Eine zerebrale Vaskulitis ist eine Entzündung der Blutgefäße im Gehirn, die zu Durchblutungsstörungen, Schlaganfällen und bleibenden Hirnverletzungen führen kann. Sie tritt entweder als eigenständige Erkrankung (primär) oder als Folge anderer Autoimmunerkrankungen oder Infektionen auf (sekundär)
- Primäre Form: Entzündung betrifft nur das zentrale Nervensystem ohne bekannte andere Auslöser.
- Sekundäre Form: Entsteht durch rheumatische Erkrankungen, Infektionen (wie Viren oder Bakterien) oder Gifte.
- Gefässschaden: Die entzündeten Wände der Blutgefäße werden eng oder verschließen sich ganz, was zu Sauerstoffmangel und Gewebeuntergang im Gehirn führt.
Symptome und Hirnverletzungen
- Klinische Anzeichen: Anhaltende starke Kopfschmerzen, Verwirrung, Krampfanfälle, Lähmungen oder Sprachstörungen.
- Gewebeschaden: Durch den blockierten Blutfluss sterben Hirnzellen ab (Schlaganfall oder Hirninfarkt), was zu dauerhaften neurologischen Ausfällen führt.
- Blutungen: Manchmal reißen geschwächte Gefäßwände, was zu Einblutungen in das Hirngewebe führt.
Diagnose und Behandlung
- Untersuchung: Bildgebende Verfahren wie MRT und Gefäßdarstellungen (Angiografie) machen die entzündeten Hirngefäße sichtbar.
- Therapie: Einsatz von starken Medikamenten zur Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppressiva), um die Entzündung zu stoppen und weitere Hirnschäden zu verhindern.