische Information in Zellen speichert und von einer Generation zur nächsten weitergibt. Diese Erbinformation ist in der Form einer Doppelhelix strukturiert, die wie eine verdrehte Leiter aussieht und aus vier Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin) besteht. Die Reihenfolge dieser Basen bildet die Grundlage für die Anweisungen, die … Weiterlesen

Dopamin

Dopamin ist ein Botenstoff im Nervensystem, ein sogenannter Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle bei Motivation, Belohnung und Bewegung spielt. Es wird oft als “Glückshormon” bezeichnet, da es das Gefühl von Freude fördert, aber seine Funktion ist komplexer und umfasst auch die Weiterleitung von Signalen zwischen Nervenzellen. Es ist auch der Vorläufer für andere wichtige Hormone wie Adrenalin und … Weiterlesen

Dorsalextension

Dorsalextension ist die Streckung eines Körperteils in Richtung seines Rückens, wie beispielsweise des Fußes in Richtung Fußrücken oder der Hand in Richtung Handrücken. Sie wird auch als Dorsalflexion bezeichnet und umfasst die Bewegung, bei der die Fußspitze oder die Finger nach oben gezogen werden. Eine Dorsalextension der Wirbelsäule ist auch als Reklination bekannt.  Beispiele für Dorsalextension Am Fuß:  … Weiterlesen

Dorsalflexion

Dorsalflexion ist eine Bewegung, bei der ein Körperteil in Richtung der Rückseite des Körpers, des Hand- oder Fußrückens, gebogen wird. Dies bedeutet beispielsweise, dass man die Zehen in Richtung des Schienbeins anhebt, was beim Gehen wichtig ist, um den Bodenkontakt zu vermeiden. Der Gegenbegriff ist die Plantarflexion, bei der sich der Fuß nach unten bewegt. Im Fußgelenk … Weiterlesen

Dorsalflexion

Die Dorsalflexion (auch Dorsalextension) ist das Anheben des Fußrückens in Richtung Schienbein oder des Handrückens in Richtung Unterarm. Im oberen Sprunggelenk ist sie essenziell für den Gang, wobei der Fußrücken angehoben wird. Sie wird primär vom Musculus tibialis anterior durchgeführt und beträgt aktiv etwa 10 – 20 Grad Wichtige Fakten zur Dorsalflexion: Definition: Beugung oder Streckung eines Körperteils … Weiterlesen

Drainage-Effekt

Der Drainage-Effekt beschreibt die gezielte Ableitung von überschüssiger Flüssigkeit (Wasser, Wundflüssigkeit, Lymphflüssigkeit) aus einem bestimmten Bereich, um Schäden zu verhindern oder Heilung zu fördern, sei es durch technische Systeme (z.B. im Gartenbau, bei Gebäuden), medizinische Verfahren (z.B. Wunddrainage, Lymphdrainage) oder natürliche Prozesse, wobei das Ergebnis eine Trockenlegung, Volumenreduktion und verbesserte Zirkulation ist. Anwendungsbereiche und Beispiele: Bauwesen … Weiterlesen

Dravet-Syndrom

Das Dravet-Syndrom ist eine seltene, schwere neurologische Erkrankung, die bereits im ersten Lebensjahr beginnt und durch Fieberkrämpfe gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine genetisch bedingte Epilepsieform, die oft durch eine Mutation im SCN1A-Gen verursacht wird, was zu medikamentenresistenten Anfällen führt. Neben der schweren, medikamentenresistenten Epilepsie sind kognitive Beeinträchtigungen, eine gestörte Entwicklung der Sprache und Motorik sowie eine … Weiterlesen

Drehschwindel

Drehschwindel ist ein akutes Gefühl, bei dem sich die Umgebung oder man selbst dreht, oft ausgelöst durch Erkrankungen des Gleichgewichtsorgans (z.B. benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel, Neuritis vestibularis oder Morbus Menière). Er tritt meist attackenartig auf, dauert Sekunden bis Tage, und wird oft von Übelkeit und Erbrechen begleitet. Behandelt wird er häufig mit speziellen Lagerungsübungen, Gleichgewichtstraining oder seltenen neurologischen Interventionen.

Druckeinheit mmHg

Die Druckeinheit mmHg wird auch als Millimeter-Quecksilbersäule bezeichnet und findet in der Medizin Anwendung zur Angabe des Druckes von Körperflüssigkeiten. Physikalisch beschreibt mmHg den statischen Druck, der von einer Quecksilbersäule von einen Millimeter Höhe erzeugt wird.