Ein Wake-up-Stroke (WUS) ist ein ischämischer Schlaganfall, der sich unbemerkt während des Schlafs ereignet, wobei die Symptome erst beim Erwachen bemerkt werden. Etwa 20-30 % aller Schlaganfälle fallen in diese Kategorie, was die Akutbehandlung (wie die Thrombolyse) aufgrund des unklaren Zeitpunkts erschwert. Dank spezieller MRT-Bildgebung (DWI-FLAIR-Mismatch) können geeignete Patienten identifiziert werden.
Wichtige Fakten zum Wake-up-Stroke:
- Definition: Der Schlaganfall ereignete sich, während der Patient schlief. Die Symptome treten unmittelbar beim Aufwachen auf.
- Häufigkeit: Ca. 20-25 % aller ischämischen Schlaganfälle.
- Therapie: Da der Zeitpunkt des Verschlusses (und damit der Beginn der Symptome) unbekannt ist, war eine Lysetherapie (Auflösung des Blutgerinnsels) früher oft ausgeschlossen. Mittlerweile ermöglichen Bildgebungsverfahren (MRT) eine Auswahl von Patienten, die trotz unbekannter Zeit von einer Therapie profitieren, indem das Verhältnis von gesundem zu geschädigtem Gewebe beurteilt wird.
- Diagnostik: Ein MRT mit “DWI-FLAIR-Mismatch” hilft zu unterscheiden, ob der Schlaganfall “frisch” (innerhalb der letzten 4,5 Stunden) ist oder schon zu lange zurückliegt.
- Ursachen: Häufig nächtliche Blutdruckschwankungen oder Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern).
Die Prognose und die Symptome unterscheiden sich im Allgemeinen nicht signifikant von Schlaganfällen, die am Tag auftreten.
Disclaimer: Dies ist eine Informationsquelle. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall (Gesichtslähmung, Sprachstörungen, einseitige Lähmung) rufen Sie sofort den Notarzt (112).