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Post-Stroke-Depression

Eine Post-Stroke-Depression (PSD) ist eine Depression, die nach einem Schlaganfall auftritt und etwa ein Drittel aller Schlaganfall-Patienten betreffen kann. Sie kann sowohl reaktiv (als Reaktion auf den Verlust von Fähigkeiten) als auch organisch bedingt sein, da der Schlaganfall direkt das Gehirn und die Persönlichkeit beeinflusst. Symptome wie Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Rückzug können auftreten und die Rehabilitation erschweren.

Was ist eine Post-Stroke-Depression?

  • Eine Depression, die nach einem Schlaganfall beginnt.
  • Sie kann durch die psychische Reaktion auf den Schlaganfall und seine Folgen ausgelöst werden (reaktive Depression).
  • Sie kann aber auch durch direkte Auswirkungen des Schlaganfalls auf das Gehirn und die Persönlichkeit entstehen (organisch bedingte Depression).
Wann tritt sie auf?
  • Häufig treten die Symptome erst einige Wochen nach dem Schlaganfall auf, wenn die körperlichen Probleme im Vordergrund stehen und die Betroffenen die Folgen erst verarbeiten müssen.
  • Wichtige Kriterien für eine behandlungsbedürftige Depression sind, dass die Symptome länger als zwei Wochen anhalten und nicht nur auf die Situation im Krankenhaus oder der Reha-Klinik beschränkt sind.
Was sind die Anzeichen?
  • Niedergeschlagenheit und Traurigkeit
  • Antriebslosigkeit und mangelnde Energie
  • Rückzug von sozialen Aktivitäten
  • Verlust von Freude an bisherigen Aktivitäten
  • Schwierigkeiten bei der Planung und Durchführung von Handlungen (verminderte Exekutivfunktionen)
  • Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Hoffnungslosigkeit 
Was kann man tun?
  • Professionelle Hilfe suchen: Wenn die depressive Verstimmung anhält, ist professionelle Hilfe wichtig, um eine behandlungsbedürftige Depression von der normalen Trauer nach einem Schicksalsschlag zu unterscheiden.
  • Therapie und Medikamente: Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sind eine gut untersuchte Option, und auch kognitiv-behaviorale Therapie kann helfen.
  • Kleine, aktive Schritte: Es kann hilfreich sein, sich selbst kleine, erreichbare Ziele zu setzen und den Teufelskreis aus Sorgen und Inaktivität zu durchbrechen. Auch leichte Bewegung kann anregend wirken.
  • Nachsichtig mit sich sein: Es ist entscheidend, sich selbst gegenüber nachsichtig zu sein und sich nicht unter Druck zu setzen.
  • Angehörige sensibilisieren: Das Umfeld kann eine wichtige Rolle spielen, indem es die Symptome erkennt und Betroffene unterstützt.